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Kommentar
08.11.2022

Das 49-Euro-Ticket wird zum ungeplanten Koalitionskind für den Klimaschutz

Umsteigen vom Auto in die Bahn: Was bringt das 49-Euro-Ticket?
Foto: Daniel Bockwoldt, dpa

Seit Jahrzehnten versucht die Politik den Treibhausgasausstoß im Verkehr zu senken. Dann kam die Krise und gebar das 49-Euro-Ticket. Es wird mehr bewirken als ein Tempolimit.

Auf den ersten Blick klingt es nach einer guten Nachricht, die Deutschland auf der Weltklimakonferenz verkünden könnte: Im großen Bereich Verkehr, der nur etwas weniger Treibhausgas produziert als Deutschlands gesamte Industrie, sank der deutsche Kohlendioxid-Ausstoß seit 1990 um zehn Prozent. Immerhin. Denn in ganz Europa blasen Autos und Laster über ein Viertel mehr Treibhausgase in die Atmosphäre. Schließlich wuchs auch die Wirtschaft seit dem Fall des Eisernen Vorhangs.

Auf den zweiten Blick aber zeigt sich, dass der deutsche Erfolg weniger an der Politik, sondern an einem Virus lag: Im Vor-Corona-Jahr 2019 war der CO2-Ausstoß auf Deutschlands Straßen noch exakt so hoch, wie er 1990 lag: 164 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Der deutsche Verkehr übertrifft damit die komplette Klimabilanz der Niederlande.

Video: dpa

Warum der CO2-Ausstoß im Verkehr kaum sinkt

Die Pandemie bremste den Verkehr auf den Straßen nicht nur mit teilweisen Lockdowns, sondern verschaffte vor allem dem Trend zum Homeoffice freie Bahn. Und nun gebar auch die Energiekrise eine Chance: das 49-Euro-Ticket.

Am Klimafaktor Verkehr mühen sich Politikverantwortliche seit Jahrzehnten ab, ohne dass unter dem Strich große Erfolge stehen. Zwar wurden die Autos und Lkws durch viele Gesetze sparsamer im Verbrauch. Dafür nahm der Straßenverkehr seit 1990 um fast ein Drittel zu. Noch dazu wurden die Autos schwerer, dicker und stärker motorisiert. Obendrein frisierten die Hersteller mit erlaubten und unerlaubten Tricks die CO2- Werte märchenhaft nach unten. Und die Wirtschaft verlagerte ihre Lagerhaltung unter dem schönen Etikett „Just in Time“ einfach in Lastzüge auf den Autobahnen. Der Lkw-Verkehr stieg seit der Wende um gewaltige 70 Prozent.

Das Deutschlandticket bewirkt mehr als ein Tempolimit

Verkehrsminister Volker Wissing musste sich lange böse Kritik anhören, weil sein Haus außer Milliardensubventionen für mehr E-Ladesäulen und Prognosen für künftige E-Autos kaum etwas vorzuweisen hatte, wie es das große Klimaziel bis 2030 erreichen will. Binnen knapp acht Jahren soll geschafft werden, was 30 Jahre nicht funktioniert hat: Den CO2-Ausstoß im Verkehr auf 85 Millionen Tonnen zu halbieren.

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So wundert es nicht, dass der FDP-Minister sich mächtig wie kein anderer in Zeug legte, um das „Deutschlandticket“ gegen viele Widerstände als Klimaretter aufs Gleis zu setzen. Für den Minister war das im Sommer improvisierte Neun-Euro-Ticket ein ungeplantes Geschenk, von dem keine Zeile im Koalitionsvertrag stand. Das Nachfolgemodell kann fürs Klima sogar deutlich mehr bewirken als das von Wissings FDP abgelehnte Tempolimit.

Wie der ländliche Raum vom Deutschlandticket profitieren kann

Das Deutschlandticket ist vom Preis sehr attraktiv für Menschen, die beruflich pendeln, vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Das Angebot erhöht den Druck auf die Politik, das Nahverkehrsangebot sowie „Park + Ride“-Möglichkeiten in ländlichen Regionen auszubauen. So lohnen sich Investitionen in den Schienenverkehr, ohne Furcht vor leeren Geisterzügen mangels Nachfrage. Vor allem besteht die Chance, den kaum zu durchschaubaren Tarifdschungel im öffentlichen Nahverkehr zu lichten.

Auch der Preis ist entgegen vieler Kritik alles andere als zu hoch. Das Neun-Euro-Ticket half nicht, Verkehr zu verlagern, sondern es erzeugte durch die riesige Nachfrage zusätzlichen Verkehr. Pendler ächzten auf vielen Strecken unter völlig überfüllten Zügen im Feierabendverkehr. Ein günstiges Angebot lockt zum Umstieg auf die Bahn, ein Ramschpreis nicht.

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