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17.01.2008

Wahlforscher: Eine "Verzweiflungstat"

Die persönlichen Attacken von SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner aufNiedersachsens CDU-Ministerpräsident Christian Wulff haben nach Ansichtvon TNS-Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner wenig Aussicht aufErfolg.

Hannover (ddp). Die persönlichen Attacken von SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner auf Niedersachsens CDU-Ministerpräsident Christian Wulff haben nach Ansicht von TNS-Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner wenig Aussicht auf Erfolg.

Die Kritik am Privatleben wirke "eine Woche vor der Wahl alles andere als glaubwürdig", sagte Schöppner der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Donnerstagausgabe).

Die Kritik an Wulffs Eheleben sei offenbar eine Verzweiflungstat: "Wenn ich als Politiker keine anderen Möglichkeiten mehr sehe, versuche ich, Kandidaten zu diskreditieren", betonte Schöppner. Gut ankommen würde das aber "höchstens bei der eigenen Anhängerschaft". Der Emnid-Chef fügte hinzu: "Aber wenn jemand wie Jüttner im öffentlichen Beurteilungsbild meilenweit hinter Wulff liegt, wäre es besser, durch inhaltliche Akzente aufzuholen. Das ist Jüttner bislang nicht gelungen." Mit der Debatte um Wulffs Eheleben habe Jüttner einen neuen Ton angeschlagen: "Der an sich fair geführte Wahlkampf in Niedersachsen bekommt damit plötzlich eine Gossennote", sagte er.

Jüttner hatte in der Illustrierten "Bunte" daran erinnert, dass sich Wulff nach dem Landtagswahlsieg Gerhard Schröders (SPD) 1998 kritisch über dessen Trennung von Ehefrau Hiltrud geäußert habe. "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen", sagte Jüttner. Der SPD-Politiker zitierte eine Äußerung Wulffs aus dem Jahr 1998: "Die Wähler werden sich über Schröders persönliche und politische Unzuverlässigkeit Gedanken machen", soll Wulff laut Jüttner damals gesagt haben.

Jüttners Ehefrau Marion sagte dem Blatt, sie fühle mit Wulffs verlassener Ehefrau, "die sicherlich leidet". Sie habe es außerdem als "unangemessen" empfunden, dass Wulff nur wenige Tage nach der Trennung von seiner Ehefrau Christiane bereits mit seiner neuen Lebensgefährtin zum Gala-Empfang der Ministerpräsidenten eingeladen habe.

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