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Drogen

24.03.2020

Zahl der Drogentoten in Deutschland steigt deutlich an

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist deutlich gestiegen. Auch an Kokain, Amphetaminen und synthetischen Drogen starben mehr Menschen.
Bild: Frank Leonhardt, dpa (Symbolbild)

Knapp 1400 Menschen sind 2019 in Deutschland durch Drogen gestorben - das sind etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Häufigste Ursache war eine Überdosierung.

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist deutlich gestiegen. Wegen des Konsums illegaler Substanzen starben im vergangenen Jahr 1398 Menschen, wie die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) am Dienstag mitteilte. Das waren 122 Menschen (9,6 Prozent) mehr als 2018. Häufigste Ursache waren weiterhin Überdosierungen von Opioiden wie Heroin und Morphin. Daran starben 650 Menschen, nachdem es im Jahr zuvor 629 gewesen waren. 

Ludwig: Süchtige müssen mit Ersatzstoffen versorgt werden

Ludwig sagte, die Entwicklung der vergangenen Jahre sei auf keinen Fall hinzunehmen. Um Leben zu retten, müssten Hilfsangebote vor Ort  noch besser und vor allem lückenloser werden. Unter anderem brauche es dringend eine flächendeckende Versorgung mit Ersatzstoffen. "Auch in der aktuellen Corona-Krise dürfen die Substitutionspatienten nicht auf der Strecke bleiben."

Auffällig ist nach Angaben der Drogenbeauftragten auch eine Zunahme bei Todesfällen wegen langjährigen Drogenmissbrauchs. Auch an Kokain, Amphetaminen und synthetischen Drogen starben mehr Menschen. (dpa)

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