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Dieses Weihnachten sollte ein Fest der Verantwortung werden

Kommentar Von Bernhard Junginger
21.12.2021

Corona breitet sich weiter aus und nimmt keine Rücksicht auf die Feiertage. Daher ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst Verantwortung übernehmen.

„Driving Home for Christmas“, dudelt es jetzt wieder im Radio: An Weihnachten, da wird heimgefahren zur Familie, da kommen alle zusammen, die sonst weit entfernt voneinander leben. In Zeiten der Corona-Pandemie, erst recht wenn besonders infektiöse Erreger-Stränge wie Omikron sich gerade explosionsartig verbreiten, kann das höchst gefährlich werden. Denn in der gut geheizten Stube, auf dem Sofa vor dem Christbaum, kann das Virus besonders leicht von einem Gast zum anderen springen. Selbst Geimpfte sind nicht sicher vor einer Ansteckung, wenn auch besser geschützt vor einem schweren Krankheitsverlauf.

Es ist an den Bürgerinnen und Bürgern selbst, Verantwortung zu übernehmen

Wie also diese Weihnachten verbringen, fragen sich unzählige Menschen in diesen Tagen? Den lange geplanten Besuch absagen, den Kindern eröffnen, dass sie die Großeltern jetzt doch nicht sehen können? Die Suche nach Antworten gestaltete sich zuletzt schwierig zwischen knallharten Lockdown-Forderungen aus den Reihen der Mediziner und dem Versprechen mancher Volksvertreter, an Weihnachten sei praktisch alles erlaubt. Aus den zuletzt so widersprüchlichen Signalen, die Politik und Wissenschaft zuletzt in Sachen Weihnachten an das zermürbte und verunsicherte Volk sandten, lässt sich immerhin zweierlei herausfiltern.

Einerseits braucht der Mensch gerade in schweren Zeiten wie diesen Nestwärme und Feste, die Hoffnung spenden. Andererseits dürfen dadurch natürlich nicht die Mitmenschen gefährdet werden. So ist es an den Bürgerinnen und Bürgern selbst, Verantwortung zu übernehmen. Das heißt: Möglichst einige Tage vor den weihnachtlichen Familientreffen alle Kontakte so weit zu reduzieren wie möglich. Ist anschließend der Corona-Test negativ und werden alle geltenden Infektionsschutz-Regeln eingehalten, stellt eine Weihnachtsfeier im ganz kleinen Kreis dann kein zu großes Risiko mehr dar. Dass die große Silvesterparty in diesem Jahr besser ausfallen sollte, ist ohnehin klar.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.12.2021

Viele in der Bevölkerung sind der Verantwortung bewusst, man sieht es auch bei Impfungen. Ich verstehe überhaupt nicht, warum die Minderheit und Ihr Gebrülle nicht unterbunden wird, kann ich nicht mehr nach voll ziehen. Freiheit ist zwar ein hohes Gut, aber in diesen Fall haben auch viele geimpfte keine Freiheit mehr. Es wurde im Wahlkampf viel Versprochen, was aber das Virus überhaupt nicht Interessiert hat, im Gegenteil hat viel Angriffsfläche bekommen und viele nicht geimpfte muss das Krankenhauspersonal versorgen und immer noch kein bisschen Freizeit, wo ist hier noch ein Solidarisches verhalten? Was für Menschen mittlerweile unter uns sind, führt uns das Virus vor. Was für eine Schande!!!!!

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22.12.2021

Das diese Leute sich artikulieren dürfen, nennt sich Meinungsfreihheit. Die gilt auch in unsere "Impfdiktatur". Das nicht wenige von denen ganz andere Interessen haben und unsere freiheitlich demokratische Grundordnung mit Wörtern wie Diktatur verunglimpft wollen dürfte mittlerweile klar sein. Diese Verfassungsfeinde nutzen die Naivität vieler Impfskeptiker für ihre Zwecke. Dabei sollte einem eigentlich klar sein, dass es mit denen keine Meinungsfreiheit geben würde sondern nur eine demokratische Volksrepublik mit vorgegebener Meinung. Abweichler sind dann nur Volksfeinde die vor Volksgerichten gestellt werden.
Gerade dass eine Minderheit demonstrieren darf, zeigt dass bei uns Meinungsfreiheit herrscht. Und gegen eine Impfpflicht zu sein, ist das Recht jeden Bürgers. So unvernünftig das auch sein mag.

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22.12.2021

Warum spricht man der Bevölkerung immer ab, Verantwortung zu übernehmen? Warum muss man jetzt auffordern, über die Feiertage Verantwortung für sich und andere zu übernehmen? Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist verantwortungsbewusst und versucht, so gut wie möglich zu verhindern, dass man sich selbst oder andere infiziert. Leider wird in den Medien der Teil der Bevölkerung groß herausgehoben, welche sich gegen die Verordnungen und Vorschriften stellt und dies teils gewalttätig versucht, durchzusetzen. Allerdings muss man auch verstehen, dass immer mehr Verbote und teils unsinnige und sich widersprechende Anordnungen (Virologen sind sich uneins, Gaststätten müssen schließen, Fußballspiele mit unzähligen Zuschauern, usw.) den Unmut in der Bevölkerung anheizen und die Glaubwürdigkeit solcher Maßnahmen herabsetzen. Hier wird die Verantwortung des Einzelnen in Frage gestellt, größtenteils verneint und soll mit Verboten und Strafen geregelt werden. Das kann und wird auf Dauer nicht gutgehen.

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22.12.2021

Danke, Bernhard Junginger. Füge hinzu : Was wollen wir machen, wenn wir Geimpfte, Vernünftige von den Ungeimpften, teils randalie-
renden Gewaltbereiten, Irrlichternden, Querdenkenden auf der Straße vorgeführt werden, so als seien die Geimpften die Verrückten ?
Es sind die Rechtsradikalen von der AfD, aber auch so mancher Politiker von der FDP wie Kubicki, der hinter jeder Maßnahme des Staates immer gleich einen Rechtsbruch sieht und sogar das Verfassungsgericht bemüht hat ( ohne Erfolg ). Auffallend ist auch,
dass nicht nur Spahn, sondern auch der neue Justizminister der FDP schon im Herbst die epidemische Lage für beendet erklärt hat. Wie lange lässt Lindner diesem Kubicki dessen aufmütziges Querulantentum noch durchgehen ? Wurde er auch deshalb nicht als Minister in die neue Regierung berufen?

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22.12.2021

Herr D -


haben Sie in Vergangenheit - den letzte ein-dreiviertel Jahren nicht gesehen :

wer etwa in der S-Bahn oder beim Einkaufen das Maskentragen teils aggressiv verweigert ,

sich trotz Kontaktbeschränkung doch in Gruppen aufhielt , sich zu "privaten Feiern" verabredete ( weil Discos zu haben)

oder gar - etwa in Augsburg in der Maximilian-Straße oder in Frankfurt auf dem Opernplatz oder in Berlin- mit Flaschen auf Polizisten ( welche die Kontaktbeschränkungen durchzusetzen hatten) warf und Vollig enthemmt andalierte ?

Das waren gewiß nicht nur AfD-Anhänger und sogenannte "Rechte" !

Da waren dann schon auch noch ganz andere (!) Bevölkerungsteile beteiligt - mit völlig anderen politischen oder gesellschaftlichen oder sonstigen (!) Zugehörigkeiten !

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22.12.2021

@Maria T.
Sie haben vermutlich auch nichts gesehen. Wie die Statistiken aus den AfD Hochburgen Sachsen und Thüringen. Die zu Leichenhallen umfunktionieren Lager, die Verlegungsflüge von Intensivpatienten und auch die offene Unterstützung der AfD für Querdenker. Mit Einladungen in den Bundestag um dort andere Abgeordnete anzugehen.
Abgesehen von Fackelzügen und Morddrohungen gegen Politiker,

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