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Der Staat reagiert verblüffend schnell mit eigenen Energiesparmaßnahmen

Kommentar Von Stefan Lange
25.06.2022

Beim Energiesparen muss das ganze Land an einem Strang ziehen. Die Regierung geht schon mal mit gutem Beispiel voran.

Tatort Reichstagsgebäude am Freitag, es ist Sitzungswoche. Vor dem Bundestag parken die schwarzen Limousinen in langen Schlangen, sie sollen die Abgeordneten in Berlin von A nach B bringen. Nicht nur, dass dieser Weg von A nach B oft sehr kurz ist und er sich auch prima zu Fuß gehen ließe - die großen schweren Wagen laufen im Stand mit eingeschalteter Klimaanlage und verbrauchen unnötig Energie. Zumindest bis hierher hat es die Erkenntnis noch nicht geschafft, dass der Einmarsch der Russen in die Ukraine Fakten geschaffen hat, die weit über das Kriegsgebiet hinauswirken.

Die schnelle Einführung der Energiesparmaßnahmen kommt überraschend

Der Staat hat insgesamt allerdings, oft bekanntlich ein träges Wesen, auf die Energiekrise zumindest in einem Bereich verblüffend schnell reagiert. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und dem beängstigend niedrigen Füllstand der Gasspeicher in Deutschland wurden zehn Sofortmaßnahmen für effektive Einsparungen in den Bundesbehörden identifiziert. Das entsprechende Schreiben scheint es zwar noch nicht in allen Ministerien über den Posteingangsstempel hinaus geschafft zu haben. Aber der erste Schritt ist getan, einige Ressorts sind den Einspar-Weg sogar schon ein Stück weit gegangen.

Die Regierung schreitet also mit gutem Beispiel voran, sie macht selber und ordnet nicht nur an. Einige Bundesländer sind ebenfalls dabei, aktiv Energie einzusparen. Auch die Kommunen machen mit, heizen beispielsweise ihre Freibäder nicht mehr so stark auf. Kosten- und umweltbewusste Privathaushalte sind ohnehin schon dabei, Strom und Gas zu sparen.

Es wird noch etwas dauern, bis aus den ersten Ansätzen eine große Energiespar-Welle wird. Eine Bewegung, die auch jene mitreißt, die auf ihr komfortables Leben nicht verzichten wollen. Aber kommen wird sie, kommen muss sie. Am Ende könnte sie trotz aller Einschränkungen des Alltags sogar diebische Freude bereiten. Denn jede gesparte Energieeinheit ärgert im fernen Moskau den russischen Aggressor Wladimir Putin.

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