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Emotionen sind kein Ersatz für politische Argumente

Kommentar Von Michael Stifter
01.03.2024

Debatten werden immer öfter an der Sache vorbei geführt. Das ist bequem, liefert aber nicht das, was die Menschen von der Politik erwarten.

"Um es klipp und klar zu sagen: Als deutscher Bundeskanzler werde ich keine Soldaten unserer Bundeswehr in die Ukraine entsenden." Mit diesem Satz will Olaf Scholz den Menschen die Angst nehmen, dass doch noch Deutsche auf Putins Schlachtfeld kämpfen müssen. Nur: Das stand ja gar nicht zur Debatte. Niemand hat das gefordert. Alle sind sich einig, dass die Bundesrepublik nicht zur Kriegspartei werden darf. 

Warum also dieser Satz? Wo doch die eigentliche Frage eine ganz andere war. Nämlich, warum die Regierung der Ukraine keine Taurus-Marschflugkörper zur Verfügung stellt. Scholz hat darauf offenbar keine schlüssige Antwort. Oder keine, die er öffentlich sagen will. Also weicht er auf ein Mittel aus, das in der Politik zu oft genutzt wird: Emotionen ersetzen Argumente

Emotionen sind mal Aufputschmittel, mal Beruhigungspille

Es ist ja auch verlockend. Emotionen wirken direkt, mal als Aufputschmittel, mal als Beruhigungspille, je nach Bedarf und Dosierung. Sachliche Argumentation hingegen bedeutet harte Arbeit, provoziert Gegenargumente und anstrengende Auseinandersetzungen. Doch gerade diese offenen Debatten um die besten Antworten sind doch das Lebenselixier der Demokratie. Denn auch, wenn eine deftige Bierzeltrede oder ein knallhartes Interview für Szenenapplaus gut sind, erwarten die Menschen von Politik in Wahrheit etwas anderes – und zwar Lösungen. 

Wenn es um Parolen und Polemik geht, fällt oft der Name Hubert Aiwanger. Das hat sich der Freie-Wähler-Chef selbst zuzuschreiben. Mit seiner Dauerschleife von "denen da oben", die vermeintlich keinen Schimmer von "normalen Leuten" haben, hat er Politik allein auf Emotionen herunter reduziert. Das nährt den Verdacht, dass da einer fehlende Substanz durch Lautstärke zu kompensieren versucht. 

Seit ein paar Wochen scheint Aiwanger gegen diesen Verdacht anzukämpfen. Am Beispiel der Windkraft lässt sich das gut ablesen. Lange hatte sich der Wirtschaftsminister darauf beschränkt, alles, was grün ist oder grün klingt, als Ideologie abzutun. Nun, da mit dem Windpark Altötting ein bayerisches Vorzeigeprojekt weggefegt zu werden droht, steht er selbst in jenem Sturm, den er mit gesät hat. Aiwanger scheint das zu spüren. Zuletzt machte er weniger mit verbalen Raufereien von sich reden, dafür mehr mit Argumenten in der Sache. Es wäre gut für Bayern, würde sich der Wind dauerhaft drehen. 

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Markus Söder dosiert Pathos und Polemik nach Belieben

Dazu kann auch Aiwangers Chef beitragen. Markus Söder ist ein Meister der Emotionen. Der Ministerpräsident ist in der Lage, staatsmännisches Pathos, Humor, aber auch harte Polemik nach Belieben zu dosieren. Dass dies nicht immer reicht, zeigte sich gerade auf der Handwerksmesse in München. Söder diskutierte auf offener Bühne mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck über Energiethemen und erklärte, wie unvernünftig der Ausstieg aus der Kernkraft war. Ein Klassiker des CSU-Chefs, der meist verlässlich funktioniert. In diesem Fall allerdings konterte ihn sein Kontrahent aus. 

Robert Habeck erwischt Söder mit Thema Atomkraft auf dem falschen Fuß

Habeck verwies nicht nur auf die horrenden Kosten für die Sanierung alter und den Bau neuer Atomkraftwerke in Frankreich, die Söder gerne als Vorbild der Vernunft nennt. Der Grüne erinnerte auch daran, dass elf von 14 deutschen Kernkraftwerken von einer Bundesregierung mit CSU-Beteiligung vom Netz genommen wurden und Bayern zwar unbedingt an der Atomenergie festhalten, aber keinesfalls für die Lagerung atomaren Mülls bereitstehen will. Söder reagierte wortlos, machte stattdessen abfällige Geräusche. Emotionen statt Argumente. 

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Die Diskussion ist geschlossen.

02.03.2024

Netter Artikel - aber völlig zu kurz gesprungen.

Es sind die Grünen und ihre Denk- und Lebensmodelle, die aus unserer Demokratie eine Emokratie haben werden lassen. Und die Schraube wird immer höher gedreht.
Aus Kritik wird „Hass und Hetze“ oder „Delegitimierung des Staates“. Überall herrscht „Betroffenheit“. Statt politischem Handeln erleben wir „starke Zeichen“. Aktivismus ersetzt die Debatte. Das Argument wird von inhaltsbefreiten Phrasen ersetzt. Wissen muss sich vor Emotionen immer weiter zurückziehen.
Das Thunberg nicht auf Aufklärung setzt, sondern das die Menschen „in Panik geraten“ sollen - wie kann man es besser illustrieren?
Und so wird noch jede grüne politische Kampagne über Emotionen getrieben. Dabei ist Angst ganz vorne dabei. Angst vor dem sich wandelnden Klima, Angst vor der AfD, Angst vor Putin, Angst vor technologischen Fortschritt,
Angst vor menschlichem Handeln.
Gleichzeitig wird das eigene politische Handeln moralethisch verbrämt mit dem man dann undefinierbaren Ziele wie „Gerechtigkeit“, „Klimaneutralität“, „wertegeleitete feministische Außenpolitik“ verfolgt und der Gesellschaft von Absurdität geprägt Menschenbilder (Sie Gemini - Googles KI-basierter, multimodaler Chatbot) aufpfropfen will.
Und so entstehen aus Emotionen gesellschaftliche Zustände in denen alles in Gut und Böse eingeteilt wird, Sprech- und Denkverbote alltäglich werden, wissenschaftliche Grundsätze (Stichwort „biologistisch“) gesetzlich verleugnet werden, die Ungebildeten die Ämter des Staates übernehmen und den zu einem Nannystaat mit dystopischen Überwachungsfunktionen umgestalten.

Und wirklich abstrus wird es, wenn der politische Gegner von Grün/Links diese Methoden, weil offensichtlich erfolgreich, heute übernimmt und dafür von genau denen nun kritisiert wird.

02.03.2024

Thomas T., es gibt die Grünen nun seit über 40 Jahren. Sie wurden von Bürgern gegründet, die die Gefahren der Atomkraft erkannten, sich über die Zerstörung der Umwelt (z. B. Ozonloch, Baumsterben durch den sauren Regen, Artensterben durch die intensive Landwirtschaft) Sorgen machten, aber auch den drohenden Klimawandel durch die Verbrennung fossiler Energiettäger frühzeitig erkannten. Die Grünen wurden damals erst belächelt, dann angefeindet, aber sie haben viel erreicht, da ihre Forderungen von anderen Parteien übernommen und auch teilweise umgesetzt wurden.
Alle bisherigen Maßnahmen haben den Zerstörungsprozess aber nur etwas verlangsamt und konnten ihn nicht aufhalten. Wenn wir unsere Lebensgrundlagen nicht unwiederbringbar zerstören wollen, müssen wir unsere Lebens- und Produktionsweise nachhaltig ändern. Diese Erkenntnis tut weh, kostet Geld und viele wollen das nicht wahrhaben und reagieren aggressiv . Die Grünen sind aber nur die Überbringer der Botschaft und je länger man mit dem Umsteuern wartet, desto teurer wird es werden.

01.03.2024

ein ausführliches Interview vorgestern bei Phönix , Habeck erklärt, Söder macht abfällige Geräusche, Handwerksmesse Bayern

01.03.2024

"Emotionen sind kein Ersatz für politische Argumente"

Sehr guter Kommentar, auch wenn die Beispiele nur die eine Seite zeigen. Man muss wieder um die Themen streiten und nicht weiter polarisieren. "Menschenfeind, Nazi, Leugner" und dieser ganze Mist wird nicht helfen. Das sind nur Kampfbegriffe, welche Emotionen aktivieren und damit logisches Denken verhindern. Die Hirnforschung weiß längst, dass bei starken Emotionen wie Angst, nur Kampf und Flucht als Lösung bleiben. Ein Relikt aus unserem Reptiliengehirn.

Wenn Millionen auf die Straße gehen, wegen eines Treffens von 2AfD, 2FDP und 3CDU Hinterbänklern, dann ist eigentlich schon fast egal was dort gesprochen wurde. Logisch betrachtet ist das irrelevant. Das Treffen repräsentiert weder die genannten Parteien, noch deren Wähler. Es weckt aber ganz starke Emotionen, wenn mit dem Treffen der Bezug zum NS und Deportation hergestellt wird. Diese Massenpsychose kann man nur dadurch beenden, dass endlich diese "Trigger" aufhören und wieder eine sachliche Diskussion stattfindet. Das gilt für beide Seiten.

01.03.2024

Nicola L... ein sehr guter Beitrag zu dem Thema .. !

01.03.2024

Ihr penetrantes Brown-Washing, ihre permanente Verharmlosung der Umtriebe des in weiten Teilen rechtsextremistischen Mobs ist unerträglich.

"Es weckt aber ganz starke Emotionen, wenn mit dem Treffen der Bezug zum NS und Deportation hergestellt wird"

Dazu der in diesen Kreisen sehr geschätzte "nette" Neo-Nazi Sellner in seinem Buch:

Es geht bei der Remigration "um klare Kriterien wie Kriminalität, politische Religiosität und kulturelle Ferne. Es geht um einen Prozeß, der sich über 30, 40 Jahre erstrecken würde, wenn man ihn in Gang brächte."
Mit Remigration ist nicht anderes gemeint als Deportation. Beschönigend schreibt er noch von Anreizsystemen (Schikanen) mit denen z. B. bei "kultureller Ferne" eine "freiwillige Ausreise" erreicht werden soll.

Sich vorzustellen, wie solch rassistisches Geschwurbel auf die Millionen hier fleissig arbeitenden zugewanderten Mitbürger wirkt reicht der Verstand dieser Schwachköpfe nicht aus.

Maxi Schafroth brachte es in seiner Fastenpredigt (Nockherberg 2024) auf den Punkt: Stellen wir uns mal vor, was hier los wäre, würden alle ausländischen Mitbürger in Deutschland nur mal einen Tag geschlossen die Arbeit niederlegen . . .

Dass sich inzwischen Millionen dem Treiben des rechten Mobs entgegenstellen, ist keine "Massenpsychose" wie sie von ihnen erwartbar abqualifiziert wird, sondern eine begrüßenswerte Reaktion, die Deutschland vor 1933 sehr viel Leid, Tod und Zerstörung erspart hätte.

01.03.2024

ach wie rechts Sie haben Frau L. in Wahrheit ist AFD ein netter kleiner Verein und mit dem Sellner und seinen Identitären werden Sie noch lieber und netter, die wollen doch nur spielen und niemanden vertreiben, es gibt einige die noch Hirn hatten bei den blauen, die sind aber schon längst weg, dass Ihre Kommentare mich besonders triggern ist nichts Neues umgekehrt sieht es sicher ähnlich aus, auf welcher Seite Sie stehen zeigen Sie doch täglich, bin mir Georg Kr. nicht immer einig in diesem Punkt aber doch

01.03.2024

GISELA B. .. mit wem sie sich verbandeln oder gleichschalten interessiert doch keinen.. oder sind sie der verlängerte Arm zu den Demos auf unseren Straßen.. Gerne nochmal an Sie und Georg KR., es wird bei uns in Deutschland keinen zweiten Holocaust geben auch nicht durch die AFD. Deportation benannte Scholz auf einer Rede im Ausland die Rückführung von Flüchtlingen.. und Deutschland hat vor, sie wie GB nach Ruanda abschieben.. was man zum sicheren Drittland erklärt hat..
Einfach mal den Politikern richtig zuhören..

01.03.2024

gut Frau Marianne B. vielleicht kennen Sie den Unterschied wenn Olaf Scholz zum Thema Flüchtlinge etwas sagt, oder wenn die AFD etwas dazu sagt, wenn nicht, auch schon egal, einfach mal schauen was Söder zum Thema AFD sagt oder Friedrich Merz, am besten bei Henrik Wüst, vielleicht kapieren Sie es dann, einfach mal richtig zuhören

01.03.2024

"Mit Remigration ist nicht anderes gemeint als Deportation"
Das ist Unsinn. Die Abschiebung von Ausreisepflichtigen ist gängige Praxis. War es nicht die Ampel, die dazu extra ein Gesetz gemacht hat?
"Rückführungsverbesserungsgesetz!" Sprechen Sie jetzt hierbei auch noch von Deportation?

Ihr Schubladendenken ist keine Basis für sachliche Diskussionen. Wer die AfD ablehnt, hat aber auch wirklich genügend Wahlalternativen. Was regen Sie sich also so auf? Haben Sie vielleicht Angst vor der Demokratie? Ich nicht, wir leben ja nicht in der DDR.

01.03.2024

@ MARIANNE B.

"Gerne nochmal an Sie und Georg KR., es wird bei uns in Deutschland keinen zweiten Holocaust geben auch nicht durch die AFD. "

Sind sie bereits Mitglied in dem Verein und haben ihre Prophezeiung aus dem Parteiprogramm entnommen oder beruht sie auf einer höheren Eingebung?

01.03.2024

Bei den Kampfbegriffen sind Sie doch immer vorne dran mit "Ökosozialismis", "Planwirtschaft" usw. und jetzt präsentieren Sie sich weichgespült? Allein mir fehlt der Glaube.
Nicht nur dieses Treffen hat die AfD und die mit ihr gut vernetzte Identitäre Bewegung in die Nähe des Nationalsozialismus gedrängt, es sind Bernd Höcke und seine Lemminge, die mittlerweile recht unverhohlen anklingen lassen, wo sie verortet sind. Da hilft kein Waschgang, die braunen Flecken verschwinden nicht. Setzen Sie sich einfach damit auseinander, was Weidel, Höcke, Krah usw. von sich geben, wovon Sellner träumt, dann müsste Ihnen eigentlich ein Licht aufgehen, warum so viele Menschen auf die Straße gehen. Im Gegensatz zu Ihnen haben viele eben endlich gemerkt, was da im Gang ist und was die rechtsextreme Bewegung vorhat.

01.03.2024

Frau L, "Wer von "Remigration" spricht, meint darüber hinausgehende Pläne: ein ethnisch weitgehend homogenes Deutschland. Es geht, wie sollte es anders sein, auch um Millionen Deutsche mit Migrationsbiografie, die vielleicht nicht alle direkt um die Staatsbürgerschaft fürchten müssen, denen das Leben in Deutschland aber über Jahrzehnte mindestens möglichst unbequem gemacht werden soll, ganz so, wie es sich auch die "Identitäre Bewegung" vorstellt", und das wollen Sie mit der Flüchtlingspolitik der Ampel vergleichen

01.03.2024

"Wer von "Remigration" spricht, meint darüber hinausgehende Pläne"
Machen Sie jetzt die Definition von Wörtern?

"«Remigration»? Ja, aber richtig: Wer illegale Migranten nicht ausschafft, schafft sich selbst ab"
Artikel der NZZ. Auch Nazis?

"Remigration (auch Rückwanderung oder Rückkehrmigration) bezeichnet den Teil eines Migrationsprozesses, bei dem Menschen nach einer beträchtlichen Zeitspanne in einem anderen Land oder einer anderen Region in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückkehren."
Wikipedia

Ich sehe darin nichts verwerfliches. Man kann doch wohl offen darüber diskutieren, ob Kriminelle, Sozialtouristen und Menschen ohne Bleibeberechtigung abgeschoben werden dürfen? Wenn die Ampel natürlich die doppelte Staatsbürgerschaft leichtfertig vergibt, kann man auch über die Aberkennung diskutieren. Das sind keine Tabus!

01.03.2024

Einen großen Anteil an diesem Dilemma hat auch die Presse! Wenn Pressevertreter eindeutige (unbequeme) Fragen stellen, so ist doch immer wieder gegeben, dass Politiker nicht bzw. nur ausweichend darauf antworten bzw. mit ihren Antworten ganz andere Fragestellungen abdecken (Thema verfehlt!). Warum wird hier nicht klipp und klar und eindeutig durch die Fragenden nachgehakt? Frage - Antwort! Aber es scheint Usus zu sein, auf Fragen keine direkte Antwort mehr zu geben. Und leider wird dies immer wieder akzeptiert!

01.03.2024

Vielen Dank für diesen vollkommen plausiblen Kommentar, aber ich schreib jetzt trotzdem noch was.

Wir Bürger haben natürlich die Politiker, die wir verdienen. Wenn diese merken, dass sie bei bestimmten Argumenten Zustimmung bekommen und es auch schaffen von anderen Themen abzulenken, dann machen sie es. Die Presse/die Medien verstärken das, weil sie über das berichten, was die meisten Clickzahlen bringt. Ein Problem das emotionalisieren könnte, es aber nicht richtig tut, wäre eigentlich der Wohnungsmarkt. Für junge Leute, auch mit Berufen, in denen sie normal bis gut verdienen ist es sehr schwer Eigentum zu schaffen und eine Familie zu gründen, wenn nicht die Eltern massiv unterstützen können. Die Preise für Baugrund in den Gemeinden sind explodiert, weit jenseits irgendwelcher Inflationsraten. Einheimischenmodelle funktionieren auf diesem Level auch nicht mehr richtig. Eigentlich ein fundamental wichtiges Thema, aber es wurde noch nicht emotionalisiert, also interessiert es die Politik auch nicht.
Und da bin ich dann bei Loriot, der gesagt hat, dass er sich satirisch immer am Volk (dem Souverän in einer Demokratie) abgearbeitet hat und fast nie an den Politikern. Wenn wir uns mit Sprüchen über Bundeswehreinsätze in der Ukraine, Verhinderung von Fleischessverbot und Genderzwang, etc. hinter die Fichte führen lassen und damit dann auch noch zufrieden sind, dann sind wir halt selber schuld und nicht die Politiker, die den Knopf gefunden haben bei dem wir in ihrem Sinne funktionieren.

01.03.2024

Geht´s noch ... mit welcher Vehemenz wird von der vierten Macht im Staat, der Presse, die Lieferung von TAURUS Marschflugkörper zum Einsatz gegen Russland gefordert. Sowohl im Kommentar als auch dem Leitartikel schreiben Meinungsmacher*innen offensichtlich ihren Frust von der Seele, weil es ihnen nicht schnell genug geht, dass die ganze Welt in Trümmern liegt. Sie, die jungen Wilden sollten sich einmal Lenas 99 Luftballons anhören ... und sich fragen, wie weit sind wir noch weg von dieser Katastrophe.
P.S. Dass deutscher Soldaten nicht in die Ukrainekämpfen entsendet werden, hat der Bundeskanzler erklärt, wohlgemerkt Bodentruppen, von Flieger hat er nichts gesagt. Die Ausbildung von ukrainischen Soldaten in Deutschland läuft seit Beginn des Krieges. Waffen Munition und taktische Fähigkeiten kommen aus Deutschland, und jede Menge Freiwilliger die endlich mal auf richtige Menschen schießen dürfen. "Nein, wir sind nicht im Krieg mit Russland"

01.03.2024

Ich habe den Text so nicht verstanden. Es ging nicht um eine Forderung nach Taurus, sondern dass der Kanzler es nicht richtig erklärt und wenn dann auch noch mit unplausiblen Argumenten und dann wird ihm sofort widersprochen mit allem was vorher schon in der Presse rumgegeistert ist und dann ist wieder Funkstille. Es gibt Argumente nicht zu liefern (solange die Amis nicht Raketen mit 500 km Reichweite liefern, machen wir es auch nicht, wie bei allen anderen Waffengattungen; wir wollen nicht, dass diese Technik von der Ukraine kopiert wird, weil wir nicht wissen, wie es dort weitergeht und am Ende erbeuten die Russen die Technik usw.). Macht er nicht. Er verschanzt sich hinter dem Argument, dass dann ja deutsche Soldaten in der Ukraine rumprogrammieren müssten und das könnte für Putin ein Kriegsgrund sein und dann sagt er noch, was die Franzosen und Briten machen, können wir halt nicht. Ihm wird sofort widersprochen von Briten und Franzosen (weil es nicht stimmt, weil sie keinen Kriegsgrund liefern wollen... den Scholz Putin gerade geliefert hat..., weil Scholz angeblich Geheimdiensterkenntnisse ausgeplaudert hat und sie hingehängt hat usw.).
Scholz hat monatelang zu Taurus nichts gesagt und dann nicht im Parlament, sondern kurz darauf vor ein paar Chefredakteuren unplausibles. Bei dem Soldaten in der Ukraine-Thema war er dann schnell. Das war aber auch einfach.

Es schmerzt mich zwar, weil es Springer-Presse ist, aber wer sich zum Thema Taurus und Kanzlerkommunikation ein Bild machen möchte, könnte der Podcast von Rosenfeld/Alexander helfen https://www.welt.de/podcasts/machtwechsel/
Das ist wirklich guter Journalismus.