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  3. Energiekrise: Der Deal ist perfekt: Deutschland bekommt Gas aus Katar

Energiekrise
29.11.2022

Der Deal ist perfekt: Deutschland bekommt Gas aus Katar

Jetzt auch gute Stimmung beim Rohstoffgeschäft mit Katar. Fußball-Fans bei der WM in dem Emirat.
Foto: Hassan Ammar/AP, dpa

Das Emirat wird Deutschland mit Flüssiggas LNG beliefern und das trotz der harschen Kritik an der Fußball-Weltmeisterschaft. Wirtschaftsminister Habeck gibt sich entzückt.

Deutschland setzt seine eingeübte Handelspolitik mit schwierigen Partnern fort. Ungeachtet der schweren Kritik am WM-Gastgeber Katar wegen der Diskriminierung von Homosexuellen und schändlichen Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter macht die Bundesrepublik Geschäfte mit dem Emirat. Katar wird Flüssiggas LNG per Schiff nach Brunsbüttel in der Elbmündung bringen.

Damit sorgen die Scheichs für Versorgungssicherheit, die nach dem Ausfall Russlands als Großlieferant neu hergestellt werden muss. Das LNG soll ab 2026 vom Energiekonzern Qatar Energy bereitgestellt werden. Der Brennstoff werde an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, erklärte der katarische Energieminister Saad Scharida al-Kaabi. Das Geschäft soll ihm zufolge über 15 Jahre laufen und ein jährliches Volumen von zwei Millionen Tonnen umfassen. 

Katar ist von Deutschland enttäuscht

Das entspricht knapp drei Prozent des jährlichen Gasverbrauchs. Es waren die Katarer, die den Deal bekannt machten und damit für eine Überraschung sorgten. Die Herrscherfamilie ist enttäuscht von Deutschland. Der Vorwurf: Ihr macht uns unser Fußball-Fest madig, während auch bei der Vergabe der WM 2006 an die Bundesrepublik kräftig gemauschelt wurde. 

Wirtschaftsminister Robert Habeck war ungeachtet der bekannten Verstöße Katars gegen Menschenrechte und Arbeitsnormen im Frühjahr in die Golfmonarchie aufgebrochen, um Ersatz für russisches Gas aufzutun. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob die Reise ein Fehlschlag gewesen wäre, weshalb sich der Grünen-Politiker über die Zusage freute. „15 Jahre ist super“, sagte der 53-Jährige auf einer Industriekonferenz in Berlin. Er hätte auch nichts gegen längere Verträge gehabt. Zu konkreten Details des Geschäfts wollte sich der Minister nicht äußern, dies sei Sache der Unternehmen. Wer hierzulande das katarische Gas von Conoco abnimmt, blieb zunächst offen. Die am Terminal Brunsbüttel beteiligten Energieversorger RWE, ENBW und Uniper teilten auf Anfrage mit, nicht zu den Käufern zu gehören.

Der Emir von Katar (links), Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani. Das Emirat ist an Unternehmen wie Volkswagen, RWE und der Deutschen Bank beteiligt.
Foto: Michael Kappeler, dpa

Robert Habeck wendet sich mit dem Katar-Deal von seiner Position ab, wonach Deutschland nur kurzfristige Lieferverträge benötige, weil ab 2030 Wind- und Solarstrom nebst grünem Wasserstoff den Energiebedarf weitgehend decken könnten. Deutschland sollte nicht zu lange Gas importieren, um seinen Kohlendioxidausstoß wie beschlossen zu senken, war seine Linie.

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Die Linke warf ihm vor, durch den Schwenk die Klimaziele damit ad acta zu legen. „Der Gas-Deal mit Katar ist ein weiterer Sargnagel für die deutschen Klimaziele“, meinte der stellvertretende Parteivorsitzende und Energieexperte Lorenz Gösta Beutin. Die Gaslieferungen ab 2026 kämen zu spät für die aktuelle Energiekrise, „schaffen aber langfristige Energieabhängigkeit bis 2041 mit einem Land, das Menschenrechte mit Füßen tritt und am blutigen Krieg gegen den Jemen beteiligt ist“.

Video: dpa

Anstrengungen zum Klimaschutz müssten verdoppelt werden

Der eigene Expertenrat zum Klimaschutz hatte der Bundesregierung erst kürzlich bescheinigt, dass in den nächsten zehn Jahren doppelt so viel CO₂ eingespart werden muss wie in den zurückliegenden zehn. Die deutschen Klimaziele im Jahr 2030 hält das Gremium für praktisch nicht mehr zu erreichen. 

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hält langfristige Verträge wie mit Katar für vorteilhaft. „Langfristige Lieferverträge stabilisieren das Gesamtsystem. Insofern profitieren sowohl private als auch industrielle Gasverbraucher von neuen Langfristverträgen“, erklärte die BDEW-Geschäftsführerin Kerstin Andreae. Sie mahnte aber an, dass der Wasserstoffhochlauf dadurch nicht in das Hintertreffen geraten dürfe. Grüner Wasserstoff soll künftig großflächig in der Industrie zum Einsatz kommen, damit aus den Schornsteinen weniger Treibhausgase in die Atmosphäre geblasen werden.

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