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  3. Krieg in der Ukraine: Anfeindungen und Angst: Was der Krieg mit Russen in Augsburg macht

Krieg in der Ukraine
10.03.2022

Anfeindungen und Angst: Was der Krieg mit Russen in Augsburg macht

Die Wut auf Putin ist groß – und trifft zum Teil auch Russinnen und Russen, die in Deutschland leben.
Foto: Oliver Berg, dpa

Seit Putin die Ukraine überfallen hat, ist auch das Leben seiner Landsleute bei uns ein anderes. Manche trauen sich nicht mal mehr, öffentlich Russisch zu sprechen.

Der Krieg in der Ukraine ist für die allermeisten Russinnen und Russen in Deutschland nicht ihr Krieg, dennoch bekommen ihn viele im Alltag zu spüren. Die Anfeindungen häufen sich. Mancher vermeidet es lieber, in der Öffentlichkeit russisch zu sprechen. Zu groß ist die Befürchtung, mitverantwortlich gemacht zu werden für das, was Wladimir Putin entfacht hat.

Im Telefonat mit der Heimat darf nicht über den Krieg in der Ukraine geredet werden

Im Augsburger Univiertel leben viele Menschen mit russischen Wurzeln. Die meisten reden nur ungern darüber, was in der Ukraine passiert. „Wer will den Krieg?“, fragt Natalie nur. Sie ist besorgt um ihre Familie, die noch in Russland lebt. „Am Telefon reden wir gar nicht darüber. Sie haben Angst vor Strafen, wenn sie über den Krieg reden“, erzählt sie. Tatsächlich darf der Krieg in Russland nicht so genannt werden. Die Propaganda hat ihn als „militärische Sonderoperation“ etikettiert.

Natalie hofft, dass es trotz all des Leids nicht zu einer Spaltung zwischen Russen und Ukrainern kommt. „Wir sind uns doch so ähnlich“, sagt sie nachdenklich. Sie selbst hat bislang noch keine Beschimpfungen erlebt. Doch die Polizei bekommt es seit Beginn des russischen Einmarsches in der Ukraine mit einer steigenden Zahl Fällen verbaler Attacken oder Sachbeschädigungen, etwa an russischen Geschäften, zu tun.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser kämpft gegen die Diskriminierung von Russen in Deutschland

Sogar Bundesinnenministerin Nancy Faeser sah sich gezwungen, Stellung zu beziehen. „Wir wehren uns entschieden dagegen, dass Menschen aufgrund ihrer russischen Herkunft oder Sprache diskriminiert werden“, twitterte die SPD-Politikerin. Etwa 235.000 russische Staatsbürgerinnen und -bürger leben hierzulande. Rund 298.000 weitere Menschen haben sowohl den deutschen als auch den russischen Pass.

Aus Angst, selbst in den Konflikt hineingezogen zu werden, äußern sich viele lieber gar nicht. So ist das auch im Augsburger Univiertel. Im Vorbeigehen fallen Sätze wie „Ich habe mit Krieg nichts zu tun“ oder „Dazu kann ich nichts sagen“. Ein Mitarbeiter eines russischen Geschäfts schweigt – aus Angst vor Vandalismus.

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Annastasia steht hinter der Kasse in einem kleinen russischen Supermarkt. Die Ukrainerin lebt seit vier Jahren in Deutschland, studiert hier Geoinformatik. Ihren Nebenjob in dem Laden übernahm die frühere Englischlehrerin vor zwei Jahren. Die Stimmung habe sich zuletzt verändert: „Die Kunden wollen mir ‚Wahrheiten’ über Putins Krieg erzählen, bezeichnen ihn als eine ‚Friedensoperation’. So wird er dort in den Medien genannt“, erzählt die 30-Jährige. Das halte sie für Unsinn. Auch wenn sie ruhig über den Krieg und dessen Folgen spricht, spürt man, wie sehr sie das alles belastet. „Ich habe jetzt immer Baldrian dabei, um mich zu beruhigen.“

Der Inhaber des Ladens in Augsburg ist Russe, seine Angestellte Ukrainerin

Der Inhaber des Supermarkts stammt aus Russland, er will lieber nichts sagen. Annastasia erzählt, sie rede regelmäßig mit ihm über den Krieg, sie seien sich einig. Zwischen den Mitarbeitern habe sich nichts verändert. Als Zeichen für den Zusammenhalt zwischen Russen und Ukrainern trägt sie einen Pullover mit der Aufschrift „Liebe“ in kyrillischen Schriftzeichen.

Die Unterstützer Putins sind an diesem Tag in Augsburg klar in der Minderheit. Dafür stellen sich viele Passanten an die Seite der Ukraine – so auch Julia. Sie sei gegen den Krieg, wie viele andere Russen auch. Die gebürtige Belarussin hat große Angst vor einem Atomkrieg. „Es gibt in Augsburg keine Schutzräume. Wo sollen die Leute unterkommen?“, fragt sie sich.

Seit drei Jahren lebt die 47-Jährige in Deutschland. Ein Teil ihrer Familie ist in Belarus geblieben. Um sie sorgt sich Julia sehr. „Angst ist das Gefühl dieser Tage“, sagt sie.

Alle Informationen zur Eskalation erfahren Sie jederzeit in unserem Live-Blog zum Krieg in der Ukraine.

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast an. Die Augsburgerin Tanja Hoggan-Kloubert spricht über die Angst um ihre Eltern in der Ukraine – und die überwältigende Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung.

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.03.2022

Ein Zeichen können die russischen Verbände und Bürger in Deutschland setzen:
- gestrandete russ. LKW Fahrer könnten von russischen Verbänden und Bürger Diesel bezahlt bekommen, damit diese weiterfahren können
- russische LKW könnten mit Hilfsmittel beladen werden und diese als Zeichen der Solidarität in die Urkraine mit Begleitung fahren
- wo waren die russischen Verbände und Bürger, als die Krim annektiert wurde
- wo gehen die Russen über die Grenze und solidarisieren sich mit Urkrainern im Kampf gegen russiche Vasallen von Putin?
- wo snd die russischen Verbände und Bürger, die sich gegen Demonstrationen für Putin in Serbien wenden?
- wo sind die russichen Verbände, die auf die Straße in Deutschland gehen und sich mit dem Ukrainischen Volk solidarisieren und die Agression durch Putin richten?

Der Protest muss vom Volk und hier vom russischen Volk ausgehen. Die DDR ist auch nicht durch das Wegputschen von Honecker verändert worden, sondern weil das Volk das will. Aber immer das Jammern, dass man ausgegrenzt wird, wird die Sympathieen nicht fördern. Und der Einsatz von noch mehr Militär durch die NATO wird nur dann verhindert, wenn alle Russen im westlichen Ausland solidarisch gegen die russichen Soldaten und die Agressoren entgegenstehen......verbal und mit Taten.......

11.03.2022

Da in unserem Land ja nichts so wichtig ist, wie „Zeichen setzen“ werden russische Dirigenten gefeuert, russische Privatpatienten nicht mehr behandelt, russische Filme nicht mehr gezeigt usw. usw. Und dann wird sich gewundert, wenn Menschen die z.T. seit Jahrzehnten in unserem Land leben, Angst haben, öffentlich in ihrer Muttersprache zu kommunizieren oder das sich Vandalismus gegen Russen richtet? Da wirkt ein Tweet einer Politikerin, deren Denken so eindimensional ist, wie das von Frau Faeser nur wie Hohn. Wer sich täglich im Aussprechen von Boykotten überschlägt, im Stillen aber Milliarden für Öl und Gas an Putin überweist, und der Ukraine „Hoffnung macht“ irgendwann Waffen zu schicken, die genau JETZT gebraucht werden, hat da sowieso schon jede Glaubwürdigkeit eingebüßt.
Da müssen am Ende die normalen Menschen auf der Straße dafür herhalten, dass die Regierenden völlig plan- und Kopflos agieren. Irgend eine Zeichen muss man ja setzten.