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EKD-Synode: Evangelische Kirche ringt weiter um Position zu Waffenlieferungen

Kommentar Von Daniel Wirsching
09.11.2022

Seitdem Wladimir Putin die Ukraine mit einem brutalen Angriffskrieg auslöschen will, wird in der evangelischen Kirche über Krieg und Frieden diskutiert.

Es sind vor allem zwei Erkenntnisse, die die an diesem Mittwoch in Magdeburg zu Ende gegangene "3. Tagung der 13. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)" erbrachte und die wohl vorerst bleiben werden: Noch immer ringen die evangelische Kirche und ihr Kirchenparlament um eine konkrete Haltung zum Ukraine-Krieg und zu Waffenlieferungen. Und noch immer vermag es die vor einem Jahr zur Ratsvorsitzenden gewählte Annette Kurschus nicht, in einer breiteren Öffentlichkeit durchzudringen.

Letzteres zeichnete sich ab. Kurschus ist von ihrer Persönlichkeit und von ihren Schwerpunktsetzungen her anders als ihr Vorgänger Heinrich Bedford-Strohm, und das ist per se nichts Negatives. Nur: Eine wahrnehmbarere "evangelische" Stimme in diesen unsicheren und höchst polarisierten Zeiten wäre eben gleichsam wünschenswert in den großen gesellschaftlichen Debatten. Dabei ist es beileibe nicht so, dass die brillante Predigerin Kurschus nichts sagen würde oder nichts zu sagen hätte. Im Gegenteil. Allerdings sind andere Stimmen präsenter und debattenprägend.

EKD-"Friedensbeauftragter" lehnt deutsche Waffenlieferungen ab

Zum Beispiel die des EKD-"Friedensbeauftragten" Friedrich Kramer, der sich wiederholt gegen Waffenlieferungen Deutschlands an die Ukraine aussprach. Und das jetzt wieder tat - selbst noch nach langen Monaten russischer Kriegsverbrechen in Butscha und vielen, vielen anderen Orten - und angesichts klarer russischer Absichtserklärungen, die Ukraine auslöschen zu wollen. Kramer fragte auch: "Fürchten wir die Anschlussfähigkeit an die Gesellschaft zu verlieren, wenn wir zu pazifistisch in der Kriegsfrage argumentieren?" Eine verquere Frage, gestellt aus einer verdrehten Perspektive heraus. Sollte es nicht um die bedrohte ukrainische Bevölkerung gehen statt um eigene Befindlichkeiten?

Im Gegensatz zu den katholischen Bischöfen, die Waffenlieferungen für legitim halten und mit dieser Position früh und entschieden Stellung bezogen, ist der Eindruck entstanden, dass die EKD nach wie vor wenig mehr als eine pazifistische und moralische Maximalposition anzubieten hat. Dazu haben auch Äußerungen von Kurschus beigetragen. Die musste sich sogar den Vorwurf der Naivität gefallen lassen, nachdem sie am Reformationstag in einer Predigt Gespräche über eine Waffenruhe gefordert hatte. Laut Manuskript sagte sie, dass ein "echter und womöglich auch ein annähernd gerechter Friede" nur werden könne, "wo Menschen miteinander reden und verhandeln. Und das geht nur, wenn der 'böse Feind' nicht zum Teufel ernannt wird". Man soll den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den Kurschus selbst als Kriegstreiber bezeichnete, nicht verteufeln? Kurschus macht es der Öffentlichkeit nicht leicht, ihr zu folgen.

Eine Positionierung zu Waffenlieferungen vermeidet die EKD-Synode

Dabei gibt es unter den insgesamt 128 Synodalen - die Synode ist eines der drei Leitungsorgane der EKD, zu deren 20 evangelischen Landeskirchen knapp 20 Millionen Mitglieder zählen - deutliche und deutlich andere Vorstellungen zum Themenkomplex Krieg, Frieden und Waffenlieferungen, die die radikalpazifistische Position des EKD-Friedensbeauftragten eher als eine Minderheitenposition erscheinen lassen. Die EKD jedenfalls will nun ihre friedensethischen Positionen überdenken, wie es hieß. Eine "Friedenswerkstatt" solle 2023 ihre Arbeit aufnehmen. Dabei geht es um einen mehrjährigen Gesprächsprozess. Auf der Abschluss-Pressekonferenz am Mittwochmittag sagte Synodenpräses Anna-Nicole Heinrich, es werde kontrovers über die geeigneten Mittel zur Unterstützung der Ukraine gestritten. Sie sprach von der Notwendigkeit, nun einen "offenen und ehrlichen Diskurs zu wagen", gerade auch in den Kirchengemeinden. Eine Festlegung zu Waffenlieferungen vermied das Kirchenparlament.

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Wie schwer sich die evangelische Kirche mit dem Thema tut, wird vor allem mit Blick auf andere Positionierungen offenbar. So wurde per Synoden-Beschluss als konkrete Maßnahme gegen den Klimawandel ein allgemeines Tempolimit auf deutschen Straßen von höchstens 120 Stundenkilometern bejaht - sowie eine Selbstverpflichtung, bei Fahrten im kirchlichen Kontext ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen und 80 Stundenkilometern auf Landstraßen einzuhalten. Ein "Tempolimit für Bischöfe!" Annette Kurschus hatte übrigens im Laufe dieser Debatte davor gewarnt, dass die evangelische Kirche "zu sehr mit einem moralischen Ton“ auftrete.

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