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13.11.2018

Welle der Gewalt in Afghanistan

Anschläge und Kämpfe mit über 100 Toten

In Afghanistan verschlechtert sich die Sicherheitslage weiter: Bei einem Anschlag in der Hauptstadt Kabul und Gefechten in mehreren Provinzen sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. In Kabul starben mindestens sechs Menschen, als ein Selbstmordattentäter am Montag einen Kontrollposten der Polizei angriff.

Die afghanischen Sicherheitskräfte haben seit Monaten massive Schwierigkeiten, den Angriffen der radikalislamischen Taliban standzuhalten. Alleine im November überfielen diese mindestens sechs Militärbasen und töteten dutzende Sicherheitskräfte. Die Regierung kontrolliert nach Angaben des Militärs nur noch etwas mehr als die Hälfte aller Bezirke des Landes. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2015.

Zudem haben laut einem neuen Bericht des Sonderinspekteurs des US-Senats für den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar) die afghanischen Sicherheitskräfte Schwierigkeiten, ihre personelle Stärke zu halten. Sie liege rund 40000 Mann unter ihrer Zielstärke von 352000 Soldaten und Polizisten. Manche Experten schätzen, dass ein Drittel der Sicherheitskräfte sogenannte Geistersoldaten und -polizisten sind – sie haben ihre Posten verlassen, wurden aber nicht von der Gehaltsliste gestrichen. Die Zahl der Taliban-Kämpfer liegt laut afghanischen Militärexperten bei rund 60000. (dpa)

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