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Krieg in der Ukraine
27.06.2022

Das Update zum Ukraine-Krieg vom 27. Juni

Foto: AZ-Grafik

Mit unserem Update zum Krieg in der Ukraine behalten Sie den Überblick über die Nachrichtenlage. Wir senden Ihnen jeden Abend die wichtigsten Meldungen des Tages.

Auch der zweite Tag des G7-Gipfels in Elmau steht ganz im Zeichen des Krieges in der Ukraine. Die Staats- und Regierungschefs der sieben bedeutendsten westlichen Industrienationen haben sich am heutigen Montag auf neue Sanktionen gegen Russland verständigt, wie die US-Regierung bekannt gab. Die neuen Maßnahmen sollen sich vor allem gegen die Militärproduktion richten. Ziel ist, dass Russland die in der Ukraine verlorene Ausrüstung nicht ersetzen kann. Außerdem sollen neue Strafzölle und weitere Einreisesperren gegen russische Regierungsvertreter verhängt werden.

Es spreche für den G7-Gipfel, dass dieser Sanktionskatalog, den eigentlich die US-Regierung ausgearbeitet hat, als Gemeinschaftswerk präsentiert wurde, schreibt der Leiter unseres Hauptstadtbüros, Stefan Lange, in seinem Kommentar. Er ist sich sicher: Der Gipfel ist bereits jetzt ein Erfolg für Scholz und die G7.

Der G7-Gipfel dauert noch bis morgen. Über alle Entwicklungen rund um das Treffen informieren wir jederzeit in unserem Liveticker.

Der Tag: In der Ukraine gehen die Gefechte im Osten des Landes weiter. Nachdem Russland die Stadt Sjewjerodonezk eingenommen hat, kämpfen die Truppen momentan um die Stadt Lyssytschansk. Obwohl die meisten Gefechte im Osten des Landes stattfinden, gibt es auch anderorts Beschuss. In der zentralukrainischen Stadt Krementschuk ist am Montag ein belebtes Einkaufszentrum nach einem Raketenangriff in Brand geraten. Der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, spricht von einem weiteren russischen Kriegsverbrechen. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte ein Video des lichterloh brennenden Gebäudes auf Telegram. "Die Besatzer haben mit Raketen auf ein Einkaufszentrum geschossen, in dem mehr als tausend Zivilisten waren", schrieb er dazu. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Dem stellvertretenden Leiter des Präsidentenbüros Kyrylo Tymoschenko zufolge sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 20 seien verletzt worden.

Alle Nachrichten zum Verlauf des Krieges können Sie stets in unserem Liveticker nachlesen.

Die Lage: Die Nato hat derweil angekündigt, die schnelle Eingreiftruppe NRF deutlich zu verstärken. Bisher umfasst die NRF etwa 40.000 Soldatinnen und Soldaten, die im Bedarfsfall von der Nato angefordert werden können und innerhalb weniger Tage einsatzbereit sein sollen. Die Zahl soll nun auf mehr als 300.000 Soldatinnen und Soldaten erhöht werden.

Die Region: Die Weltpolitik ist aktuell so nahe wie selten, denn der G7-Gipfel findet nur 100 Kilometer südlich von Augsburg statt. Rund um die Veranstaltung sind rund 18.000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz und natürlich auf alle möglichen Szenarien vorbereitet. Ein Tipp, den die Einsatzkräfte im Vorfeld bekamen: Olivenöl. Das gilt als bestes Mittel, wenn Demonstranten versuchen sollten, die Abläufe zu stören, indem sie sich auf Straßen am Tagungsort festkleben. Unter anderem darüber schreibt Stefan Lange in seinem Artikel, der die Abläufe rund um Elmau jenseits der politischen Entscheidungen zusammenfasst.

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