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  3. Zum Tag der deutschen Einheit: Deutschland kann sich nicht heraushalten

Zum Tag der deutschen Einheit
03.10.2014

Deutschland kann sich nicht heraushalten

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt Zuschauer. Die zentralen Feierlichkeiten wurden in Hannover ausgerichtet.
Foto: Holger Hollemann (dpa)

25 Jahre nach dem Fall der Mauer zwingen die vielen gefährlichen Krisen die glücklich vereinte deutsche Nation, mehr internationale Verantwortung zu übernehmen. Ein Kommentar.

Vor 75 Jahren stürzte der nationalsozialistische Machthaber Adolf H. die Welt in einen Krieg, der mit der totalen Niederlage Deutschlands und der Spaltung Europas endete. Es war der Tiefpunkt der deutschen Geschichte, der auf immer mit der Erinnerung an den Holocaust verbunden sein wird.

Vor 25 Jahren ist die Mauer gefallen – niedergedrückt von mutigen Bürgern der DDR, die in ihrem Drang nach Freiheit das kommunistische Regime bezwangen. Diese friedliche Revolution, die den Weg zur Einheit ebnete, markiert den glücklichsten Moment der deutschen Geschichte.

Die deutsche Einheit ist eine Erfolgsgeschichte

Damals, in den Stürmen des Zusammenbruchs des Sowjetimperiums, ist gelungen, was jahrzehntelang als völlig unrealistisch galt: die Wiedervereinigung Deutschlands in Frieden und Freiheit, das Ende der Spaltung des Kontinents. Das Schicksal hat es gut gemeint mit den Deutschen. Sie haben ihren Platz im Herzen Europas gefunden, sind umringt von Freunden und flößen niemandem mehr Angst ein. Der lange Weg nach Westen, der für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht, ist geglückt.

Die deutsche Einheit ist eine Erfolgsgeschichte. Der Osten hat aufgeholt; Deutschland geht es gut. Die Mauer in den Köpfen ist noch nicht ganz eingeebnet – das erfordert mehr als 25 Jahre. Aber es wächst zusammen, was zusammengehört. Und all die Schwarzseher, die – wie Günther Grass – einen Rückfall in „Nationalismus und Militarismus“ fürchteten, wurden widerlegt. Deutschland ist eine friedliebende Nation geworden, die aus der Geschichte gelernt und den europäischen Integrationsprozess maßgeblich befördert hat.

Deutschland steht vor zwei großen Herausforderungen

Deutschland steht heute ökonomisch prima da. Daraus und aus der wachsenden Bedeutung des Landes auf der internationalen Bühne erwachsen zwei große Herausforderungen, derer sich die Politik noch nicht hinreichend gewachsen zeigt. Erstens geht es darum, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Volkswirtschaft zu sichern. Mit der Verwaltung des Status quo, wozu die Große Koalition unter dem Beifall des Publikums neigt, ist es nicht getan. Zweitens sind die behaglichen Zeiten, in denen Deutschland unter dem Schutzschirm der USA im Schatten der Weltpolitik gut lebte, vorbei.

Die Hoffnung der Jahre 1989/1990, dass die Welt auf eine Ära ewigen Friedens zusteuere und das westliche System einen globalen Siegeszug antrete, ist längst verflogen. Im Nahen und Mittleren Osten versinken ganze Staaten in Chaos und Bürgerkrieg. Russland meldet sich als Großmacht zurück und rüttelt an der Nachkriegsordnung. Der islamistische Terrorismus wird immer gefährlicher. All dies passiert vor unserer Haustür und berührt auch vitale deutsche (Sicherheits-)Interessen.

Deutschland muss mehr internationale Verantwortung übernehmen

Deutschland muss darauf reagieren und wohl oder übel mehr internationale Verantwortung übernehmen – politisch, wirtschaftlich, „äußerstenfalls auch militärisch“ (Gauck). Es kann sich nicht wegducken und hinter seinen Verbündeten verstecken, es muss für die Menschenrechte einstehen und – siehe den erbärmlichen Zustand der Bundeswehr – abwehrbereit bleiben.

Die Deutschen neigen dazu, sich von den Händeln der Welt fernhalten zu wollen. Sie sind pazifistisch und glauben, dass sich jeder Konflikt am Verhandlungstisch beilegen lässt. Es wäre wunderbar, wenn die ganze Welt diese Spielregeln beherzigte. Allein, sie tut es nicht. Also wird sich Deutschland nun, da die Einschläge näher kommen, stärker engagieren müssen – standfest, seinen Werten verpflichtet und mit jener segensreichen Kultur militärischer Zurückhaltung, die jedoch „nicht mit einer Kultur des Sichheraushaltens verwechselt werden darf“ (Steinmeier).

Die deutsche Einheit ist eine Erfolgsgeschichte

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