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  3. Kommentar: Niemand interessiert die Dauerkrise von Eltern

Eltern stecken in einer Dauerkrise – aber niemanden interessiert's

Kommentar Von Christina Heller-Beschnitt
23.12.2022

Eltern machen vieles mit, weil es um das Wohl ihrer Kinder geht. Doch es reiht sich Krise an Krise. Und Eltern müssen alles schultern. Keine Entlastung in Sicht. Zeit, dass sich das ändert.

Im Internet kursiert ein Witz. Geschrieben wurde er von Müttern. Sie scherzen, dass sie sich gerne am Reichstag in Berlin festkleben würden, damit ihre Sorgen endlich Aufmerksamkeit bekämen – aber dazu fehle ihnen die Zeit. Dieser Scherz bringt die momentane Situation von Eltern auf den Punkt. Sie sind verärgert, überlastet. Doch zum Beschweren, Aktivwerden, Demonstrieren ist keine Zeit und keine Kraft mehr übrig. 

Seit fast drei Jahren stecken Eltern in einer Dauerkrise. Aber niemanden interessiert's. Angefangen hat es im Frühjahr 2020. Das Land schlitterte in eine Pandemie. Schulen schlossen. Kitas blieben zu. Spielplätze, Sportvereine, Musikgruppen wurden dicht gemacht. Freunde treffen oder mit der Oma kuscheln war untersagt. Was blieb, waren die Eltern. Mütter und Väter wurden zu Mathelehrerinnen und Spielkameraden, zu Improvisateurinnen im Homeoffice, Jongleuren der Bedürfnisse.

Das Motto der Familienpolitik scheint: "Liebe Eltern, kümmern Sie sich selbst"

Das war extrem belastend. Durchgehalten haben Eltern trotzdem. Denn es gab die vage Hoffnung: Irgendwann ist die Pandemie vorbei. Irgendwann wird’s leichter. Rückblickend ist auch das ein Scherz. Es wird nicht besser. Im Gegenteil.

Inzwischen fürchten Eltern, dass sich ihr Kind bei Glatteis ein Bein bricht und um einen Platz in einer überfüllten Kinderklinik bangen muss. Sie fürchten, dass ihr Kind Fieber bekommt und sie keine Medikamente. Sie fürchten den morgendlichen Anruf einer Erzieherin: „Heute ist das gesamte Personal krank. Die Kita bleibt geschlossen.“ Und dann?

Dann müssen es die Eltern alleine lösen. Mal wieder. Keine Medikamente aufzutreiben? Haben Sie es bei allen Apotheken im Umkreis von 50 Kilometern probiert? Oder haben Sie beim Nachbarn geklingelt? Vielleicht tauscht der Fieberzäpfchen gegen Hustensaft. Außerdem: Muss das Kind wirklich in die Kita, wo doch die Erzieherinnen fehlen? Es könnte zu Hause bleiben. Dann wird es auch nicht krank. Müssen Sie, als Eltern, wirklich andere Menschen treffen? Wenn Sie das unterließen, würde sich das Ansteckungsrisiko Ihres Kindes minimieren.

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Das ist polemisch. Aber all diese Lösungsvorschläge wurden wirklich gemacht, von Ärzten, Kommunen und Politikern. Wenn es um Krisen geht, die Eltern betreffen, lautet das Motto: Kümmern Sie sich selbst, liebe Eltern. 

Care-Arbeit ist unsichtbar – deshalb tritt niemand der Überlastung von Eltern entgegen

Dabei bahnten sich die derzeitigen Probleme seit Jahrzehnten an: Medikamente fehlen immer wieder, die Ursachen sind klar. Dass es zu wenige Erzieherinnen und Erzieher gibt, ist seit langem klar. Seit Generationen prangern Mütter an, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fast unmöglich ist. Dennoch ändert sich wenig bis nichts. Ein Grund: Die Erziehungs- und Pflegearbeit, die Eltern – vor allem Mütter – leisten, war lange unsichtbar. Das ändert sich langsam. Zuvor schien es selbstverständlich, dass irgendwer diese Care-Aufgaben erfüllt. Wer genau? Darüber wurde nicht weiter nachgedacht. Nur: Wenn Fachkräfte in der Wirtschaft fehlen, sich Überstunden anhäufen, ist das statistisch messbar. Für die Care-Arbeit von Eltern gilt das nicht.

Ein anderer Grund: Eltern stecken vieles ein, machen vieles mit. Schließlich geht es um das Wohl ihrer Kinder. Streiken oder Kollabieren sind keine Option. Doch die Überlastung der Eltern hat Folgen. Folgen, die auch die Politik interessieren müssten. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Das Vertrauen von Eltern in die Politik ist seit Beginn der Corona-Pandemie massiv eingebrochen. Nur noch neun Prozent der Mütter haben ein hohes oder sehr hohes Vertrauen in die Arbeit der Bundesregierung. Neun Prozent, das ist quasi nichts. Höchste Zeit, etwas zu ändern.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

22.12.2022

>> Sie fürchten, dass ihr Kind Fieber bekommt und sie keine Medikamente. <<

Prima, dass dieser Staat einen guten Grenzschutz hat, der eigene Medikamentenimporte wirksam unterbindet...

https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Reisen-innerhalb-der-EU/Einschraenkungen/Arznei-Betaeubungsmittel/arznei-betaeubungsmittel_node.html

>> Der Verkehr mit Arzneimitteln und Betäubungsmitteln unterliegt in Deutschland zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Schäden und zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Drogen strengen Vorschriften. <<

Schutz der Bevölkerung?

https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=pfbid02BBTUGkH7zZCdtJJmiSMDVbjRoNxFjPdXjEJMM1qDGfScUSAFet8jWCACBd3X9TN8l&id=100069496153524

Link aus S. Lobos aktuellem Beitrag auf SPON - sollte also auch den NUB der AZ entsprechen:
https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/medikamentenknappheit-in-deutschland-haette-haette-schmerztablette-kolumne-von-sascha-lobo-a-5e1aa287-2255-4adb-952e-36c503ae757e

Fiebersäfte knapp halten, damit niemand merkt, dass die letzte Windkraftauktion des grünen Wirtschaftsministeriums eine totale Pleite war?

22.12.2022

Es ist für mich eine Wohltat, die untenstehenden Kommentare zu lesen. Da bin ich ehrlich. :-)

Frau Heller-Beschnitt, mich interessiert es auch herzlich wenig, ob die heutigen Eltern angeblich im Dauerstress sind oder nicht, weil sie oftmals selbst schuld sind, wenn sie gestresst sind.

Zudem kann ich den angeblichen Stress der Eltern gar nicht verstehen. Sie haben jetzt schon die Möglichkeit, ihre Kinder schon sehr früh abzuschieben. Sei es bei den Großeltern oder bei der Kinderkrippe.
Diese Möglichkeit hatten zum Beispiel unsere Eltern überhaupt nicht, als sie uns großgezogen haben. Und damals mussten auch beide arbeiten.

1. Muss man dem Kind heutzutage wirklich jeden Wunsch von den Lippen ablesen?

2. Muss man wirklich jeden Fehler der Kinder ausbügeln?

3. Muss man wirklich den ganzen Tag wie ein Helikopter um die Kinder kreisen.

Weniger ist oftmals mehr, weil die Kinder dann schnell lernen, selbstständig zu werden und ihre Probleme selbst lösen.

Später müssen sie es auch können. Warum also nicht früh genug damit anfangen?

Eure Kinder werden es Euch später danken. :-)

In diesem Sinne

21.12.2022

Die überwiegenden Kommentare hier zeigen doch recht deutlich, welche wertschätzende Haltung zum Thema Familie, Kinder und Elternschaft bei uns vorherrscht.

Kein Wunder, dass die Rahmenbedingungen sind wie sie sind. Schon die, die hier eine vermeintlich schwere Kindheit hatten, hatten keine Lobby und daran hat sich bis heute nichts Wesentliches verbessert. Im Gegenteil.

#kindheitbrennt

22.12.2022

Doch, es hat sich einiges gebessert, das können Sie mir glauben, aber auch die Ansprüche steigen und steigen. Alles soll der Staat richten – nur Nehmen ist die Devise heute. Aber so funktioniert eine solidarische Gesellschaft nicht.

"Was blieb, waren die Eltern. Mütter und Väter wurden zu Mathelehrerinnen und Spielkameraden, zu Improvisateurinnen im Homeoffice, Jongleuren der Bedürfnisse."
Tja, damit hat die Autorin schon recht – denn während der Pandemie waren die Eltern nach viel Fremdbetreuung durch Schule, Kita, Nachmittagsbetreuung, Oma-Opa-Dienste, diverse Vereins- und Kursangebote endlich einmal über eine längere Zeit mit ihrem Nachwuchs konfrontiert, mussten das leisten, was Lehrer, Erzieher, Kursleiter usw. normalerweise erbringen und obendrein für ihre Leistung obendrein oft gescholten und angegangen werden.

22.12.2022

@Maria
Glaube ich nicht und nehme ich anders wahr.

Wenn man als Gesellschaft den kommenden Generation in vielerlei Hinsicht einen Scherbenhaufen hinterlässt und sie dann bezichtigt unsolidarisch zu sein, hat das schon etwas von Realitätsverweigerung. Vielleicht hat sich die "solidarische Gesellschaft" in der Vergangenheit auch etwas zuviel von Allem genommen. Selbstredend verdienter Maßen, denn gar so leicht wie es diese wohlstandsverwöhnten Familien heute haben, hatte man es rückblickend natürlich nicht.

Ihr Vergleich der Situation in der Pandemie mit der Situation vor der Pandemie hinkt im Übrigen. Viele Dinge parallel zu tun ist etwas anderes als bewusst ein Ding zu tun.

21.12.2022

...was bei aller Meckerei vergessen wird: wir als Bürger sind der Staat und nicht die gewählten politischen Vertreter.
Es gab mal ein Plakat in den USA auf dem gefragt wurde: " frage nicht den Staat was der für dich tun muß, sondern frage dich selbst was Du für den Staat tun kannst?"

Überall wird nur gefordert und bemängelt, aber sich selbst ehrenamtlich einbringen, nein, nein...Da habe ich keine Zeit, da gibt es kein Geld, da zocke ich doch lieber an der Konsole...
Es darf sich jeder gerne in der kommunalen Politik ehrenamtlich engagieren, dann würde diese Person sehen, was und wie dort geplant und geleistet wird, um z.B. Personal für die Kitas zu gewinnen.
Aktuell verliert man eher Personal das sich mit den in teilweise unflätig quengelnden Eltern nicht mehr auseinandersetzen möchte!

Wer ausgebildete(r) Erzieher(in) ist oder gerne eine Ausbildung dazu antreten möchte, darf sich gerne bei mir melden. Ich stelle gerne zielführende Kontakte her.


21.12.2022

Keine Medikamente? Vielleicht sollte man es mal mit ein paar bewährten Hausmitteln versuchen, die bei einem Großteil sicherlich helfen könnten.

21.12.2022

Das Problem vieler junger Paare von heute ist, dass sie alles wollen und das möglichst gleichzeitig: Karriere, Kinder, Party, Urlaub und dann natürlich ein Eigenheim. Da ist der Tagesablauf ohnehin schon auf Kante genäht und wenn etwas dazwischen kommt, bricht das große Chaos aus. Auf die Idee, mal einen Gang zurückzuschalten oder auf etwas zu verzichten, kommen manche gar nicht.

22.12.2022

Genau so ist es doch. Aber Hauptsache nur fordern, fordern und nochmal fordern.
Auch meine Eltern haben es geschafft, mich als behindertes Kind in der Nachkriegszeit ohne weitere Hilfen jeglicher Art, aber unter sehr vielen persönlichen Entbehrungen mit viel Liebe und Aufopferung großzuziehen und mir damit einen möglichst normalen Weg ins Leben vorbereitet. Da mussten sie auch auf so manch Angenehmes und Wünschenswertes verzichten.
Doch ich hörte nie ein Wort des Jammerns von ihnen.
Aber heute scheint das nicht mehr möglich zu sein.

21.12.2022

Leider wollen einige Kommentatoren die Intention des Artikels nicht verstehen und nutzen die Kommentarfunktion mal wieder für Eltern-Bashing. Es geht der Autorin keineswegs um „Luxusprobleme“ von Eltern. Dass seit einigen Wochen Kinder nicht adäquat in den Notaufnahmen dieses Landes versorgt werden können, ist eine neue existentielle Dimension im Familienalltag. Leben und Gesundheit von Kindern sind ganz sicher keine Frage der „eigenen Bequemlichkeit“.

21.12.2022

Mimimimimi - was glauben Sie eigentlich, wie unsere Eltern uns groß bekommen haben? Und die hatten in den 60 und 70 igern nicht das soziale Netz, das wir heute haben. Kindergartenplatz? Ab 4 vielleicht auch erst ab 5 , Elterngeld gab s auch nicht.....usw.
Wir durften übrigens auch ohne Helm Rad und Skifahren :-))))))). Und nen Hol und Bringservice zur Schule gab s auch nicht.

21.12.2022

Ja und unsere Vorfahren in der Steinzeit - die hatten noch ganz ohne fließend Wasser und Elektrizität in Höhlen gelebt - sogar ohne Smartphone, Tablet und TV...

21.12.2022

Herr Martin D. - stimmt , da haben Sie gut aufgepaßt im Geschichtsunterricht .

Auch diese Vorfahren hatte im Übrigen ihre Kinder großgezogen - ganz ohne Handy , Auto , Kühlschrank und fließendes Wasser in der Höhle .


Mich würde vielmehr interessieren , was "unsere ach so überstapazierten" Damen und Herren Eltern sagen würden , müßten sie ihre Kinder gegenwärtig in der Ukraine großziehen !

Wie man sieht , geht "Karriere und Kinder" eben nur , wenn der Staat permanent alle Klippen und Fallstricke wegräumt und es den Eltern so sanft wie nur möglich macht .

"Der Staat , die Gesellschaft" sorgt also dafür , daß die heutigen Elterngenerationen ihr Doppelleben mit all den darin enthaltenen Ansprüchen überhaupt führen können .

22.12.2022

Oh Frau Maria T. - Sie scheinen ja die aktuellen Nachrichten zu verfolgen. Mit Ihrem Whataboutism werden Sie immer irgendwo Situationen finden, wo Kinder und Eltern noch schlechter dran sind...als schwacher Trost? Wer sich in unterschiedlichen Ecken der Welt beruflich wie privat umgeschaut hat, dem fällt dabei auch ein höchst unterschiedliches Maß an Kindersterblichkeit, Entwicklungszustand und Bildungsniveau auf. Unser "Staat/Gemeinschaft" braucht ganz dringend Menschen in arbeitsfähigem Alter und guter Ausbildung (als unsere wichtigste Ressource) - Stichwort Fachkräftemangel aber auch als Eltern, damit irgendjemand auch noch in die Rente einzahlt, wenn so langsam die ganzen Baby-Boomer ihren Ruhestand einläuten. Alternativ wird uns die Urne (Stichwort Bevölkerungsentwicklung) irgendwann ins Grab bringen - bis dahin gibts dann noch jede Menge lustiger Seniorennachmittage ganz ohne Kinder"lärm"!

22.12.2022

Herr Martin D ,

Sie argumentieren bei "die Rente bezahlen" ja fast schon wie jemand , der den - in Wahrheit ja höchst schädlichen -Bevölkerungs"reichtum" in den Entwicklungsländern damit rechtfertigt, daß die "vielen Kinder ja dann die Eltern versorgen würden
und deshalb der Bevölkerungsreichtum dort gerechtfertigt sei" .

Die "Babyboomer" werden bald weg sein ( gehen sie doch derzeit in die 60er Jahre ein, werden also noch 10-15, vielleicht 20 Jahre haben) , insofern brauchen die zukünftigen Generationen "keinen Fortpflanzungszweck" zur "finanziellen Sicherung der bösen Vorgängergenerationen" mehr empfinden müssen .

Tatsache ist , und nur darauf habe ich hingewiesen (!) , daß das derzeitig allseits gewünschte "Kind-Karriere-Selbstverwirklichungs"-Modell eben nur funktioniert , wenn "der Staat" alle dafür notwendigen Bedingungen schafft und auch dauerhaft bereitstellen kann.

Daraufhin stellt sich die Anschlußfrage , ob die Bürger auch wirklich Alles vom Staat fordern dürfen/sollten oder aber diesen gegebenfalls auch überfordern ?!

22.12.2022

Nun ja Frau T., bei stetig sinkender Anzahl Einzahlenden und stetig wachsender und langlebigerer Anzahl von Empfängern wird das mit der Rente und Pension nicht mehr auf diesem Niveau funktionieren - dafür muss man nicht die Entwicklungsländer bemühen. Im übrigen verbrauchen Kinder der sogenannten 1.Welt ein Vielfaches an Ressourcen im Vergleich zu Kinder der sogenannten 3.Welt

21.12.2022

Danke Politik - außer teils rechtswidrigen Einschränkungen der Leben von Kindern und Erwachsenen war und ist da keine substanzielle Hilfe von euch in Sicht!

22.12.2022

Der Staat ist kein Selbstbedienungsladen, aus dem man nur nehmen muss, was einem gerade so einfällt. Wir alle bezahlen Steuern und Abgaben, um Kindergeld, Elterngeld, Krankengeld, Wohngeld, Bauförderung usw. zu finanzieren. Denken Sie einfach mal scharf nach, was der Staat alles finanziert. Das gilt es im Hinterkopf zu behalten, bevor man immer noch mehr vom Staat möchte. Vielen Eltern wäre es wohl am liebsten, man würde ihre Kinder ab der Geburt in Verwahrung nehmen, bis sie erwachsen sind, damit sie ihr gewohntes Leben weiterführen können. Und außerdem: Jetzt noch über Einschränkungen, die einer Pandemie geschuldet waren, immer wieder aufs Tablett zu bringen, ist reichlich überzogen.

22.12.2022

Was heißt denn hier "jetzt noch"? Ich leide noch nicht an Demenz und auch die Folgen dieser speziell für Kinder asozialen Corona-Maßnahmen dauern in vielerlei Hinsicht noch immer an!...da reicht es nicht, sich wie Spahn einmal hinzustellen und zu sagen: Wir müssen uns noch viel verzeihen.

22.12.2022

Ja mit unserem Steuergeldern wird auch jede Menge Unsinn getrieben - die Parlamente und die Diäten wachsen stetig, es werden Banken, die sich in ihrer Gier verzockt hatten und sonstiges anscheinend "Systemrelevantes" gerettet oder große Entschädigungspakete für fossile Energieriesen geschnürt und wenn es darum geht, in die Zukunft zu investieren wie Gesundheit/Pflege, Klimaschutz, Bildung ist das ganze Steuergeld plötzlich alle...

21.12.2022

Meine Mutter hatte viele Krisen zu schultern: Geldnot, eigene gesundheitliche Probleme, meine Kinderkrankheiten, kein Kitaplatz, früher Tod des Ehemanns, meine pubertäre Aufmüpfigkeit, und ... und … Vieles ist in einem langen Leben zusammengekommen. Ich habe sie nie klagen gehört und ich habe nie gehört, dass sie nach dem Staat gerufen hat. Trotzdem hat sie mich mit Energie und Anstand großgezogen. Heute wird nur noch gejammert, nach dem Staat gerufen, alles ist Krise, alles ist schlimm, was an der eigenen Bequemlichkeit kratzt. Wie langweilig – kein Wunder, dass man es nicht mehr hören kann.

21.12.2022

Vielleicht haben Sie Ihrer Mutter auch einfach nicht richtig zugehört.

21.12.2022

@Maria Reichenauer: bei mir wars ähnlich, nur wir waren zu zweit...

22.12.2022

Hannes O.
Doch, Herr O, ich habe ihr zugehört, ich weiß sehr wohl, was sie geleistet hat – aber ohne ständig zu jammern, anzuklagen, zu fordern. Ich habe viel von ihr gelernt, WEIL ich ihr zugehört habe. Weil ich gesehen habe, dass man Hirn und Energie einsetzen muss, wenn es notwendig ist und selbst in die Pötte kommen muss. Das hilft mir heute, mein Leben trotz mancher Schwierigkeiten so zu meistern, dass ich ohne große Jammerei und leichter als mancher andere durchs Leben komme. Mit der ständigen Jammerei ist niemand geholfen, das kostet nur Energie, die man besser einsetzen kann.