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Warum der "Charlie-Hebdo"-Prozess so wichtig war

Kommentar Von Birgit Holzer
16.12.2020

Fünf Jahre nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" standen Helfer der Täter vor Gericht. Endlich wurde so das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen anerkannt.

Vollends zufriedenstellen würde diese Verhandlung um die Terroranschläge in Paris vom Januar 2015 nicht können – das stand von vorneherein fest. Denn die drei Haupttäter sind tot und mussten sich nicht mehr den Tränen, dem Schmerz und den erschütternden Bekenntnissen von Opfern oder Hinterbliebenen stellen.

Doch ohne Hintermänner hätten die Mörder nicht agieren können. Unbefriedigend war deshalb, dass sich die Angeklagten in teils widersprüchliche, simple Erklärungen flüchteten, um ihre Haut zu retten. Dabei ging es nicht darum, sie anstelle der Terroristen für deren Taten zu verurteilen. Sondern darum, sie für ihre Rolle bei der Vorbereitung der Taten zur Rechenschaft zu ziehen.

30 Jahre Haft für Helfer der Charlie-Hebdo-Attentäter

Deshalb war der Prozess wichtig. Auch, weil mit ihm das Leid der Opfer und Angehörigen vor aller Welt anerkannt wurde. Das ist es, was nach der Verhandlung bleibt: Die innere Größe und Würde der Angehörigen auf der einen Seite, auf der anderen Vertreter einer dumpfen und extremistischen Ideologie, der es lediglich um Hass und Vernichtung geht.

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16.12.2020

@Elmar Ein guter Rat: Schauen sie sich mal die Welt Vorort an und nicht nur vom eigenen Kirchturm aus.

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16.12.2020

Wir sollten als Medienvertreter genug Verantwortung besitzen die Tränen beider Seiten zu würdigen und zu zeigen ansonsten fahren wir fort aus der Geschichte Geschichten zu machen.

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16.12.2020

Die Tränen welcher anderen Seite? Derjenigen der Helfer der Mehrfachmörder?

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