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Stromversorgung

15.10.2019

Verbraucherzentralen kritisieren Erhöhung der EEG-Umlage scharf

Klaus Müller ist Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes.
Bild: Gert Baumbach, vzbv.de

Exklusiv Durch die Erhöhung der EEG-Umlage könnten die Strompreise für Verbraucher steigen. "Nicht akzektabel", findet Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

Die deutschen Verbraucherzentralen haben die Verteuerung der Strompreise durch die Erhöhung der sogenannten EEG-Umlage scharf kritisiert. „Es ist nicht akzeptabel, dass der Strompreis für private Verbraucherinnen und Verbraucher erneut deutlich ansteigen wird“, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller unserer Redaktion. Der Verbraucherschützer warf der Großen Koalition eine verfehlte Energiepolitik vor: „Die Bundesregierung hat es in den letzten Jahren versäumt, gegenzusteuern, die Verbraucher bleiben die Zahlmeister“, kritisierte Müller.

Klaus Müller fordert Senkung der Stromsteuer

Klaus Müller forderte, die Industrieausnahmen bei der EEG-Umlage aus Steuermitteln zu finanzieren. Zudem sollte die Stromsteuer gesenkt und Industrieausnahmen bei den Netzentgelten abgeschafft werden. Dies würde zur fairen Verteilung der Kosten zwischen privaten Verbrauchern und Wirtschaft führen und eine dauerhafte Akzeptanz für die Energiewende und für eine wirksame Klimapolitik nach sich ziehen. „Dagegen fällt die geplante Absenkung der EEG-Umlage im Klimapaket ab 2021 um zunächst 0,25 Prozent viel zu niedrig aus“, betonte Müller. „Hier muss die Bundesregierung dringend nachbessern“, fügte er hinzu.

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