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So tief sitzt der Judenhass

Kommentar Von Rudi Wais
18.10.2023

Seit Tausenden von Jahren werden Juden ausgegrenzt, verfolgt und ermordet. Selbst in Deutschland, dem Land der Täter, nimmt der Antisemitismus zu und nicht ab.

Albert Einstein ist nur der bekannteste. Mehr als 20 Prozent aller Nobelpreisträger, hat eine Studie des Internetportals „Israel heute“ ergeben, waren oder sind jüdischer Herkunft – obwohl der Anteil der Juden an der Weltbevölkerung nur magere 0,2 Prozent beträgt. Trotzdem (oder gerade deswegen) hat kaum ein Volk so viel für Wissenschaft und Kultur geleistet wie das bildungshungrige jüdische. Kaum ein Volk aber wird seit Tausenden von Jahren auch so ausgegrenzt, verfolgt und niedergemetzelt

Die jüngsten Massaker der Hamas sind nur ein trauriges Beispiel mehr für den ewigen Kampf gegen alles Jüdische, der mit dem Vorwurf der Christen, "die Juden" hätten Jesus ermordet, begann und der im Holocaust mit sechs Millionen ermordeten Juden einen bis heute nicht zu fassenden Höhepunkt erreichte. Dazwischen lagen, unter anderem, die Vorläufer der Kreuzzüge im 11. Jahrhundert mit ihren Pogromen, die systematische Verfolgung von Juden im Mittelalter, ihre zwangsweise Umsiedlung in Gettos und Judengassen im 15. Jahrhundert, ihre Vertreibung aus den großen Städten und, nicht zu vergessen, die Jagd auf Juden unter Stalin. Und heute? Heute skandieren Demonstranten an einer amerikanischen Eliteuniversität "we want jewish genocide." , was übersetzt nichts anderes bedeutet als "rottet die Juden aus." 

Judenhass: Das älteste Ressentiment überhaupt

Jude zu sein: Das hieß über Jahrhunderte, als Gottesmörder, Brunnenvergifter, habgieriger Zinswucherer oder hakennasiger Weltverschwörer verhetzt zu werden – ein schaurig-absurdes Narrativ, das sich bis heute hält, auch in Deutschland, dem Land der Täter. 88 schwere antisemitische Gewalttaten von der Volksverhetzung bis zur gefährlichen Körperverletzung zählte das Innenministerium im vergangenen Jahr, der höchste Wert seit 29 Jahren. Und sieben von 100 Befragten stimmen der These zu, dass die Juden mitschuldig an ihren Verfolgungen seien – das vielleicht älteste Ressentiment überhaupt. Eines, dem mit der Ernennung von Antisemitismusbeauftragten und Solidaritätsadressen an die israelische Regierung alleine nicht beizukommen ist. Und eines, bei dem sicher auch der Neid auf jüdische Bildung, jüdisches Geld und jüdischen Erfolg eine Rolle spielt. 

Deutschland hat eine besondere Verantwortung dem jüdischen Volk gegenüber, die gerne in die plakativen Worte „nie wieder!“ gekleidet wird. Im deutschen Alltag allerdings ist dieses „nie wieder!“ kaum zu spüren, im deutschen Alltag ist „Du Jude“ ein gängiges Schimpfwort auf Pausenhöfen, wird eine Kunstschau wie die „Documenta“ mit erkennbar judenfeindlichen Inhalten als kreativer Betriebsunfall abgetan und der Schutz von jüdischen Einrichtungen gerade notgedrungen ausgeweitet, als läge über diesem Volk ein Fluch. 

Die Schulen sind im Kampf gegen den Antisemitismus gefordert

Dem zu begegnen, sollte in den Schulen erste Pädagogenpflicht sein. Wo sonst, wenn schon nicht im Elternhaus, sollte über ein solches Thema gesprochen werden, zumal durch die Zuwanderung aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum ja immer mehr Kinder in die Schulen kommen, die den Judenhass schon zuhause gepredigt bekommen. Umso wichtiger wäre es, solchen Tendenzen beherzt entgegenzutreten, im Unterricht nicht nur die Shoah zu thematisieren, sondern dem beginnenden Antisemitismus aktiv Paroli zu bieten und auch herauszuarbeiten, was Juden und Israelis leisten bzw. geleistet haben – von Albert Einstein über die Erfindung des USB-Sticks bis zu den Romanen eines Amos Oz oder Meir Shalev. 

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Gegen die Geißel des Antisemitismus, sei es von rechts, von links, oder aus dem muslimischen Milieu, helfen vor allem Aufklärung und Zivilcourage. An beidem aber fehlt es heute. Dass ein Fußballverein wie Makkabi Berlin aus Sorge um seine Sicherheit den Spielbetrieb vorübergehend einstellen musste, ist eine Schande für Deutschland.

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.10.2023

viele geben vor juden zu kennen und zu akzeptieren.
keiner von diesen heuchlern ist bereit einen juden zu verteidigen
die lippenbekenntnisse einiger hier sind peinlich

19.10.2023

Das Judentum ist eine Religion, genau wie das Christentum, der Budhismus, der Islam, etc. Religionen sind auch nichts anderes als der Glaube an irgendein Buch mit einer Story. Im Zweifel sind alle Religionen richtig. Denn niemand kann beweisen, dass die anderen Unrecht haben. Also eigentlich unsinnig sich darüber hin die Köpfe einzuschlagen.

Da Religionen aber bei der Menschheit grundlos zu so viel Hass und Gewalt führen, taugen alle nichts.

Danke für die pauschale Verurteilung von Ihren Mitbürgern Herr Melcer. Sie belegen durch Ihre wohl gewählte Formulierung Weltgewandtheit, Feingefühl, ungeahnte Kenntnis von Menschen und eine innerliche Größe ungeahnten Ausmaßes. Dankbar müssen wir sein, Ihren Worten lauschen zu dürfen. Kennen Sie den Begriff des Fabelwesens Troll?

19.10.2023

Israel ist für mich ein Land wie jedes andere. Ich erbe keine Schuld und sehe auch mich persönlich in keiner besonderen Verantwortung.

18.10.2023

Sorry, wenn man weitflächig "Bevölkerungsteile" importiert, deren religiöse oder nationale Verblendungen mit dem Grenzübertritt nicht abgelegt wurden, dann braucht sich auch keiner über stark zunehmenden Antisemitismus wundern. Es ist vielmehr unser Problem, dass wir es diesen Leuten erlauben, sich bei uns aufzuführen als wären sie noch in ihrem Milieu.

18.10.2023

Dann schauen Sie doch mal im Ausländerrecht nach wie das unterbinden können. Sie beziehen sich ja engsichtigerweise nur auf diese.

18.10.2023

Ich habe dem Artikel nicht entnehmen können, dass es sich um "Ausländer" handeln würde, die in Deutschland den Antisemitismus pflegen. Vielmehr scheint es, dass Sie den Antisemitismus in Ihrem Kommentar instrumentalisieren, um gegen Ausländer Stimmung zu machen. Das finde ich ganz schön armselig. Herr Aiwanger/Bruder (der angeblich das Flugblatt verfasst hat) ist ebensowenig Ausländer wie Richard David Precht, der eine hat sich mit antisemitischen Parolen hervorgetan, der andere mit gruseligen Vorurteilen auf unterstem Niveau. Und so gibt es reihenweise Beispiele von Deutschen, die ihren Antisemitismus zur Schau stellen. Schlimm und grauenhaft, im Land der Täter, das die Shoah zu verantworten hat.

18.10.2023

Wieder ein wahrer Kommentar von Rudi Wais. Klasse, der Aufsatz von Andreas B., der treffend von "seichten Geistern" spricht, die
gegen alles sind, was nicht reine deutsche Rasse ist und bei denen Hass und Wut gegen alles "Nicht-Deutsche" immer größer wird
und die nichts davon gehört oder gelesen haben und nichts davon wissen wollen, dass 6 Millonen Juden grausam umgebracht
wurden von Menschen dieser "reinen deutschen Rasse". Wehret den Anfängen !

18.10.2023

Angesichts dessen, was gerade im Nahen Osten und der Welt geschieht, und weiterhin alle Fakten ignorierend, glauben Sie allen Ernstes, daß die Ausschreitungen in Deutschland und weiten Teilen Europas, von hasserfüllten Deutschen begangen wird. Ich glaube, Sie brauchen wirklich dringend Hilfe.

18.10.2023

Es ist nicht nur der Judenhass. Es ist der Hass gegen Alles was anders ist.

Wenn es Probleme gibt, dann suchen sich seichte Geister eine Proejektionsfläche für ihren Hass, für ihre Wut und ihren generellesen Unmut. Da kommen alle die etwas anders sind immer recht. Man möchte sagen, ein guter Teil der Menschheit hat in Wikrlichkeit trotz Moderne das Neandertal nie verlassen. Die Denkstrukturen sind bei dieser Spezies annähernd gleich geblieben, auch wenn man moderner ist.

Die Schuld - woran auch immer - haben alle die anders sind. Der Jude, der Türke, der Araber - nun der Palästinenser, der Asiate, der Zugereiste. "Wir und Die", dürfte es gut treffen.

Schon historisch gesehen haben sich Politiker u.a. diese Unzulänglichkeit oft zunutze gemacht. Wenn sich der Zorn der Seichten auf eine Gruppe fixiert, so kann man frei agieren, ohne dass die eigene Unzulänglichkeit auffällt.

Die Seichten wird man durch "Aufklärung" und ständige "Berieselung" aber auch nicht von ihren Strukturen abbringen. Da ist bei manchen eben ein Limit gesetzt.

Zum Glück gibt es aber auch als Gegenpol viele intelligente und liebenswerte Menschen zur Ehrenrettung der Menschheit.

18.10.2023

gefällt mir Ihre Antwort, und zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, ich kenne Juden, ich kenne Türken (Menschen mit Migrationshintergrund), um es genauer zu sagen, und alle sind friedlich und verstehen sich gut. Übrigens genau das, was Sie scheiben über Aufklärung etc., völlig richtig, man wird diese nicht von ihren Strukturen abbringen, habe das gerade heute wieder mit einer Freundin besprochen. Sie schreiben "es ist der Hass gegen alles was anders ist, man könnte auch sagen, gegen alles was fremd ist, kommt aber aufs Gleiche raus, was mir geholfen hat, dass ich schon sehr früh mit Menschen jeglicher Hautfarbe Kontakt und dabei bemerkt hatte, so anders sind die gar nicht.

18.10.2023

Herr B., Sie kennen sicherlich die Aufforderung „Haltung zeigen! – jetzt erst recht.“ (https://www.vielfalt-mediathek.de/material/zusammenleben-in-der-migrationsgesellschaft/haltung-zeigen-jetzt-erst-recht-bildungsmaterialien-fuer-demokratie-anerkennung-und-vielfalt)
Allerdings beeindruckt es mich mehr, wenn jemand seine Überzeugung mit voller Namensnennung öffentlich macht.

Dass da noch weit größere Herausforderungen auf uns zukommen können, wurde mir gestern bei „Maischberger“ und der Erörterung eines Einsatzes von deutschen Soldaten in Israel bewusst. („In letzter Konsequenz bedeutet das Wort von der deutschen Staatsräson für Feldenkirchen, dass Israel auch mit deutschen Soldaten verteidigt werden müsse“, kann man hierzu heute unter web.de nachlesen.)

18.10.2023

@ Andreas B.: Prinzipiell richtig was Sie schreiben. Dann werben Sie doch bitte bei unseren konservativ-muslimischen Mitbürgern darum, dass die Juden so schlimm nicht sind, wie es der Imam, der Ayatollah oder sonst wer vorgepredigt hat. Wir sind alle nur Menschen.