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Newsticker
Putin erklärt besetzte ukrainische Gebiete zu russischem Staatsgebiet
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  3. Gas-Mangel im Winter - Abschaltungen laut Bundesnetzagentur nicht nötig

Panik ist in der Gaskrise nicht angebracht

Kommentar Von Stefan Lange
11.08.2022

Der Gasmangel könnte dafür sorgen, dass im Winter Wohnungen kalt bleiben und Firmen stillstehen. Wen es trifft, entscheidet ein Krisenteam. Doch es gibt einen Lichtblick.

Klaus Müller ist ein fröhlicher Mensch. Nicht im Sinne einer rheinischen Frohnatur, dafür lebte der gebürtige Wuppertaler wohl zu lange im Norden Deutschlands. Aber eben fröhlich, optimistisch. Dass dieser Mann als Chef der Bundesnetzagentur bald zum Fiesling der Nation wird, weil er ganzen Industriezweigen im Falle einer Gasmangellage den Hahn abdreht, scheint unvorstellbar.

Viele wollen Müller gerade in diese Rolle drängen. In Wahrheit ist die Lage komplizierter und das ist in diesem Falle gut so. Denn die Entscheidung über die Gasversorgung in Krisenzeiten wird nicht einem Einzelnen überlassen. Schließlich könnte Müller bei einer Fehleinschätzung das bayerische Chemiedreieck lahmlegen oder ganz Baden-Württemberg, den größten Industriestandort Deutschlands. Nicht nur für eine Woche oder einen Monat, sondern über Jahre hinaus.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, steht vor dem Haus der Bundesnetzagentur.
Foto: Oliver Berg, dpa

Noch weiß niemand, ob das Gas tatsächlich so knapp wird, dass es zugeteilt werden muss. Käme es dazu, wären Bund und Länder vorbereitet. Die Bundesnetzagentur sammelt seit Monaten Daten zum Gasverbrauch. Entscheidungen über Abschaltungen würden in einem Krisenteam gefällt, das seit geraumer Zeit mindestens jeden zweiten Tag zusammenkommt. Vier Bundesländer sind dabei, die zusammen alle 16 vertreten: Nordrhein-Westfalen für Westdeutschland, Bayern für den Süden, Mecklenburg-Vorpommern für den Osten und Niedersachsen für den Norden Deutschlands. Außerdem gehören zwei Netzbetreiber, der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), das Innen- und das Wirtschaftsministerium sowie die Bundesnetzagentur dem Team an.

Wenn das Gas nicht reicht, muss irgendwo eingespart werden

Es wird in Sachen Gasnotlage viel Unruhe geschürt. Einzelne Länder, Hamburg etwa, wollen mit am Tisch sitzen. Branchenverbände fordern für ihre Mitglieder das gleiche Recht ein, jedes Unternehmen wiederum kann gute Gründe vorbringen, warum es unbedingt weiter mit Gas beliefert werden muss. Die Beratungen zur Corona-Pandemie indes haben gezeigt, dass wenig Übersichtliches dabei herauskommt, wenn die Runden Tische zu groß sind. Und alle Interessen können im Notfall nicht unter einen Hut gebracht werden. Wenn das Gas nicht reicht, muss irgendwo eingespart werden.

Die Bundesnetzagentur will private Haushalte bei einer möglichen Gasnotlage schützen.
Foto: Oliver Berg, dpa

Panik ist nicht angebracht. Die Bundesnetzagentur hat schon mit dem Beginn der Energiekrise begonnen, Transparenz herzustellen und die Grundsätze der Gasverteilung zu veröffentlichen. Die können die Sorge vor partiellen Ausfällen nicht nehmen, wenden sich aber sehr wohl gegen die Annahme, Teile der deutschen Industrie seien dem Untergang geweiht.

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Wenn alle sparen, kommt Deutschland gut durch den Winter

So berücksichtigt die Bundesnetzagentur - die im Ernstfall zum sogenannten Bundeslastverteiler wird - unter anderem sowohl die zu erwartenden wirtschaftlichen Schäden einer Gasabschaltung als auch die Kosten, die für die Wiederinbetriebnahme aufgebracht werden müssten. Sie strebt „mit Priorität an“, dauerhafte Sachschäden an Anlagen zu vermeiden. Dahinter steckt die Sorge, dass Glashütten und ähnliche Betriebe ihre Öfen nicht mehr gebrauchen können, wenn die erst einmal erkaltet sind.

Forscher kommen in einer Fortschreibung der im März veröffentlichten Studie von Ökonomen um Rüdiger Bachmann gar zu dem Schluss, „dass Deutschland ohne russisches Gas durch den Winter kommen kann“. Im Fall eines Komplettausfalls russischer Lieferungen müsste Deutschland seinen Verbrauch bis zum Ende der Heizperiode im April 2023 um etwa ein Viertel oder 210 Terawattstunden reduzieren. Laut Bundesnetzagentur ist der Verbrauch im Vorjahresvergleich bereits um 15 Prozent zurückgegangen. Der Rest scheint machbar, wenn alle die Einsparmaßnahmen umsetzen, die möglich sind. Gasabschaltungen wären unnötig. Und Klaus Müller könnte ein fröhlicher Mensch bleiben.

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16.08.2022

.
Da erinnere ich mich eines Kommentars von
Herrn Lange vom 28.02.2020:

„Kein Grund zur Panik: Deutschland hat das
Coronavirus im Griff“
.
Mal wieder ein Blick in die Glaskugel ………
.

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13.08.2022

Nach der Meinung diverser Politiker befindet sich die BRD in einem Energie Notstand.

Das ist ungefähr so, als hüpft jemand in eine Grube, schreit dass er nicht heraus kommt, weil er sich weigert eine Leiter zu nutzen, weil da Russland drauf steht.

Nehmt die russische Energie doch einfach solange, bis endlich genug alternative Energie vorhanden ist! Das bedeutet, erst einmal massiv umrüsten. Dann kann man russische Energie boykottieren...

Wir werden alternativ erleben, wie wenig Solidarität es mit uns geben wird, wenn es eng wird.

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13.08.2022

Geht es wirklich um die Ukraine? Ist vielleicht doch ernste Besorgnis angemessen?

SPD-Ökonom fordert 15 cent statt 5 cent Gasumlage !!

https://www.focus.de/finanzen/news/duesteres-zukunfts-szenario-top-oekonom-will-radikal-hoehere-gasumlage-und-kritisiert-lindner-plan_id_134257450.html

>> Ökonom will Gasumlage radikal erhöhen und sieht einen Vorteil

Der Wirtschaftsexperte nennt die aktuellen Maßnahmen eine „schlechte Entlastungspolitik“. "Ich bin dafür, dass wir die Gasumlage noch viel weiter erhöhen“, betont er. Genauer gesagt spricht Südekum von einer Verdreifachung von 5 Cent auf 15 Cent. Mit dem Mehrgewinn könnte der Staat die Geringverdiener unterstützen. „Letztlich wäre das eine Steuer auf den Gasverbrauch der reichen Haushalte.“ <<

Herr Südekum war Kandidat von rot-grün für den Sachverständigenrat!
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/sachverstaendigenrat-jens-suedekum-ist-aus-dem-rennen-18062681.html

Der Heizlüfter wäre dann jedenfalls konkurrenzfähig...

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12.08.2022

@Maja S.
Doch, es geht um Panikmache, wenn jemand z.B. schreibt, die Suizidrate werde Höchststände erreichen. Das ist aber das, was wir im Moment am wenigsten gebrauchen können. Auf uns alle wird ein schwieriger Winter zukommen, das ist nicht die Frage. Und Dinge, die man schon lange vor sich herschiebt, ohne sie zu ändern, fallen uns nun zusätzlich auf die Füße, z. B. dass manche Einkommen eh schon viel zu gering sind, z.B. von Kleinrentnern usw. Aber wir haben noch ein wenig Zeit zu überlegen, wie denen geholfen werden kann, die weniger haben als man selbst. Ich bin sicher, es wird von der Politik etwas kommen, ob es ausreicht, ist noch nicht raus. Und die Wohlfahrtsverbände werden um Spenden buhlen müssen. Dass diese Situation nun vor allem die trifft, die eh schon so knapp dran sind, das finde ich absolut schlimm. Aber nochmal – Panikmache, Hysterie und Voraussagen über die Suizidrate usw. – das wird uns im Moment nicht weiterbringen. Und weil ich das realistisch sehe, kann man mir weder fehlende Empathie noch fehlende Sensibilität unterstellen. Dagegen wehre ich mich. Was die zu niedrigen Einkommen angeht, da bin ich ganz Ihrer Meinung.

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12.08.2022

Das Thema hat zwei Aspekte - die Menge und der Preis.

Mit der aktuellen Einkaufsstrategie von Habeck/Müller mag zwar vielleicht die Menge reichen, es explodieren jedoch die Preise.

Und zwar in eine Größenordnung, die für viele Menschen (v.a. Familien) Arbeit nicht mehr wirklich rentabel macht.

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/heizkosten-gaspreise-hartz-iv-uebernahme-100.html

>> Heizkosten für Hartz-IV-Empfänger werden weiter übernommen <<

Die Folgen für "gemischte" Wohnanlagen wurden auch noch nicht diskutiert - wenn 40-50% des Verbrauchs über die Fläche läuft zahlen sie fleißig mit.

Natürlich steht nun unser sozialistisches Spektrum bereit um nach mehr Umverteilung zu rufen; nur davon wird die Arbeit auch nicht gemacht...

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12.08.2022

@Peter P
Der Link ist gut aber die Liste teilweise veraltet.
Ein Auszug aus den Updates des Links" Elektrizitätswerke Düsseldorf, Preisanstieg über 300%, Arbeitspreis von 6,43 Cent auf 27,30 Cent "- Auch hier hat sich der Preis der KWH um 4,5 fache erhöht. Bei Pirna ist es halt das 5-fache. Also es steht zwar dieser Versorger Pirna nicht in der Liste, aber 450% tauchen auch dort auf. Ich denke damit sind diese Zahlen doch belegbar.

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12.08.2022

Auf Verivox bekommt man für 21.000 kWh aktuell Angebote zwischen 500 und 600 Euro pro Monat. Das ist nicht billig, aber eben nur halb so viel, wie Anneliese S. behauptet hat. Und bei einem Verbrauch von 21.000 kWh sollte sich auch einiges einsparen lassen, ohne dass man gleich erfriert.

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12.08.2022

Ach Verivox. Ist das nicht ein Vergleichsportal? Bezog sich Frau S. nicht gerade auf ältere Personen, die sich im Internet nicht auskennen?

Jaja, einsparen... senkt das nun die Abschläge im Vorgriff oder nicht?

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12.08.2022

Ist ja richtig, was Sie sagen. Nach Ausübung der Kündigung wurde sogar ein noch günstigerer Tarif zum 1.10. als von Ihnen beschrieben, gefunden. Aber die Briefe mit den Erhöhungen Stadtwerke Pirna oder auch teleson Energie sind real. Die wollen ihre Kunden loswerden und es wird sicher keiner die Mondpreise bezahlen. Aber als Verbraucher bist du geschockt, vor allem die ältere Generation, wenn so ein Schreiben im Briefkasten liegt.
Abernochmal, die Briefe mit den Erhöhungen sind echt, übrigens genauso echt wie Ihre nicht so freundlichen Aussagen.

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12.08.2022

Stimmt.
Natürlich gibt es individuell Unterschiede.
Wir verbrauchen mit 3 Erwachsenen in einem 110 Jahre alten Reihenhaus im Schnitt noch 8.500 kWh/a Erdgas.
Zudem planen wir, mit einer Wärmepumpe und einem modernen Elektroherd das Erdgas überflüssig zu machen.

Wer 21.000 kWh/a verbraucht hat vermutlich viele Einsparmöglichkeiten.

Raimund Kamm

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12.08.2022

Maja, wer sich als Augsburger von Pirna versorgen lässt, ist dort über solch ein Portal gelandet und hat jahrelang von den extrem niedrigen Spotpreisen profitiert, statt sich vom Regionalversorger beliefern zu lassen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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12.08.2022

@ Maja S.
"Da geben Leute Empfehlungen ab und reden von Hysterie und Panikmache, die ganz bestimmt nicht durch die Gaspreiserhöhung finanziell ans Limit kommen. Stimmt's?"
Sehr geehrte Frau S.
Auch ich bin kein Krösus und auch mich bringen hohe Gaspreise ans Limit, aber ich werde die allgemeine Panikmache hier nicht mittragen. Mir zu unterstellen, ich sei unsensibel und nicht emphatisch genug, steht Ihnen nicht zu.

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12.08.2022

Sehr geehrte Frau Reichenauer - ich teile Ihre Ansichten meist, ich würde sagen 75% Ihrer Beiträge kann ich vollkommen zustimmen. Ich schätze auch sehr, dass Sie Ihre Ansichten (schlüssig) begründen.

In diesem Artikel geht es ja an sich gar nicht um die private Panik, die Menschen empfinden mögen, die die Gaspreiserhöhung empfindlich treffen bis sie in ihrer Existenz bedrohen wird.

Dass man sich nicht einer Panikmache ergeben will, dass uns im Winter das Gas ausgehen könnte, ist die eine Sache und da stimme ich durchaus zu.

Wenn aber jemand aus seiner eigenen finanziellen Situation heraus, Panik verspürt und vllt. nicht mehr weiß, wie er das stemmen soll, dann empfinde ich eine Reaktion wie die Ihrige und die von Herrn L., der sich sogar noch dazu versteigt von einer evtl Volksverhetzung zu sprechen, obwohl es doch ganz offensichtlich nicht um die Versorgungslage sondern die persönliche finanzielle Lage mancher Menschen ging, als sehr wenig einfühlsam.

Und das zu konstatieren, steht mir durchaus zu, Frau Reichenauer.

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12.08.2022

Wie viel Gas verbraucht ein Haushalt im Jahr? Ein 1-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr ungefähr 4.000 bis 8.000 kWh Gas, ein 2-Personen-Haushalt rund 8.000 bis 12.000 kWh und ein 4-Personen-Haushalt 12.000 bis 18.000 kWh. Im Einfamilienhaus liegt der Gasverbrauch je nach Wohnfläche bei 20.000 bis 40.000 kWh. https://www.bosch-thermotechnology.com/de/de/wohngebaeude/wissen/heizungsratgeber/gasheizung/gasverbrauch/#null

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12.08.2022

Es gibt Leute, die ganz gezielt Falschmeldungen und übertriebene Zahlen verbreiten, um die Stimmung aufzuheizen oder gar Panik auszulösen. Die Rechtsparteien nutzen diese Krise, um ihr politisches Süppchen zu kochen. Gleichzeitig hofieren sie Putin und lassen sich von ihm finanzieren.

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12.08.2022

Gehört Frau Anneliese S. zu ihnen? Dann ist mir das bislang nicht aufgefallen.

Ich habe ihren Beitrag als evtl. nicht ganz präzise aber durchaus ernsthafte persönliche Bedrohungslage aufgefasst.

Wer 200 oder 300 Euro im Monat für seinen Lebensunterhalt zur Verfügung hat, mithilfe von Tafeln einigermaßen über die Runden kommt und nun 200 oder 300 Euro mehr für Gas ausgeben soll, dem dürfte einigermaßen verständlicherweise der Allwerteste auf Grundeis gehen.

Daran könnte man denken, bevor man gleich in den Kampf gegen rechts einsteigt.

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12.08.2022

Panik ist nicht angebracht, wenn dein Gasversorger den mtl Abschlag von 165 Euro auf 1044 Euro zum 01.10. anpasst.Da sind nicht nur Unternehmen dem Untergang geweiht, sondern auch viele Privatpersonen. Gerade ältere Personen, die sich PC und Internet nicht auskennen, stehen vor dem Abgrund. Die Zahl der Suizide wird neue Höchststände erreichen.

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12.08.2022

Wenn Sie solche Horrormeldungen verbreiten, sollten Sie die Verbrauchsmenge in kWh angeben und den Versorger. Dann kann man das seriös nachrechnen. Ansonsten kann man es tatsächlich als Panikmache oder vielleicht sogar als Volksverhetzung einordnen.

Leute, die sich nicht mit PC und Internet auskennen, sind beim regionalen Versorger Kunde und der arbeitet seriös.

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12.08.2022

Kann man es noch dramatischer machen? Gerade ältere Menschen können mit Krisenzeiten vielleicht besser umgehen als das verwöhnte Jungvolk. Also bevor ich mich umbringe, ziehe ich mir eine dicke Jacke an. Abgrund sieht anders aus.

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12.08.2022

Danke Wolfgang L und Maria Reichenauer, dass Sie solchen Hysterieaussagen widersprechen!

Raimund Kamm

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12.08.2022

Da geben Leute Empfehlungen ab und reden von Hysterie und Panikmache, die ganz bestimmt nicht durch die Gaspreiserhöhung finanziell ans Limit kommen. Stimmt's?

Herr Kamm: Sie finden Volksverhetzung tatsächlich einen passenden Vorwurf für eine (vermutete) Übertreibung?

Korrigieren Sie mich gerne, wenn ich falsch liege: Egal, wieviel ich im kommenden Winter verbrauchen werde, muss ich doch zuerst einmal die angepassten Abschläge nach dem alten Verbrauch bezahlen, oder? Und wenn jemand (gerade von den Älteren, die angeblich so gut mit Krisenzeiten umgehen können) eh schon zur Tafel muss, um über die Runden zu kommen - wir hatten das neulich mal - dem kann so eine Erhöhung vllt. schon endgültig das Genick brechen - finanziell.

Ich weiß gar nicht wie unsensibel und unempathisch man sein kann in seiner politischen Agenda.

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12.08.2022

Stadtwerke Pirna bei einem Verbrauch von knapp 21.000
Neuer Preis pro kwh brutto 38,08 bisher 8,45
Neuer Jahresgrundpreis 119.- statt bisher 71,40

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12.08.2022

Also beleidigen lassen muss ich mich nicht.Die Zahlen sind richtig Das Sonderkündigungsrecht zum 30.09.22 wurde ausgeübt und ab dem 1.10 besteht ein deutlich günstiger Vertrag bei einem regionalen Versorger.
Übrigens hat auch bspw die Teleson Energie Ihre Tarife von 5,10 auch auf 26,9 gewaltig angehoben. Und dieser Versorger ist nicht gerade klein. Diese Mondpreise wird hoffentlich niemand bezahlen, aber es ist real. Also kündigen und woanderst hin.
Aber bitte nicht beleidigen.

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12.08.2022

>> Egal, wieviel ich im kommenden Winter verbrauchen werde, muss ich doch zuerst einmal die angepassten Abschläge nach dem alten Verbrauch bezahlen, oder? <<

Das dürfte eine Vielzahl von neuen vertragsrechtlichen Fragestellungen aufwerfen...

Bisher war das kaum relevant; man wurde sich schon einig.

In den neuen Größenordnungen wird man m.E. ein Einsparziel von 20% unterstellen dürfen; am Ende wird man jeden einzelnen Vertrag incl. AGB genau ansehen müssen

Ist natürlich extrem unüberichtlich gerade; in Einzelfällen sind jedoch Vervielfachungen möglich.

https://1-gasvergleich.com/gaspreiserhoehung/

Der hier genannte Wert Pirna scheint mir nicht belegbar zu sein.

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12.08.2022

Christina, was verstehen Sie an der Formulierung "zwei bis drei kalte Wintermonate" nicht? Für zwei Monate reicht es immer, für drei bei reduziertem Verbrauchsverhalten. Und "kalt" ist jedes Jahr etwas anderes. Dazu kommt, dass der Anteil Russlands an den laufenden Lieferungen bereits drastisch reduziert wurde und weiter reduziert wird.
Unsere Regierung agiert sehr transparent, was die Versorgung mit Gas angeht, aber ich bin sicher, dass Habeck noch was in der Hinterhand hat. Die Russen müssen ja nicht alles wissen. :)

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12.08.2022

Ich verstehs glaub wirklich nicht? Weil wenn im Winter durch reduziertes Verbrauchsverhalten so viel eingespart werden soll, dass der Speicher mit 25% des Jahresbedarfs 3 Monate lang reicht, darf milchmädchengerechnet pro Wintermonat nicht mehr verbraucht werden als pro Sommermonat. Also darf garnicht geheizt werden! Das schaffen wir aber nicht, also reicht der Speicher nie 3 Monate! Dann darf man uns auch nicht mit "2 bis 3 Monate" anlügen und falsche Hoffnungen machen.

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11.08.2022

Bundesnetzagentur das neue RKI.

Klaus Müller der neue Christian Drosten.

Die neuen "Unsolidarischen" werden noch gesucht bzw. werden bald gefunden.

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11.08.2022

Gemeint waren natürlich nicht Winter, sondern Wintermonate, denn sonst hätten wir ja nie ein Problem gehabt.
Aber auch so bin ich angesichts der aktuellen Füllgeschwindigkeit recht optimistisch, dass wir halbwegs gut durch den Winter kommen. :)

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11.08.2022

Christina M., was wollen Sie mit Ihrem verschwörungstheoretischem Unterton eigentlich sagen?
Die deutschen Gasspeicher sind die größten Europas und reichen je nach Füllstand alleine zwei bis drei kalte Winter, um unser Land zu versorgen. Wenn wir sparen, entsprechend länger.
Nicht ohne Grund hat Putin versucht, die von Gazprom kontrollierten Speicher leer laufen zu lassen. All diese Informationen sind innerhalb von wenigen Minuten im Netz zu finden - wenn man das will.

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11.08.2022

>> und reichen je nach Füllstand alleine zwei bis drei kalte Winter, um unser Land zu versorgen. <<

Herr L. unterlassen Sie bitte Fake-News !!

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/erdgasspeicher-fuellstand-101.html

>> In Deutschland wird jährlich Erdgas mit einem Energiegehalt von rund 1000 Terawattstunden verbraucht. Laut Branchenverband INES können die Speicher insgesamt Gas mit einem Energiegehalt von maximal rund 256 Terawattstunden gespeichert werden. "Dieses Speichervolumen alleine kann Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen", so die Bundesregierung. <<

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11.08.2022

Danke Peter P. für den Link ""Dieses Speichervolumen alleine kann Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen", so die Bundesregierung."

Ich finde, das beweist doch, dass die Bundesregierung uns anlügt? Weil für drei kalte Wintermonate können die Speicher niemals reichen. Die Speicher speichern 25,6% des Jahresbedarfs. Drei Monate sind aber schon 25% des Jahres! Das würde bedeuten, dass in kalten Wintermonaten nicht mehr Gas verbraucht wird als in heißen Sommermonaten. Oder hab ich jetzt einen Denkfehler drinnen? Ich glaub denen nichts mehr.

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12.08.2022

@CM: ein Denkfehler nach dem anderen. Vielleicht sollte man mal überlegen, daß während des Verbrauchs auch immer neues Gas hinzu fliest... . Hysterie war schon immer ein schlechter Begleiter. Obwohl ich Gasverbraucher bin fühle ich mich pudelwohl... .

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12.08.2022

.
"... unterlassen Sie bitte Fake-News !!", so Peter P.

Warum denn gleich so giftig?

Bei gutem Willen hätte man ja zurückfragen können
(denn zwei oder drei Winter konnten ja nicht wirklich
gemeint sein, wie ich mir gleich dachte)

Aber das ist eine Frage der Mentalität ........
.

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12.08.2022

Christina, Wolfgang B. hat völlig recht. Vor Kriegsbeginn haben wir lediglich 45% des Gases nicht aus Russland bezogen. Ende des Jahres werden es 70% sein. Auch wenn Putin gar kein Gas mehr liefert, werden uns die 70% plus die Gasspeicher, wenn sie zu 90 % gefüllt sind, mehr oder weniger ausreichen.
Putin wird das aber vermutlich gar nicht machen, da auch dieser Irre noch an die Zukunft denkt und Vertragsstrafen fürchtet.

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11.08.2022

Panik ist immer ein schlechter Ratgeber. Wichtig wäre, bereits jetzt ohne Zwang soviel Gas wie möglich einzusparen, damit sich die Speicher füllen. Jetzt fällt es uns leichter als im Winter, auf das eine oder andere zu verzichten. Ob Thermen wie z. B. das Titania in Neusäß noch zeitgemäß sind.

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11.08.2022

Aktuell werden jeden Tag 0,5 bis 0,6% eingespeichert. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, schaffen wir bis Anfang Oktober einen Füllstand von über 90%. Das wäre hervorragend.

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11.08.2022

Mich würde ja viel mehr interessieren, wieviel im Winter jeden Tag ausgespeichert wird? Weil wenn das zum Beispiel 5% sind, dann reichen die Gasspeicher nichtmal 3 Wochen. Aber das sagen sie uns nicht.

Permalink
11.08.2022

>> Ob Thermen wie z. B. das Titania in Neusäß noch zeitgemäß sind. <<

Gute Idee, in Kabul gibt es auch keine Thermen.

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11.08.2022

>> Die Bundesnetzagentur hat schon mit dem Beginn der Energiekrise begonnen, Transparenz herzustellen und die Grundsätze der Gasverteilung zu veröffentlichen. <<

Das verlinkte Dokument ist vom 30.3.2022 - dort gibt es nur allgemeine Aussagen ohne konkrete juristische Bindung.

>> „dass Deutschland ohne russisches Gas durch den Winter kommen kann“. Im Fall eines Komplettausfalls russischer Lieferungen müsste Deutschland seinen Verbrauch bis zum Ende der Heizperiode im April 2023 um etwa ein Viertel oder 210 Terawattstunden reduzieren. Laut Bundesnetzagentur ist der Verbrauch im Vorjahresvergleich bereits um 15 Prozent zurückgegangen. <<

Die 15% kommen zu einem großen Teil aus extrem milder Witterung 2022.
25% sind im normalen Winter nur mit massiven Einschränkungen erreichbar.

>> Panik ist in der Gaskrise nicht angebracht <<

Menge ist die eine Seite - der Preis die andere. Und diese Preise versetzen aktuell viele Menschen zu recht in Unruhe. Es ist ein rhetorischer Trick hier "Panik" zu verneinen - es wird dabei aber ein valides Problem versteckt!

Es gibt ja von der Bundesnetzagentur auch neuere Dokumente, die einen solchen Artikel nicht begründen:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/aktuelle_gasversorgung/HintergrundFAQ/FAQ_Szenarien.pdf?__blob=publicationFile&v=4

>>
Szenarien in der Variante Nord Stream 1 bei 0% Leistung:
...
• Ohne diese Gegenmaßnahmen entstehen erhebliche Gasmangellagen (bis zu 1/3 des jährlichen Verbrauchs), je nach Szenario schon ab 11/22
<<

Ohne die 20% die uns Putin freundlicherweise noch über NS1 schickt, wird "Panik" noch das geringste Problem sein.

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12.08.2022

"Ohne die 20% die uns Putin freundlicherweise noch über NS1 schickt, wird "Panik" noch das geringste Problem sein."

Na Peter P. sollen wieder mal die alten unsicheren AKW's schmackhaft gemacht werden?

"Gute Idee, in Kabul gibt es auch keine Thermen."
Ihre Argumente werden wohl auch nicht mehr besser.

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