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ChatGPT und Regulierung: Vorsicht vor KI-Propheten!

Kommentar Von Lena Jakat
02.12.2023

ChatGPT-Erfinder Sam Altman ist der Messias einer schier allmächtigen Technologie. Ob diese mal Glück oder Vernichtung bringen wird, weiß niemand. Doch es gibt in der Gegenwart genug Probleme.

Es gehört zu den Paradoxien unserer Zeit, dass das kollektive Wissen der Menschheit ständig wächst, die Sehnsucht nach Propheten dadurch aber nicht abnimmt. Moderne Heilsversprecher gibt es genug, und bei jedem Einzelnen ist Skepsis angebracht. Solche messianischen Typen finden sich in der Politik, aber auch in der Wirtschaft und in erstaunlicher Anzahl dort, wo sich alles um die Erweiterung des Wissens, um die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien dreht – im Silicon Valley. Um nur die bekanntesten zu nennen: Steve Jobs (Apple), Elon Musk (Tesla, Space X) – und: Sam Altman. Der Erfinder von ChatGPT ist dort der derzeit angesagteste Prophet. Sein Rauswurf und seine anschließende Rückkehr zur ChatGPT-Firma Open AI wird von vielen als Richtungsstreit gedeutet, der weit über diese eine Firma hinausstrahlt. Was hat Vorrang: bedingungsloser technologischen Fortschritt oder Vorsicht in der Weiterentwicklung? Gewinnstreben oder Dienst an der Gesellschaft? 

Hinter dieser Lesart steht oft die Annahme, nein, der Glaube, die KI-Revolution laufe schon auf ihren Endpunkt zu: ein übermächtiges Programm, eine sogenannte allgemeine künstliche Intelligenz. Belastbare Hinweise auf das zeitnahe Eintreten dieses Zustands gibt es derzeit keine. Es ist eine Glaubensfrage, man könnte auch sagen: Science-Fiction. Wer glaubt, und das tun viele, sieht Sam Altman je nach Konfession als Prophet einer Zukunft, in der KI Wohlstand schafft und Krankheiten heilt, oder als Unheilsbringer, durch den die Herrschaft der Maschinen über die Welt kommt. Die politische Schlussfolgerung: Im ersten Fall sollte man ihn keinesfalls durch Gesetze in seinem Fortschrittsschaffen bremsen, im zweiten Fall sind enge regulatorische Grenzen zwingend. 

Altman: Prophet oder Mahner?

Altman selbst hat sich schon in beiden Rollen versucht, in der des Fortschrittsapostels und der des Mahners. So forderte er im Sommer ein internationales KI-Aufsichtsgremium nach Vorbild der Atomenergiebehörde, um nur ein paar Tage später gegen das geplante KI-Gesetz der EU zu poltern. Daran zeigt sich: Die vermeintlich unverrückbaren Glaubenssätze des Tech-Evangeliums sind oft PR, flexibel anpassbar und lenken davon ab, worum es eigentlich geht: um wirtschaftliche Interessen, um Geld, sehr viel Geld.

Grundsatzdebatten über düstere oder rosigere Zukünfte zu führen, die uns ChatGPT und Co. bescheren könnten, macht Spaß, doch sie lenken ab von der Gegenwart. In dieser Gegenwart ist Sam Altman ein Geschäftsführer und Open AI ein Unternehmen mit Milliardenbewertung, aber (noch) ohne nachhaltige Umsätze. Und in dieser Gegenwart gibt es einiges zu regeln. Wie die Urheberrechte von Künstlern und Autorinnen geschützt werden können. Wer an Podcasts verdient, die mit geklonten Stimmen produziert werden und wer haftet, wenn falsche KI-generierte Börsennachrichten Aktienkurse lenken. Wie KI so eingesetzt werden kann, dass sie nicht diskriminiert. New York zum Beispiel hat gerade ein Gesetz auf den Weg gebracht, das den Einsatz von KI im Personalwesen reguliert. Da geht es um Zulassungsverfahren und Kennzeichnungspflichten für den Einsatz von Software. Nicht um Science-Fiction.

EU ringt um eine Verordnung zur künstlichen Intelligenz

Die EU ringt derzeit um die erwähnte KI-Verordnung. Eigentlich soll sie noch 2023 beschlossen werden, doch aktuell streiten Bundesregierung, spanische Ratspräsidentschaft und Parlament darüber, wie streng Anbieter von Basis-technologien wie Open AI reguliert werden sollen. Auch hier werden immer wieder die vermeintlichen Grundsatzfragen herangezogen. Statt auf theoretische Zukünfte sollte sich die Politik auf die faktischen Herausforderungen der Gegenwart konzentrieren und sich weder von Heilsversprechern noch von Apokalyptikern verführen lassen. 

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