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Europäische Union
23.10.2022

EU-Chefdiplomat Josep Borrell gerät außer Rand und Band

Ein Mann der klaren Worte – und noch etwas mehr: EU-Außenbeauftragter Josep Borrell.
Foto: Philipp von Ditfurth, dpa

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sorgte zuletzt mit gleich zwei Reden für Aufregung und viel Kritik. Wirklich überraschend kommt das allerdings nicht.

Es kommt nicht häufig vor, dass Politiker bei ihrer Ankunft zu wichtigen EU-Treffen nach ihrem persönlichen Wohlbefinden gefragt werden. Als sich Josep Borrell, 75, der Hohe Repräsentant der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, vergangenen Montag in Luxemburg einfand, erkundigte sich aber dann doch ein Journalist explizit, ob denn alles in Ordnung sei. "Mir geht’s sehr gut", antwortete der Spanier, lächelte und schob ein "Warum nicht?" nach.

Ganz selbstverständlich schien die Antwort nach den Ereignissen zuvor nicht zu sein. Kurz zuvor hatte der europäische Chef-Diplomat nämlich einen Aufreger nach dem anderen geliefert. Der stets selbstbewusst auftretende Borrell wird zwar als Freund der klaren Worte geschätzt. Viele fragen sich aber nun, ob der ehemalige Außenminister Spaniens übers Ziel hinausgeschossen ist. Borrell, der Ende 2019 zum Außenbeauftragten der EU ernannt wurde, bewege sich stets "zwischen Genie und Wahnsinn", meinte ein EU-Vertreter fast entschuldigend.

Borrell sieht Europa als "Garten" und den Rest der Welt als "Dschungel"

So sorgte er für Irritationen, als er bei einer Rede meinte, Europa sei "ein Garten", während er den größten Teil der übrigen Welt als "Dschungel" bezeichnete. "Und der Dschungel könnte in den Garten eindringen." "Wie bitte?", fragten sich Beobachter. Eigentlich wollte der Katalane die Zuhörer davon überzeugen, dass Europa Bündnisse anstreben sollte, um Feindseligkeiten mit der Außenwelt zu vermeiden. Stattdessen zog er einen Sturm der Entrüstung auf sich.

Borrell selbst – der Sozialdemokrat ist verheiratet und Vater zweier Kinder – sieht sich als "Außenminister Europas", wie er es gerade beim Jahrestreffen mit seinen Botschaftern ausdrückte. Es war eine weitere Rede, für die er Kritik erntete. Darin schimpfte er, die Diplomaten – er hat in seiner Funktion eigene Gesandte in rund 130 Ländern –, würden ihre Aufgabe nicht in ausreichendem Maße wahrnehmen. "Da Sie alle in der Welt sind, sollte ich der bestinformierte Mensch der Welt sein", echauffierte sich Borrell. Doch manchmal wisse er "mehr über die Geschehnisse in einem Land, wenn ich die Zeitungen lese, als wenn ich Ihre Berichte lese."

Dass sich Borrell eben nicht EU-Außenminister nennen darf, liegt am Widerstand der Mitgliedstaaten. Die bestehen darauf, dass ausschließlich sie die Linie vorgeben, Borrell soll nur koordinieren. Der kritisiert jedoch regelmäßig diesen Ansatz und hält ihn gar für gescheitert.

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