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Landwirtschaft

20.09.2019

Wie Bauern mit grünen Kreuzen auf ihre Lage aufmerksam machen

Zahlreiche Landwirte haben als Zeichen des Protestes grüne Kreuze am Rande ihrer Felder aufgestellt. Hintergrund ist das beschlossene, jedoch umstrittene Agrarpaket.
Bild: Lino Mirgeler, dpa

Landwirten wird immer mehr abverlangt: Auflagen, Bürokratie, Kosten. Vielen Bauern macht das zu schaffen - sie protestieren nun mit grünen Mahnkreuzen.

Bundesweit sprießen sie aus den Äckern: Mit grünen Kreuzen auf den Feldern wollen Bauern ein sichtbares Zeichen für ihre Sorgen in der Landwirtschaft setzen. "Die Gemütslage in der Land- und Forstwirtschaft ist mies und frustriert", sagte die Sprecherin des Bayerischen Bauernverbandes, Stefanie Härtel, am Freitag. Die Produktion von Nahrungsmitteln werde in Deutschland unter anderem durch überzogene Bürokratie, steigende Auflagen und unfaire Handelspolitik erschwert. Das Anfang September beschlossene Agrarumweltpaket der Bundesregierung bringe "das Fass zum Überlaufen", sagte Härtel.

Warum Bauern die aktuelle Klimapolitik zu schaffen macht

Dieses beinhaltet unter anderem ein Glyphosat-Verbot, ein Tierwohl-Kennzeichen sowie die Neuverteilung der EU-Subventionen für Landwirte. Diese sollen sich künftig nicht mehr nach der Fläche, sondern am Grad der Nachhaltigkeit orientieren. 

"Die Maßnahmen greifen massiv in die Eigentumswerte von uns Landwirten ein. Einzelne Flächen werden wertlos und können nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion genutzt werden. Die Folge: Lebensmittel werden aus dem Ausland importiert, ohne Rücksicht darauf, wie sie dort erzeugt wurden. Das kann nicht im Sinne des Verbrauchers sein", heißt es in einem Aufrufschreiben von Willi Kremer-Schillings, der das erste Mahnkreuz aufgestellt hat. Als "Bauer Willi" betreibt der Rheinländer einen bekannten Agrarblog. Mittlerweile folgen ihm auch aus Bayern immer mehr Landwirte.

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Grüne Mahnkreuze sollen auf den Feldern Politik und Gesellschaft mahnen

Holzlatten grün angesprüht und zwei Kreuze auf seine Winterrapsfelder gestellt hat zum Beispiel Stefan Schmid aus Erding. Viele Bauern hielten dem Druck nicht mehr stand und geben ihren Betrieb auf. "Man fühlt sich wie ein kleiner Verbrecher: Es gibt ständig Kontrollen und Kritik", sagte der 54-Jährige. "Dabei erzeugen wir gute saisonale Produkte aus der Region. Wir wollen mit der Aktion die Verbraucher darauf aufmerksam machen, nicht nur zu kaufen, was billig ist."

Das Bayerische Landwirtschaftsministerium zeigt Verständnis und sieht ein gesellschaftliches Problem in dem Protest: "Die Aktion ist ein sichtbares Zeichen für die massiven Sorgen und Ängste der Landwirte. Ursache und gleichzeitig Adressat ist in erster Linie die gesamte Gesellschaft", sagte ein Sprecher. "Die Bäuerinnen und Bauern haben das Gefühl - zum Teil auch berechtigt -, dass von ihnen immer mehr gefordert wird, sich ein ordentlicher Teil der Menschen aber im Alltag vielfach ganz anders verhält. Anspruch und Wirklichkeit liegen insbesondere beim Einkaufsverhalten eben doch oft weit auseinander." (dpa)

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07.10.2019

Ich kann den Kommentar leider nicht tippen, habe die Augen randvoll Tränen, dass ich davon die Tastatur nicht klar sehe! Was ich trotzdem sehen kann sind die Wahnsinns-Maschinen z. B. bei der Maisernte, die so wie sie auf den Feldern herumdonnern bestimmt den Wert eines kleinen Einfamilienhauses haben.

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