König Charles III. erteilte bei seinem Staatsbesuch in Washington eine Lehrstunde in Trump-Diplomatie. Der britische Monarch warb für die Nato, betonte den Klimaschutz und setzte sich für die zuletzt strapazierte „Special Relationship“ zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich ein.
Im Jubiläumsjahr der Unabhängigkeit von der britischen Krone erinnerte ausgerechnet der Nachfahre des als „Mad King“ bekannten George III. die Amerikaner an all das, was ihr Land einmal großartig gemacht hat: Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit.
Die ganze Absurdität dieses Staatsbesuchs verdichtete sich in einem Post des Weißen Hauses
Charles tat dies mit feinstem britischen Humor. Der traf am Hofe des Möchtegern-Königs erkennbar auf Unverständnis. Ebenso dürften Donald Trump die subtilen Rüffel des Königs entgangen sein. Stattdessen freute sich der Präsident wie ein Kind unter dem Weihnachtsbaum über das Gastgeschenk einer goldenen Glocke, in die sein Name eingraviert war.
Die ganze Absurdität dieses Staatsbesuchs verdichtete sich in einem Post des Weißen Hauses, der allen Ernstes mit den Worten „Two Kings“ – zwei Könige – und einem Kronen-Emoji überschrieben war. Spätestens da war klar, dass bei Trump nichts von Charles’ Botschaft angekommen war.
Der „Mad King“ residiert nun im Weißen Haus. Auch wenn er nur ein Fake-König ist.
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