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Hoher Krankenstand
13.11.2023

Die Deutschen sind immer häufiger krank – das belastet die Wirtschaft

Der Krankenstand in Deutschland ist anhaltend hoch, das hat Folgen für Wirtschaft und Betriebe.
Foto: Jens Büttner, dpa (Symbolbild)

Plus Der Krankenstand ist alarmierend hoch. Für die Betriebe bedeutet das neben dem Fachkräftemangel eine weitere Herausforderung.

Die Deutschen sind immer häufiger krank. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Krankenkasse DAK. Vor allem im Sommer waren deutschlandweit mit etwa fünf Prozent – das entspricht etwa fünf Fehltagen pro Arbeitskraft – ungewöhnlich viele Arbeitnehmende krankgemeldet. Zum Vergleich: In den Jahren 1998 und 2019 sind in diesem Zeitraum etwa 3,6 Prozent der Arbeitnehmenden ausgefallen. Eine ungewöhnliche Entwicklung, da es keine Sommergrippewelle gab. Laut DAK stiegen besonders die Muskel- und Skelett-Erkrankungen, wie etwa Rückenschmerzen oder Gelenkbeschwerden, sowie die psychischen Diagnosen kräftig an. Auch in Bayern fiel im dritten Quartal jede Arbeitskraft durchschnittlich vier Tage aus. Der Krankenstand lag hier bei 4,4 Prozent.

Eine DAK-Fehlzeitanalyse hat ergeben, dass ein Viertel mehr Fehltage als im gleichen Zeitraum 2022 durch Depressionen oder Angststörungen verursacht wurden. "Die Nachwirkungen der Pandemie, die Unsicherheit in Deutschland durch die vielen Krisen in der Welt: Das alles belastet die Psyche der Menschen zunehmend", erläuterte DAK-Landeschefin Sophie Schwab. Bei den psychischen Erkrankungen war der Arbeitsausfall in Bayern zuletzt um mehr als 23 Prozent hochgegangen, dementsprechend fehlte jeder Beschäftigte im Schnitt 0,75 Tage. Bei den Muskel- und Skelett-Erkrankungen betrug der Anstieg fast 27 Prozent. Hier gab es mit 0,9 Fehltagen pro Arbeitnehmer insgesamt auch den größten Arbeitsausfall.

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