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18.03.2009

Wieder Selbstmordattentat auf Südkoreaner im Jemen

Wieder Selbstmordattentat auf Südkoreaner im Jemen
Bild: DPA

Sanaa/Seoul (dpa) - Drei Tage nach dem Selbstmordanschlag auf eine Gruppe südkoreanischer Touristen im Jemen hat ein zweiter Attentäter versucht, mehrere Angehörige der Opfer mit in den Tod zu reißen.

Er sprengte sich am Mittwoch an der Straße zum Flughafen der Hauptstadt Sanaa mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft. Sein Ziel - einen Konvoi mit Angehörigen und Regierungsbeamten aus Korea - verfehlte er nach Angaben der Polizei nur um Sekunden. Nur der Attentäter starb.

Die jemenitische Polizei geht davon aus, dass der junge Mann und der Attentäter vom vergangenen Sonntag beide dem Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden angehörten. Am Sonntag hatte ein Mann in Schibam (Provinz Hadramaut) vier Touristen aus Südkorea und einen jemenitischen Reiseführer getötet.

Das Außenministerium in Seoul erklärte, mit dem Konvoi seien vier Regierungsbeamte und drei Angehörige der Anschlagsopfer unterwegs gewesen. Die Polizei berichtete, der junge Attentäter sei von einem Komplizen kurz vor der Explosion mit dem Auto an der Straße abgesetzt worden. Die Delegation aus Seoul hatte am Dienstag in Sanaa bereits den jemenitischen Vize-Innenminister Saleh Hussein getroffen.

Zu den beiden Anschlägen hat sich bislang niemand bekannt. El-Kaida-Terrorzellen im Jemen hatten im Januar in einer Video-Botschaft mit Anschlägen auf der Arabischen Halbinsel gedroht. Der Führung der El-Kaida-Terroristen im Jemen gehören auch zwei Saudis an, die jahrelang im US-Gefangenenlager Guantánamo festgehalten worden waren.

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