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Frieden schaffen mit weniger Waffen: Das regelt der Atomwaffensperrvertrag

Frage der Woche

Was regelt der Atomwaffensperrvertrag?

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    Eine Atomanlage in Isfahan: Der Iran streitet ab, Atomwaffen bauen zu wollen.
    Eine Atomanlage in Isfahan: Der Iran streitet ab, Atomwaffen bauen zu wollen. Foto: Abedin Taherkenareh, epa/dpa

    Mit dem Auslaufen des Abrüstungsvertrags „New Start“ ist in dieser Woche nach mehr als einem halben Jahrhundert die Ära der vertraglich vereinbarten Rüstungskontrollen zwischen den USA und Russland zu Ende gegangen. „New Start“ hatte das Ziel, Frieden mit immer weniger Atomwaffen zu schaffen, indem die Vereinbarung die Zahl der Atomsprengköpfe in beiden Ländern begrenzte. Damit gibt es jetzt nur noch ein Abkommen, das versucht, die Verbreitung nuklearer Waffen zu beschränken - der Atomwaffensperrvertrag aus dem Jahr 1970.

    Atomwaffensperrvertrag: Die Initiative ging von drei Atommächten aus

    Mitten im Kalten Krieg wurde er von den Atommächten USA, Sowjetunion und Großbritannien initiiert. Danach sollen Staaten, die über Atomwaffen verfügen, sie nicht an andere Staaten weitergeben. Länder, die keine nuklearen Waffen haben, verpflichten sich wiederum, keine anzuschaffen. Die zweite Säule des Vertrags ist die Verpflichtung der Atommächte zur nuklearen Abrüstung. Drittens sollen die Mitgliedstaaten des Abkommens zur zivilen Nutzung der Kernenergie zusammenarbeiten. Überwacht wird seine Einhaltung durch die Internationale Atomenergieorganisation in Wien.

    191 Staaten haben den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Nicht dabei sind Indien, Israel, Pakistan und der Südsudan. Unklar ist der Status von Nordkorea, das 2003 seinen Ausstieg erklärt, aber nicht alle Bedingungen für eine Kündigung erfüllt hat. Der Iran hat im Streit um sein Atomprogramm bereits mehrfach mit dem Ausstieg aus dem Abkommen gedroht, ihn aber bislang nicht vollzogen. Deutschland ist 1974 beigetreten.

    Die Gesamtzahl der atomaren Sprengköpfe ist in den vergangenen Jahren weiter gesunken. Dagegen stieg die Zahl der einsatzfähigen Sprengköpfe zuletzt leicht an. Nach einer Schätzung des schwedischen Friedensforschungsinstitutes SIPRI gibt es weltweit noch ca. 12.000 atomare Sprengköpfe. Davon seien ca. 3.900 einsatzbereit. Aktuell gelten neun Staaten als Atommächte - die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, China , Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea.

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