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Die Ostdeutschen sollten dankbarer sein

Kommentar Von Christian Grimm
07.07.2023

Im Osten wird viel zu wenig gewürdigt, mit welchen Summen der Westen den Wiederaufbau des maroden Landes finanziert hat. Doch das Geld ist auch ein Hauptgrund für die ostdeutsche Wut.

Die Summe ist im wahrsten Sinne des Wortes unvorstellbar. Der Westen hat die Deutsche Einheit mit 1,6 Billionen Euro bezahlt. Es ist eine Zahl mit 12 Nullen. Obwohl niemand so genau weiß, wie viel Geld in den abgewirtschafteten Osten geflossen ist. Die 1,6 Billionen sind eine Schätzung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages aus dem Jahr 2018. 

In den 1,6 Billionen enthalten sind Abermilliarden für die maroden ostdeutschen Straßen und Schienen, der Ausgleich des Treuhand-Defizits und der Auslandsschulden der DDR, und die Transfers in die Rentenkasse und die Arbeitslosenversicherung.

Westdeutsche und Ostdeutsche: Nutzen und Tücke des reichen Onkels

Die Ostdeutschen hatten einen wohlhabenden Sponsor, der ihnen den Weg in Demokratie und Kapitalismus materiell leichter machte. Der reiche Onkel hat also ein großes Dankeschön verdient, doch der lieben Verwandtschaft aus der abgeschafften DDR kommt es nicht über die Lippen. Die einstigen sozialistischen Brüder und Schwestern aus Polen und Tschechien hatten keinen reichen Onkel. Dementsprechend gibt es viel weniger breite Autobahnen und modern ausgestattete Krankenhäuser. Und die Renten sind auch nicht so üppig. 

Dennoch ist die Sehnsucht nach dem untergegangenen Sozialismus – die Ostalgie – viel schwächer ausgeprägt als in Ostdeutschland. Über drei Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit scheinen Ost und West paradoxerweise uneinig zu werden. Das hat auch viel mit dem reichen Onkel zu tun, der einerseits sein Portemonnaie weit aufmachte, aber von dem man auch abhängig war. Und er schickte seine Freunde und Bekannte in den Osten, um dort zu regieren, Recht zu sprechen, Behörden zu leiten und eine ganze Volkswirtschaft abzuwickeln. Die in den 90er Jahren erlittene Kränkung und die Furcht vor dem Abstieg machten viele Herzen bitter, so dass sie zu Dankbarkeit nicht mehr fähig waren. 

Heute feiert die DDR bei einer bedeutenden Minderheit der Ostdeutschen eine ostalgische Renaissance. In der zuletzt viel zitierten Leipziger Studie zu den politischen Einstellungen der Ostdeutschen sagten zwei Drittel, sie seien froh, dass sie die DDR noch erlebt hätten. Im ersten Moment klingt das wahnwitzig. Das SED-Regime hatte die eigenen Leute eingemauert, die Stasi verbreitete Angst, es gab keine Meinungs- und Pressefreiheit und die Wirtschaft litt Mangel. 

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Die Verklärung der DDR: Erinnern heißt Vergessen

Der in München lehrende Soziologe Armin Nassehi erklärt die Verklärung der DDR mit ihrer Funktion. Es ist die Projektionsfläche für die Unzufriedenheit mit dem Heute. Erinnern ist demnach vor allem Vergessen. Das funktioniert gerade, weil die DDR mittlerweile schon so lange Geschichte ist. Das Böse wird ausgeblendet. Was auf gesellschaftlicher Ebene passiert, kennt jeder aus dem eigenen, persönlichen Blick in den Rückspiegel. Die als ätzend empfundene Schulzeit wird mit den Jahren zur schönsten, ungezwungenen Zeit. 

Die Partei, die von der Verklärung der DDR am stärksten profitiert, ist die AfD. Dieses Bekenntnis zu einer Diktatur, die man einst selbst gestürzt hatte, ist nur eine unter mehreren Provokationen, um den überwiegend westdeutsch geprägten Eliten eins auszuwischen. Eine andere ist der Rechtsradikalismus, mit denen Unzufriedene in den 80er Jahren die SED herausforderten, die den Faschismus mit Stumpf und Stiel ausgerottet haben wollte. Ironischerweise ist die AfD eine Partei, die von Westdeutschen dominiert wird. 

Für die Landtagswahlen im nächsten Jahr in Brandenburg, Sachsen und Thüringen heißt das nichts Gutes. Der Alternative für Deutschland ist es gelungen, zuallererst eine Alternative für Ostdeutsche zu sein. Sie verkörpert das Gefühl des Protests. Dankbarkeit und Protest vertragen sich nicht.

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Die Diskussion ist geschlossen.

07.07.2023

Ist er mit den Gebrüdern verwandt? Er denkt zu kurz. Wer hat denn den Krieg verloren? Deutschland oder die DDR? Die Reparationen an die Sowjetunion hat aber die DDR allein gezahlt. Wir hatten keinen Marshallplan. Das warf uns um Jahrzehnte zurück. Die gebrauchten BL haben, sehr zeitverzögert, ihren Anteil beigetragen. Mit Zins und Zinseszins könnte das passen. Das jetzt eine ökologistische Regierung alles zunichte macht, war nicht abzusehen.

07.07.2023

Wie alt sind Sie Herr Grimm? Ich habe den Sozialismus 24 Jahre erlebt! Mit welcher Überheblichkeit und Arroganz treten Sie hier auf! Unglaublich

07.07.2023

Hallo Heike, ich hänge mich mal dran. Der eingereichte Kommentar scheint nicht zu gefallen. Herr Grimm, Nachkomme der Gebrüder?, denkt zu kurz. Deutschland und nicht die DDR hat den Krieg verloren. Die DDR allein hat aber die Reparationen für die Sowjetunion gezahlt. Wir hatten keinen Marshallplan. Das warf uns um Jahrzehnte zurück. Die gebrauchten BL haben, zeitversetzt, nun ihren Anteil an den Kosten übernommen. Mit Zins und Zinseszins ist das jetzt sicher ok.

07.07.2023

Es ist egal wer zu uns in den Westen kommt.. der Ossi, die Flüchtlinge, Zuwanderer usw.. allen geht es irgendwann schlecht.. und es wird geklagt, geschimpft; beleidigt, gefordert und bestimmt.. und alle wollen nur das beste.. aber nur für sich..!
Der Osten wartet immer noch auf blühende Landschaften, was das heißt weiß niemand.. ich weiß nur dass der Osten sehr gut aufgestellt ist.. Wenn man heute sieht wie viele Ostdeutsche immer noch gegen den Westen schimpfen.. fällt es mir sehr schwer positiv zu denken.. denn irgendwann ist der letzte Drops gelutscht und dann muss es gut sein. Es fehlt mir in dem ganzen Zusammenwachsen ein bisschen mehr Demut und Dankbarkeit.. Heute ist es normal... der gibt wird auch beschimpft.. zu wenig, passt nicht ..usw..! Würde das bei mir Zuhause passieren.. würde ich denjenigen sofort rausschmeißen.

07.07.2023

Dieser Kommentar ist schlichtweg nicht diskutabel.

07.07.2023

Der Kommentar ist ausgezeichnet!

Endlich werden einmal die wahren Gründe für das Aufleben der AfD sowie die schon lange schwelende DDR-Romatisierung unwiderlegbar aufgezeigt.

Es waren die osteuropäischen "Vasallenstaaten" der Sowjetunion, welche den im Zuge des stalinistischen Marsches von der Roten Armee aufgezwungenen Sozialismus schon von Anbeginn an ablehnten und jahrzehntelang bekämpften.

Es waren die in (Ost-)Deutschland schon damals unbeliebten Polen, die Ungarn und - ja, insbesondere auch- die von den Russen seit jeher wegen ihrer Freiheitsliebe verfolgten Ukrainer, welche dem sowjetischen Sozialismus das Bein stellten, über das dieser letzten und guten Endes stolperte!

Die DDRler waren in überwiegender Mehrheit im Sozialistischen Paktgefüge sehr moskau-treue und geradezu "vorbildliche" Sozialisten , die sich sogar als kommunistischer als die Sowjets fühlten.

Es ist eine traurige, schon länger bekannte Tatsache, daß eine durchaus ansehnliche Anzahl Deutscher (nationalen) Diktatoren sehr gewogen sind.
Und das erklärt auch die Unterstützung und Symphatie, die Putin - der russische Diktator - von vielen Deutschen bis heute erfährt!

07.07.2023

Sie wissen ja bescheid. Nikita und Leonid kamen beide aus der Ukraine.

07.07.2023

Besser als mit solchen Kommentaren von Herrn Grimm ist nicht zu erklären, warum die Menschen aus Neufünfland denen aus den „gebrauchten Ländern“ mehrheitlich mit Skepsis entgegen treten.

Man frage sich nur mal, was los wäre, würde man in dem Satz: „Der reiche Onkel hat also ein großes Dankeschön verdient, doch der lieben Verwandtschaft aus der abgeschafften DDR kommt es nicht über die Lippen.“ die Beschreibung „liebe Verwandtschaft aus der abgeschafften DDR“ durch „seit 2015 hinzugekommene Migranten“ ersetzen.

Der Rest ist schlechtes, von Unwissenheit geprägtes Geschwurbel. Herr Grimm sollte einfach mal nach Tschechien fahren, und dann seinen Satz „ Dementsprechend gibt es viel weniger breite Autobahnen“ überdenken.
Aber Polen und Tschechen sind dem Milieu, dem sich Herr Grimm anscheinend zugehörig fühlt, ebenso zuwider, wie es „Ossis“ sind. Man kennt sie nicht, hält aber seine eigene Vorstellung von denen für die Realität. Davon abgesehen ist Herr Grimm aber bestimmt gegen Rassismus oder Hetzte.

Und dann der Schwachsinn vom „Dieses Bekenntnis zu einer Diktatur, die man einst selbst gestürzt hatte, ist nur eine unter mehreren Provokationen“. Wenn dem so wäre, müssten ja die Zustimmungswerte der LINKEN aka SED durch die Decke gehen.

Und dann die „wissenschaftlichen Studien“
Ehrlich - ich hätte auch wie „zwei Drittel“ erklärt „froh“ zu sein „dass ich die DDR noch erlebt habe“. Nur so kann ich heute aus der Erfahrung zu sagen: „Nie wieder!“

Und nun das Wahlverhalten in Neufünfland auf die DDR-Sozialisierung zurück zu führen, ist an Albernheit schwer zu topen. Wieso dann in Frankreich, Schweiz, Italien, Skandinavien oder Österreich so viele Menschen rechtskonservativ wählen, kann man dann gar nicht mehr erklären.

In Summe ist dies eine der schauerlichsten “Meinungsäußerung” die ich jemals in der Augsburger zu lesen bekam



07.07.2023

Der reiche Onkel hatte den Marshallplan und musste keine Reparationen an die Sowjetunion zahlen.

07.07.2023

So schürt man - auch 34 Jahre nach der sog. Wende - noch üble Resentiments.
Übrigens, die Bürger im Westen haben solidarisch bezahlt - ja! Die Firmen und Konzerne haben prächtig verdient.
Verzeihung, aber ich finde den Kommentar geschmacklos.

07.07.2023

So schürt man weiterhin das Unbehagen und den Unterschied zwischen West und Ost. Allein schon die Überschrift des Kommentar finde ich sowas von Überheblich und deplatziert! Und solche Kommentare tragen eben dazu bei, dass sich viel Bürger der ehemaligen DDR vom "Westen" gegängelt und vorgeführt werden. Herr Grimm sollte mal lieber in die ehemalige DDR fahren und sich mit den Bürgern dort unterhalten. Die Mehrzahl ist froh, dass das ehemalige Regime abgeschafft wurde, allerdings die Behandlung der Bürger seitens einiger "Wessis" ist schon fragwürdig (siehe z.B. Grimm!). Den Wandel in der damaligen DDR haben die dortigen Bürger vollzogen und es war ein Selbstverständlichkeit , dass der Westen dann behilflich war, die Wiedervereinigung und Ihre Folgen zu finanzieren. Da braucht es kein Dankbarkeit der ehemaligen DDR Bürger.

07.07.2023

Die müssen, wenn es nicht geht, keine Dankbarkeit uns gegenüber zeigen, sondern sie müssen mal dankbar dafür sein dass es ihnen heute besser geht.. Und wir haben alle nicht mehr.. alle müssen Abstriche machen und das nicht wenig..

07.07.2023

Ich habe beruflich sehr viele ehemalige Bürger der DDR, auch ältere, teils in vielen und langen, tiefgehenden Gesprächen persönlich kennengelernt.
Das ist für mich die mit Abstand überheblichste und gleichzeitig ahnungsloseste Analyse, die ich jeh über über die Bürger der neuen Bundesländer gelesen habe, eben aus Sicht des jovialen "reichen Onkels" aus dem Westen, der sich als "Besserwessi" wähnt.
Dafür schäme ich mich als gebürtiger Westdeutscher fast fremd.

07.07.2023

Man stelle sich vor diese Unsummen wären in Westdeutschland investiert worden... Was wäre alles möglichvgewesen.

07.07.2023

"Dieses Bekenntnis zu einer Diktatur, die man einst selbst gestürzt hatte, ist nur eine unter mehreren Provokationen, um den überwiegend westdeutsch geprägten Eliten eins auszuwischen. "
.
Selten so einen Unsinn gelesen. Man merkt, dass Herr Grimm mittlerweile Berlin- Korrespondent ist.............................