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Reicht das Geld im Alter?

29.04.2019

Verbraucherzentralen fordern Modell einer "Extrarente"

Die Verbraucherzentralen fordern ein neues, staatlich organisiertes Angebot zur privaten Altersvorsorge.
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Die Verbraucherzentralen fordern ein neues, staatlich organisiertes Angebot zur privaten Altersvorsorge.
Bild: Jens Kalaene (dpa)

Viele Menschen machen sich Gedanken, ob das Geld im Alter reicht. Doch private Vorsorge über die Riester-Rente überzeugt nicht alle. Verbraucherschützer werben nun für ein konkretes Alternativmodell.

Die Verbraucherzentralen fordern eine "Extrarente" als neues, staatlich organisiertes Angebot zur privaten Altersvorsorge. Bisher gebe es meist teure, kaum rentable und unflexible Produkte.

Von denen profitiere vor allem die Versicherungswirtschaft, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, am Montag.

Damit Menschen mehr Geld im Alter hätten, sei aber eine kostengünstige und gewinnbringende Anlage entscheidend. Der Verband wirbt daher seit längerem für ein neues Standardprodukt und hat nun ein genaueres Konzept vorgelegt. Grüne und der Sozialverband VdK unterstützen den Vorstoß, von der Versicherungsbranche kam Kritik.

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Nach Plänen der Verbraucherschützer sollen Arbeitnehmer automatisch über ihren Arbeitgeber in die Vorsorge einzahlen - es sei denn, sie widersprechen. Möglich sein sollen Einzahlungen auch für Selbstständige. Ein öffentlicher Träger soll dann über Ausschreibungen private Fondsmanager beauftragen, das Geld am Kapitalmarkt anzulegen - vor allem in Aktien. Langfristig seien so höhere Renditen zu erzielen, erläutert der vzbv. Die Organisation über den öffentlichen Träger reduziere zudem Kosten im Vergleich zu gewinnorientierten Unternehmen. Kosten für Vertrieb entfielen ganz.

Die Bundesregierung sei nun gefragt, erklärte Verbandschef Müller. Komme ein Gesetzentwurf noch in diesem Jahr, könnten Verbraucher ab 2022 auf diese Weise vorsorgen.

Grünen-Chef Robert Habeck begrüßte den Vorschlag. Die Riester-Rente sei geprägt von geringen Renditen, hohen Vertriebs- und Verwaltungskosten und teuren Zinsgarantien. "Oft lohnt sich der Abschluss nur wegen der staatlichen Förderung und in vielen Fällen noch nicht einmal dann. Das muss aber nicht so sein", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Aus Sicht des Sozialverbands VdK bietet das Konzept Menschen, die mehr Geld zur Verfügung haben, transparente und kostengünstige Angebote der privaten Altersvorsorge.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erklärte dagegen, der Vorschlag löse keine der Herausforderungen für die Altersvorsorge. So setzten die Verbraucherschützer voll auf den Aktienmarkt, das Risiko müssten allein die Sparer tragen. Zudem ziele der Vorschlag in erster Linie auf Arbeitnehmer. Nötig sei aber eine Altersvorsorge unabhängig vom beruflichen Status.

Laut vzbv-Konzept sollen Einzahlungen der Arbeitnehmer flexibel etwa zwischen fünf und mehreren Hundert Euro im Monat möglich sein. Die Höhe soll auch laufend zu ändern sein. In einer "Basisvariante" sollen vier Prozent des Bruttoeinkommens als monatliche Einzahlung vorgesehen werden.

Das Geld soll bis zum 49. Lebensjahr komplett in Aktien angelegt werden, was höhere Risiken, aber auch eine höhere zu erwartende Rendite bedeute. Danach solle schrittweise in nicht so stark schwankende Anlagen umgeschichtet werden. Ausgeschüttet werden soll die "Extrarente" dann, indem Fondsanteile Stück für Stück verkauft und das entsprechende Geld monatlich ausgezahlt wird.

Über die Zukunft der Alters-Absicherung wird derzeit diskutiert, auch in einer Kommission der Bundesregierung. Dabei geht es neben der gesetzlichen Rente um betriebliche und private Vorsorge. Ein generelles Problem für private Vorsorge-Angebote sind die anhaltend niedrigen Zinsen. (dpa)

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01.05.2019

Alle Produkte, die privat organisiert werden - werden wieder von Banken und Versicherungen "missbraucht".
Klar - die wollen/müssen Geld verdienen! Wer hat die schon wieder bestochen, die solche Vorschläge wieder produzieren?
Solche Produkte kann auch wieder nur der nutzen, der so viel verdient, dass er was hat zum Anlegen. Also was soll das?
Warum kapiert man nicht, dass das generationen-Modell nicht mehr zeitgemäss ist - das Geld wird nicht mehr pro Kopf verdient - das grosse Geld verdienen Maschinen, Geldverkehr und ander "Machenschaften" um es mal so zu nennen.

Also stärken wir die staatliche Rente - (ja die Rentenversicherung!).

Die Rente muss einem %-Betrag des durchschnittlichen Einkommens entsprechen und der Entwicklung auch immer folgen und so hoch sein, dass jeder würdig leben kann. Die kapitalistische Schweiz hat ein Programm - da könnten wir uns was abschneiden. Die Rente ist ordentlich und nach oben und unten gedeckelt.
Aber nein - wir wollen weder von der Schweiz, noch von Östereich was lernen - und ich werde wohl gegenüber einem Österreicher mit gleicher Biographie und Einkommen bis an mein Lebensende mindestens 500,- € weniger bekommen.

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