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US-Demokraten siegen in Georgia: Trumps ultimative Demütigung  

Kommentar Von Karl Doemens
07.12.2022

Reihenweise sind die Kandidaten von Ex-Präsident Trump bei den US-Zwischenwahlen durchgefallen. Nun scheitert Trump ausgerechnet im Schicksalsstaat Georgia erneut.

Es sollte ein großer Durchmarsch werden und der kraftvolle Auftakt zum angestrebten Machtwechsel in Washington in zwei Jahren. Doch einen Monat nach den amerikanischen Midterms entpuppt sich die vermeintliche Revolte der Republikaner als gigantischer Rohrkrepierer. Tatsächlich hat Präsident Joe Biden bei der traditionellen Denkzettelwahl nicht nur viel weniger Sitze im Repräsentantenhaus verloren als seine Vorgänger. Seit dieser Nacht ist klar: Im weit wichtigeren Senat haben Bidens Demokraten sogar ein Mandat hinzugewonnen.  

So strahlt das Ergebnis der Stichwahl in Georgia weit über die regionalen Grenzen hinaus: Der in der Vergangenheit verlässlich konservative Südstaat schickt zum zweiten Mal den Demokraten Raphael Warnock als Senator nach Washington und erteilt dem Republikaner Herschel Walker eine Abfuhr. Für Walker, einen schillernden Ex-Football-Star, mag das Ergebnis eine Enttäuschung sein. Doch für Donald Trump, den ungekrönten Boss und Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, ist es ein Desaster.

Donald Trump wird von den US-Wählern gnadenlos abgestraft

Gnadenloser als der narzisstische Möchtegern-Autokrat Trump kann ein Politiker vom Wähler kaum abgestraft werden. Im Vorfeld der Zwischenwahlen hatte Trump vielerorts teils bizarre, teils schlicht unfähige, doch stets extreme Kandidaten durchgedrückt, die seinem Verschwörungswahn von der gestohlenen Wahl huldigen. In Nevada, Arizona und Pennsylvania sind diese Figuren schon gescheitert - nun also auch in Georgia.   

Die Niederlage in dem Südstaat kommt zugleich der ultimativen persönlichen Demütigung für Trump gleich. Schließlich hatte er Georgia 2020 mit einem hauchdünnen Abstand von 11.000 Stimmen an Joe Biden verloren. Sein damaliger Versuch, den republikanischen Landes-Innenminister zur Manipulation des Wahlergebnisses zu drängen, führte de facto zur Spaltung der Landespartei. Der von Trump verwunschene republikanische Gouverneur Brian Kemp sicherte sich Anfang November ohne Schwierigkeiten eine zweite Amtszeit. Trumps Senats-Kandidat aber scheiterte nun krachend.  

Der von seiner Großartigkeit besoffene MAGA-Anführer ("Make America Great Again") ist in Wahrheit ein Mega-Verlierer. So sehr ihn ein harter Kern von Anhängern als Sektenführer verehrt, so genervt sind partei-ungebundene und städtische Wähler von seinem permanenten egomanischen Drama, seiner rückwärtsgewandten Obsession mit der verlorenen Wahl und seinen zunehmend extremistischen Ausfällen. Das ist mitnichten eine Abkehr vom rechts-populistischen, latent rassistischen Trumpismus, der inzwischen Mehrheitslehre bei den Republikanern ist. Aber dessen inzwischen von Verschwörungslügen und Allmachtphantasien besessener Begründer sowie seine Marionetten sind bei Wahlen in den USA ganz einfach nicht mehr mehrheitsfähig.

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Der Demokraten-Sieg in Georgia ist für den Rest der Welt eine gute Nachricht

Die Gefahr einer erneuten Kandidatur von Trump fürs Präsidentenamt ist mit der Georgia-Wahl zwar keineswegs gebannt. Die Chancen einer tatsächlichen Rückkehr ins Weiße Haus aber scheinen deutlich gesunken zu sein. Das ist zunächst eine richtig gute Nachricht für die Welt - wenngleich nicht unbedingt für die amerikanischen Demokraten. Ihr Kandidat Warnock hat in Georgia nämlich extrem von der Trump-Müdigkeit moderat-konservativer Wähler profitiert. Der Kampf gegen das Feindbild des Möchtegern-Autokraten war sein wohl wichtigstes Mobilisierungs-Argument.  

Sollten die Republikaner nach den desaströsen Erfahrungen der Zwischenwahlen nun tatsächlich die Abnabelung von Trump wagen und einen anderen Kandidaten aufstellen, hätten die Demokraten ein Problem: Sie würden ihren besten Wahlhelfer verlieren.

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07.12.2022

Ich bin immer wieder fassungslos, dass eine Person wie Trump, die sich so viele kriminelle Handlungen gegen den Staat leistet, immer noch ein möglicher Präsidentschaftskandidat ist. Warum sitzt der nicht hinter Gittern? Sonst sind die Amerikaner doch so flott mit Landesverrat etc. Immerhin ist sein Kandidat gescheitert. Aber so kurzweilig wie Politik ist, kann sich das auch schnell wieder drehen. Sperrt ihn ein oder verhindert wenigstens, dass er nochmal zu einer Präsidentschaft antritt, liebe Amerikaner.

07.12.2022

Manche können schon Fragen stellen ... .Trump sitzt nicht hinter Gittern weil er nicht verurteilt ist.

07.12.2022

Manche können erkennen, wie die Frage gemeint ist.

08.12.2022

Ich teile die Fassungslosigkeit, aber selbst wenn Trump endlich von der politischen Bühne verschwunden sein wird, bleibt sein unsägliches Erbe in Form eines Politikstils (falls man das überhaupt so nennen kann), der einzig und allein spaltet und jeden politischen Gegner als Todfeind bzw. Landesverräter anprangert.
Und falls dann einer seiner Erben nicht ganz so schlicht veranlagt sein sollte wie Trump ("Trump mit Hirn"), wird die komplette Situation noch gefährlicher.