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Bundestagswahl 2017

03.09.2017

Was Sie zum TV-Duell zwischen Schulz und Merkel wissen müssen

Merkel gegen Schulz: Am Sonntag treten die beiden im TV-Duell gegeneinander an.
Bild: Olivier Hoslet, dpa (Archivbild)

Heute steht das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Herausforderer Martin Schulz an. Wo es läuft, wann es anfängt, wer es moderiert und wie es abläuft, erfahren Sie hier.

Über 17 Millionen Menschen sahen vor vier Jahren das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem damaligen Herausforderer im Bundestagswahlkampf, Peer Steinbrück (SPD). Ein beachtlicher Wert, den sich die TV-Sender auch dieses Jahr nicht entgehen lassen wollen. Denn am 24. September steht die Bundestagswahl 2017 an. Das TV-Duell wird das einzige direkte Aufeinandertreffen der beiden Spitzenkandidaten Angela Merkel und Martin Schulz (SPD) sein. Für Merkel ist es schon das vierte Duell. Das Wichtigste zum TV-Duell im Überblick:

Wann wird das TV-Duell übertragen?

Das Duell der beiden Politiker beginnt live um 20.15 Uhr und damit zur besten Sendezeit. Das allein zeigt schon die Relevanz des Ereignisses. Im vergangenen Bundestagswahlkampf betrug der Marktanteil des Duells im Ersten fast 30 Prozent. Nur der Schlagabtausch zwischen Merkel und dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder war seinerzeit erfolgreicher und lockte etwa 20 Millionen Menschen vor die Bildschirme.

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Welche Sender zeigen das Duell?

Das Duell wird am Sonntag im Ersten, im ZDF, auf Sat.1 und RTL zu sehen sein. Von diesen Sendern kommen auch die Moderatoren, die die Fragen an die beiden Kandidaten richten werden. Als weiterer Sender überträgt Phoenix die Sendung. Im Anschluss folgen Analysen. Übertragen wird live aus Berlin-Adlershof.

Zwei neue Moderatoren beim TV-Duell 2017

Wer moderiert das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz?

In der Moderatorenriege gibt es zwei Wechsel im Vergleich zu 2013. Während wieder Peter Kloeppel für RTL und Maybrit Illner für das ZDF moderieren, wird Anne Will (ARD) von Sandra Maischberger und Stefan Raab (ProSieben/Sat.1) von Claus Strunz ersetzt. Strunz ist der unbekannteste Moderator, der es mit Merkel und Schulz aufnehmen wird. Der 50-Jährige moderiert die Sendung "Akte" auf Sat.1 und ist Programmgeschäftsführer der Maz & More TV-Produktionsfirma, die das Frühstücksfernsehen auf Sat.1 produziert.

Der TV-Journalist Claus Strunz ist neu in der Moderatorenriege.
Bild: dpa

Sprechen sich die Moderatoren vor der Sendung ab?

Laut ARD gibt es keine "inhaltliche Absprachen über konkrete Fragestellungen" zwischen den Moderatoren. Trotzdem hatten sie sich laut einer Pressemitteilung schon Anfang Juli getroffen, um über den Inhalt des Duells zu sprechen.

Wie wird das TV-Duell ablaufen?

Die Moderatoren werden sich mit ihren Fragen abwechseln. Zunächst wollten das die Fernsehsender allerdings anders angehen und boten den Kandidaten an, zwei Frageblöcke mit jeweils 45 Minuten einzuplanen. In denen sollten sich dann jeweils zwei Moderatoren auf die Fragen konzentrieren können. Das sollte laut ARD für mehr Spontaneität und einer klareren Struktur sorgen. "Die Vertreter der Bundeskanzlerin waren mit diesen dramaturgischen Veränderungen nicht einverstanden und lehnten eine Teilnahme unter diesen Bedingungen ab", schreibt die ARD dazu auf ihrer Homepage. 

Gibt es einen Favoriten?

Laut Deutschlandtrend rechnet die Mehrheit der Deutschen damit, dass Kanzlerin Merkel das Duell für sich entscheiden wird. 64 Prozent der Befragten sehen die Bundeskanzlerin vorn.

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15 Bilder
Liebeserklärung und Schlandkette: Was von den TV-Duellen blieb
Bild: Olivier Hoslet, dpa (Archivbild)

Schlussrunde mit kleinen Parteien in der ARD und dem ZDF

Was ist mit den anderen Parteien?

Vor einigen Monaten beklagten sich Vertreter der kleineren Parteien darüber, dass das TV-Duell "undemokratisch" sei, weil es sich nur auf die Union und SPD konzentriere. ARD und ZDF senden deshalb am Donnerstag, 21. September, um 22 Uhr eine Schlussrunde mit den Vorsitzenden aller Parteien, die im Bundestag vertreten sind. Auf Sat.1 gab es kürzlich ein ähnliches Format.

Seit wann gibt es das TV-Duell?

Das Format gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2002, als sich Edmund Stoiber und Gerhard Schröder im Bundestagswahlkampf gegenüberstanden.  

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.09.2017

Jeder Merkel Fan sollte sich mal auf You Tube mal den Bericht von Prof. Gertrud Höhler zu Merkel ansehen. Seit diesem Bericht wird Prof. Höhler zu keiner TV Sendung mehr eingeladen, wobei sie Früher ein oft gesehener Gast war, daran sieht man, wie die Medien von der Regierung beeinflusst werden. Das versteh ich nicht mehr unter Demokratie.

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03.09.2017

"Am Sonntagmorgen zeigte Google laut Screenshot eine bezahlte Anzeige der SPD an, wenn man nach „schulz merkel tv duell“ – einer beliebten Kombination von Suchbegriffen – suchte. Die SPD-Anzeige verkündete selbstbewusst den Sieg ihres Kandidaten Martin Schulz über die Bundeskanzlerin – allerdings noch vor dem TV-Duell."

NOCH FRAGEN ??????????

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03.09.2017

"Was Sie zum TV-Duell zwischen Schulz und Merkel wissen müssen"

Folgendes dürfte doch auch interessant sein für die Leser Augsburger Allgemeinen:

Eine moderneres Format das von den Moderatoren gewünscht wurde ist vom Kanzleramt boykotiert worden.

Die Sendung sollte in zwei Blöcke geteilt werden, in denen in jeweils 45 Minuten nur ein Moderatorenpaar Fragen an die beiden Kandidaten stellt. Dadurch sollte, „mehr Raum für Spontanität und Vertiefung“ geschaffen werden. Außerdem hatten sich die vier übertragenden Sender zwei Termine gewünscht.

Doch sie scheiterten, weil das Merkel-Lager damit nicht einverstanden war und eine Teilnahme der Kanzlerin unter diesen Bedingungen ablehnten – eine eindeutige Boykottdrohung. Deshalb wirft der frühere ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender der CDU-Politikerin nun vor, das TV-Duell durch massiven Druck ihrer Vertrauten zu einem reinen Kanzlerformat gemacht zu haben.„Die Einigung ist unter Erpressung durch das Kanzleramt zustande gekommen“, sagt Brender dem „Spiegel“. Solche Vereinbarungen nenne man sittenwidrig. Die Absicht dahinter sei glasklar: „Das Kanzleramt verlangt ein Korsett für die Kanzlerin, in dem sie sich nicht bewegen muss. Und zugleich eines für Schulz, in dem er sich nicht bewegen darf.“ Für Brender, der die legendäre Elefantenrunde nach der Bundestagstagswahl 2005 mit Merkel und Gerhard Schröder moderierte, ist das „als Fernsehformat eine Missgeburt“. Merkel mache einen Wahlkampf „im Schlafmodus“ – ein Fernsehduell, das Funken schlage, würde dabei nur stören.

Quelle: Welt N24

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03.09.2017

Was Sie zum TV-Duell zwischen Schulz und Merkel wissen müssen

Der Erkenntnisgewinn aus dieser Veranstaltung tendiert gegen Null. Insofern wäre es - wenn denn schon ferngesehen werden muss - vor allem wichtig zu wissen, welche Programmalternativen im Angebot sind.

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