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  3. Nahost: Guterres empört Israel – Baerbock hätte "massiv entgegentreten müssen"

Nahost
25.10.2023

Guterres empört Israel – Baerbock hätte "massiv entgegentreten müssen"

Geht es nach der israelischen Regierung muss der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, zurücktreten.
Foto: Craig Ruttle/AP, dpa

Exklusiv Israel fühlt sich durch Guterres und zahlreiche UN-Resolutionen an den Pranger gestellt. Ein Ex-Minister kritisiert zudem Außenministerin Baerbock.

Der Konflikt zwischen Israel und den Vereinten Nationen spitzt sich zu. Nachdem Außenminister Edi Cohen am Dienstag bereits ein Gespräch mit Antonio Guterres kurzfristig abgesagt hatte, fordert die israelische Regierung nun den Rücktritt des UN-Generalsekretärs. Dessen Aussage, die Angriffe der Terrororganisation Hamas hätten nicht im luftleeren Raum stattgefunden, zeige eine "verzerrte und unmoralische Sicht" des Massakers, sagte Israels UN-Botschafter Gilad Erdan. Außerdem will Israel Mitarbeitern der UN künftig keine Visa mehr für die Einreise ausstellen. "Es ist an der Zeit, ihnen eine Lektion zu erteilen", betonte Erdan im israelischen Armeeradio. Dem Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Martin Griffiths, habe man deshalb bereits ein Visum verweigert. 

Israel fühlt sich durch die zahlreichen Resolutionen der UN gegen seine Politik zu Unrecht an den Pranger gestellt und hat bereits seit Jahren ein gespaltenes Verhältnis zur Weltorganisation. Nach den Anschlägen der Hamas hatte Guterres den Angriff zwar verurteilt, zugleich aber auch die "erdrückende Besatzung" Israels in den Palästinensergebieten und die israelischen Gegenangriffe im Gazastreifen kritisiert, die "eindeutige Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht" seien. Das Leid der israelischen Zivilbevölkerung dagegen sei dem UN-Chef egal, sagte Erdan. "Ich denke, dass der Generalsekretär zurücktreten muss." 

Ex-Minister Niebel: Baerbock hätte widersprechen müssen

Der frühere Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), zeitweise auch Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, hat auch die Bundesregierung für ihr Verhalten im UN-Sicherheitsrat scharf kritisiert. "Antonio Guterres versteckt nicht mal mehr, das er zu einer Marionette degradiert wurde", betonte Niebel gegenüber unserer Redaktion. "Außenministerin Annalena Baerbock hätte seinen steilen Thesen zur Täter-Opfer-Umkehr im Sicherheitsrat daher massiv entgegentreten müssen. Als zweitgrößter Beitragszahler der UN wäre das absolut angemessen gewesen." So aber zeige sich wieder einmal die Handlungsunfähigkeit der UN, sagte Niebel. "Wenn es nicht bald zu durchgreifenden Strukturreformen kommt, kann man die UN auflösen und besser etwas Neues gründen."

Der Obmann der SPD im Auswärtigen Ausschuss, Nils Schmid, nahm Guterres dagegen in Schutz. "Der Generalsekretär der Vereinten Nationen ist ein Verfechter für Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit", betonte Schmid gegenüber unserer Redaktion. "Es ist seine Aufgabe, sich für Frieden und den Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen." Jetzt gelte es, einen kühlen Kopf zu bewahren. "Oberstes Ziel muss in der Befreiung der israelischen Geiseln liegen." Allerdings müsse auch schon darüber nachgedacht werden, wie Sicherheit und Frieden in Israel, den palästinensischen Gebieten und der Gesamtregion gewährleistet werden können. "Langfristig", so Schmid, "braucht es deshalb eine Zweistaatenlösung."

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.10.2023

Ist es nicht immer wieder interessant zu sehen, wie deutsche Politiker einerseits verbal sehr aktiv agieren und die deutsche Meinung verkünden aber andererseits bei wichtigen und entscheidenden Prozessen wie z.B. eine Festlegung, Abstimmung, etc. dann kläglich sich zurückziehen? Nichts anderes hat Frau Baerbock doch hier bei der UN-Sitzung gezeigt; Stimmenthaltung. Und dann noch ihre Begründung, dass die Formulierung nicht umfassend, eindeutig bzw. direkt genug gewesen wäre. Schon alleinig aus diesem Grunde hätte eine eindeutige Ablehnung, ein Nein, in der Abstimmung durch sie gezeigt werden müssen!
Aber es ist wie mit der Abschaffung der Zeitumstellung, Möglichkeit wäre, jedoch die deutschen Politiker können oder wollen keine Entscheidung treffen!

28.10.2023

K. Brenner

Ach, Herr Wais, spricht Frau Baerbock Klartext bei Auslandsbesuchen, ist sie aus ihrer Sicht undiplomatisch, versucht sie sich in Diplomatie, ist es auch wieder nicht Recht. Bla, bla, bla ... Und dann auch noch der Verweis auf Herrn Niebel. Oh Gott!

26.10.2023

Nach dem Attentat der Palästinenser 1972 bei den Olympischen Spielen in München hat nicht nur die deutsche Polizei und das Militär gepennt bzw. kläglich versagt, sondern die Politik und der Rest der Welt. Es ist ein Verbrechen, dass man über 50 Jahre lang ein Morden im Nahen Osten zugelassen hat.

26.10.2023

Gerade bei meiner Google-Suche habe ich unter „https://www.spiegel.de>Panorama“ folgenden Text als Ergebnis erhalten: „Niebel war von 2009 bis 2013 Bundesminister. Danach hat er sich aus der Politik zurückgezogen und lobbyiert für den Rüstungskonzern Rheinmetall.“

Wenn man hier schon die Meinung eines Rüstungs-Lobbyisten als maßgeblich ansieht ("Antonio Guterres versteckt nicht mal mehr, das(s) er zu einer Marionette degradiert wurde"), dann sollte zumindest diese Funktion nicht unerwähnt bleiben.

26.10.2023

Niebel ist der Prototyp des korrumpierbaren Politikers, aber anscheinend nach dem Geschmack von Rudi Wais.

26.10.2023

Herr Niebel hat eine verwahrloste moralische Einstellung öffentlich gemacht.

"Niebel teilte mit, er habe nicht vor, seinen Post zu löschen. Er habe auch nicht zum Ausdruck bringen wollen, dass die Palästinenser das Gebiet verlassen sollen. Als Grund für seinen Post gab er an: »Ich habe einen 40 Jahre alten ›Overlander‹, mit dem ich immer gerne an landschaftlich reizvollen Plätzen stehe. Der Gaza-Streifen hatte beim bedingungslosen Abzug Israels 2005 alle Voraussetzungen, ein solcher privilegierter Stellplatz (Parkplatz) zu werden.«"

https://www.spiegel.de/panorama/dirk-niebel-empoerung-ueber-ex-minister-nach-facebook-post-ueber-zukunft-des-gaza-streifens-a-3eee5b7b-c2de-4b81-aeba-facd31229158

26.10.2023

@Helmut Eimiller: warum? Spielt der Beruf eine besondere Rolle? Dürfen nur Angehörige eines Berufsstandes sich zu Themen äußern? Wieviele Atheisten glauben sich zu Problemen der beiden großen Kirchen in Deutschland äußern zu müssen? Meinungsfreiheit - ade => übrigens nicht erst seit gestern, sondern schon immer. Ist übrigens einer der wenigen Punkte, die wir uns von den USA abschauen könnten.

26.10.2023

@Wolfgang B.: „Spielt der Beruf eine besondere Rolle?“

Ich meine, in diesem Falle ja.
(Bei Stellungnahmen zu Krieg und Terror – die BBC sagt „Militante“ statt „Terroristen“, wenn sie von der Hamas berichtet – sagt die Bezeichnung „Ex-Minister“ weniger über die Person Niebel aus als die Tatsache, dass hier ein Lobbyist für den Rüstungskonzern Rheinmetall spricht.)

26.10.2023

Als die USA nach 9/11 ihren GWOT begannen, wurde über die Sinnhaftigkeit gestritten, aber kein Verbündeter mahnte sie an, im Einklang mit dem humanitäre Völkerrecht zu operieren. Man sah das als gegeben an.

Als Frankreich 2012 nach Mali ging, wurde über die Sinnhaftigkeit gestritten, aber kein Verbündeter mahnte es an, im Einklang mit dem humanitäre Völkerrecht zu operieren. Man sah das als gegeben an.

Nur bei Israel wird angemahnt, in Einklang mit dem humanitären Völkerrecht zu operieren. Warum? Weil Juden involviert sind.

26.10.2023

>>aber kein Verbündeter mahnte sie an, im Einklang mit dem humanitäre Völkerrecht zu operieren. Man sah das als gegeben an.<<

Die Verbündeten gingen also davon aus, dass sich der Partner daran hält. Offenbar kann man im Fall von ISRAEL nicht sicher sein, daher die Mahnung. Mit Juden hat das nichts zu tun, oder handelt es sich hier um einen Glaubenskrieg? Schlimm genug, dass weder Palästinenser noch die Israelis die Kriegstreiber in ihren Reihen zur Räson bringen können oder wollen, Lösungen entstehen nicht durch Tod und Zerstörung, sondern durch Gespräche miteinander.

26.10.2023

Walter K.
Warum kann man im Fall Israel nicht sicher sein? Halten Sie die jüdische Bevölkerung für grundsätzlich grausamer? Was wohl hätten die USA nach 9/11 unternommen, wenn nicht "nur" Flugzeuge in Hochhäuser geflogen wären, sondern die arabischen Terroristen auch noch schwangeren Müttern die Babys aus dem Leib geschnitten hätten? Es zeugt von Israels Größe, mit Gaza nicht so zu verfahren, wie die USA mit Afghanistan nach 9/11. Jedes Recht dazu hätte Israel.

26.10.2023

Wieso muss jetzt Baerbock etwas sagen.. sie ist die Außenministerin Deutschlands, müssen wir jetzt für diesen Krieg auch noch gerade stehen. Wir hätten uns nie in die Führungsrolle drängen lassen dürfen.. und Scholz hat zu Recht gezögert.
Guterres ist der Vorsitzende der UN, die in ihrer Pflicht als erstes für Frieden und Versöhnung einsteht.. Und Israel nimmt den UN Diplomaten die Visa weg und um den UN Generalsekretär zur persona no grata zu erklären..
Wenn jemand aus der Haltung, bist du nicht uneingeschränkt, ganz egal wie ich mich verhalte für mich, dann bist du gegen mich agiert, dann ist es schwer dessen Position wohlwollend zu beurteilen.. Jedes ziviles Leben ist gleich Wert, ein israelisches und ein palästinensisches, und Palästinenser sind nicht die Hamas.. Humanität ist universal...
Israel sollte definieren was Antisemitismus ist.. der Missbrauch des Begriffs kommt inzwischen einen Maulkorb gleich..
Was ist das für eine Verpflichtung Israel gegenüber...in der wir Deutsche nicht mehr selbstständig unser eigenes Rechtsempfinden, Verantwortung selbst bestimmen können.. und Generationen uneingeschränkt in Schuldhaft nehmen kann. Wir stehen konstant unter Beobachtung und bei jeden Wort, jeder kleinsten Verfehlung werden wir zum Rapport gerufen. Entschuldigungen werden abgelehnt, man will denjenigen aus der Gesellschaft verstoßen, er, sie muss alles verlieren..
Gerade in Zeiten globaler Umbrüche ist es wichtig zu wissen, was uns miteinander verbindet... und das wäre meine Frage an die Juden in Deutschland und in Israel... WAS VERBINDET ISRAEL UND DEUTSCHLAND.. "SCHULD" oder gibt es doch noch etwas anderes.. ?

26.10.2023

Das ist ja eine interessante Aussage:
„ das wäre meine Frage an die Juden in Deutschland und in Israel... WAS VERBINDET ISRAEL UND DEUTSCHLAND.. "SCHULD" oder gibt es doch noch etwas anderes.. ?“
Haben Sie selbst darauf keine Antwort?

Dann ein Falschaussage Ihrerseits:
„Israel nimmt den UN Diplomaten die Visa weg“
Warum verbreiten Sie diese Falschaussage? UN-Diplomaten erhalten derzeit keine neuen Visa. Niemandem wird etwas „weggenommen“

„ Was ist das für eine Verpflichtung Israel gegenüber...in der wir Deutsche nicht mehr selbstständig unser eigenes Rechtsempfinden, Verantwortung selbst bestimmen können.“
Welches „Selbstständige Rechtsempfinden“ darf Deutschland denn nicht selbst bestimmen?




26.10.2023

Guterres ist eigentlich auf einer Stufe mit FIFA-Generalsekretär Gianni Infantino angekommen. Wann zieht er nach Quatar um?

Man nehme Guterres Satz und ergänze ihn nach Belieben:
„Die Angriffe der Terrororganisation
SS,
IS,
Rote Armee in Ungarn oder Afghanistan
Rote Khmer
RAF
Türken gegen Armenier
Usw. Usw.
hätten nicht im luftleeren Raum stattgefunden“

Es ist ein vollkommenes Irrlichtern, die Schuld für einen genozidalen Massenmord beim Betroffenen selbst zu suchen.

Der Gaza-Streifen ist völlig frei von Juden. Die Synagogen als letzten Zeichen jüdischen Lebens wurden direkt nach der Übergabe des Gebietes in Palästinensische Selbstverwaltung gesprengt. Von welcher „Besatzung“ phantasiert Herr Guterres?
Wann verstehen die Gutgläubigen in diesem Land, dass, wenn Araber in Palästina von „jüdischer Besatzung“ sprechen, die Existenz des Staates Israel gemeint ist?

Herr Wais hat an anderer Stelle bereits das absurde und perfide Verhalten der UN gegen Israel beschrieben. Deutschland macht dabei mit. Egal ob der Außenminister von der SPD oder den Grünen ist. Noch nicht mal mehr zu einer Armbinde reicht es da.



26.10.2023

Herr T., Sie trauen sich sicherlich zu, immer genau zwischen Gut und Böse trennen zu können. Ich dagegen habe da meist größere Schwierigkeiten. (Nach meiner Ansicht ist die Welt zu komplex für klare Trennlinien. Gestern wurde z. B. auf der Videotexttafel 138 von ZDF und 3sat geschrieben, dass Israel den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennt. Wörtlich hieß es da:

„Palästinensischer Minister: Malki besucht Strafgerichtshof
Der palästinensische Außenminister Riad Malki hat den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag besucht. Er sei mit Chefankläger Karim Khan und Gerichtspräsident Piotr Hofma#ski zusammengetroffen, so das Gericht. Das Gericht ermittelt gegen Hamas und Israel wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen. Israel erkennt die Zuständigkeit des Gerichts nicht an. Palästina aber ist seit 2015 Vertragsstaat. Das Gericht hatte 2021 festgestellt, dass es auch für die seit 1967 besetzten Gebiete wie den Gazastreifen zuständig ist.“

Zur vollständigen Betrachtung gehört auch der UN-Teilungsbeschluss von 1947. Er löste den Nahost-Konflikt aus. Die Landeszentrale für politische Bildung BW vom Land Baden-Württemberg schreibt hierzu: „Am 29. November 1947 beschloss die UN-Generalversammlung, Palästina in einen arabischen und einen jüdischen Staat zwischen Jordan und Mittelmeer zu teilen. Die im britischen Mandatsgebiet lebenden Palästinenser, die über 90 Prozent des Landes besaßen, darunter auch die Regionen der unfruchtbaren Negev-Wüste, wurden nicht befragt.
Jerusalem sollte unter internationaler Verwaltung stehen. Die 1,3 Millionen Palästinenser bekamen rund 43 Prozent der Gesamtfläche des britischen Mandatsgebietes, die knapp 600.000 Juden gut 56 Prozent des Landes.“ – https://www.lpb-bw.de/geschichte-palaestinas#c98798

26.10.2023

Sehr geehrter Herr Eimiller

Sie können bestimmt auch Googlen, wer noch so alles den Gerichtshof in DenHaag nicht anerkennt. Sie werden da ein paar sehr prominente Namen finden.
Zu welchem Schluss also soll ihre Feststellung bezüglich Israel führen?

Ihre „Landeszentrale“ muss selbst ein wenig Bildung nachlegen. 1947 gehörte so ziemlich 100% des Landes in Palästina „Palästinensern“. Denn alle Menschen, die in der Region Palästina lebten, egal ob Moslem, Jude, Christ oder sonst etwas, sind Palästinenser. Was es nie gegeben hat und gibt, ist ein „Volk“ der Palästinenser.

Und nicht der UN-Teilungsbeschluss von 1947 hat den Konflikt ausgelöst, sondern der Krieg der arabischen Staaten gegen den, auf Basis dieses Beschlusses im „Mandatsgebiet“ Palästina gegründeten Staat Israel. Das „Mandatsgebiet“ wiederum wurde vor etwa 100 Jahren vom Völkerbund unter britische Verwaltung gestellt. Und was war das „Mandat“? Die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina.

Ich bin kein Grüner. Ich verstehe nichts von Gut und Böse. Das sind moralethischen Kriterien, die ich Ricarda Lang, Anna-Lena Baerbock und Ihren Anhängern überlasse. Aber von Verantwortung und Recht meine ich etwas zu wissen. Und unter Anwendung solcher Kriterien kann man die Ursache des Konflikts klar benennen - die liegt in der Ablehnung des Existenzrechts Israel durch arabische Nachbarn.

Und wenn einer der wichtigste Hamas-Führer, Mahmoud al-Zahar, sich in den sozialen Netzwerken wünscht, dass „der ganze Planet“ unter islamischem Recht stehen soll und dabei ausführt: „Es werde keine Juden und keine verräterischen Christen mehr geben“, versteht man, was das Ziel der Alahu Akbar skandierenden Mengen auf Europas Straßen ist.

26.10.2023

Thomas T.:
"Aber von Verantwortung und Recht meine ich etwas zu wissen. Und unter Anwendung solcher Kriterien kann man die Ursache des Konflikts klar benennen - die liegt in der Ablehnung des Existenzrechts Israel durch arabische Nachbarn."

Damit haben Sie sicher recht, nur ist das eben nur die halbe Wahrheit. So wie es auf Seiten der Araber aus religiösen Gründen viele gibt, die mit Israel keinen Frieden, sondern dessen Vernichtung wollen, gibt es auf Seiten der Israelis viele, wie die rechtsradikalen Siedler und die Orthodoxen, die mit den Palästinensern keinen Frieden wollen.

Yuval Noah Hariri beschreibt heute in der SZ in einem langen Beitrag die Hintergründe. Die Hamas schlug deswegen jetzt so brutal zu, weil ein großer Friedensvertrag mit Saudi-Arabien kurz bevorstand, der für die Palästinenser (auch auf Druck der USA) viele Verbesserungen gebracht hätte und ein großer Schritt zur Lösung des Nahost-Konflikts gewesen wäre. Für die Hamas wäre das eine Katastrophe gewesen, aber auch für die rechtsradikalen Siedler und die jüdisch Orthodoxen eine schwer zu ertragende Entwicklung.

Deswegen drängen die israelischen Extremisten nun auf einen kapitalen Militärschlag in Gaza, der sämtliche Friedensverhandlungen auf lange Zeit beenden würde. Genau das war und ist aber auch das politische Ziel der Hamas.

26.10.2023

Harari heißt er natürlich. Ein kluger Mann. Auch seine Bücher kann ich empfehlen.

26.10.2023

Sehr geehrter Herr Wolfgang L.

Es ist Staatsdoktrin der Hamas, Israel und seine Menschen zu vernichten.

Es ist nicht Staatsdoktrin Israels, die Gebiete der Araber in Palästina und alle Araber auszulöschen. Sicher gibt es Links- und Rechtsextreme Israelis, aber selbst die planen, im Gegensatz zur Hamas keinen Genozid.

Und wenn die Fatah im Westjordanland ihren Regierungsaufgaben nicht nachkommt, dann entsteht ein Vakuum der Macht, dass links wie rechtsextreme israelische Siedler nutzen. Der Status des Westjordanlands ist wachsweich, da kann sich jeder bedienen.
Und noch mal zu den Siedlern. Diese pauschal als „rechtsextrem“ abzukanzeln ist absurd verkürzt. Noch in den 60er und 70er Jahren pilgerten Generationen von deutschen Linken entweder zur PLO oder in dem „Kibutz“.

26.10.2023

Komisch, warum habe ich bei dieser Überschrift gleich an den Rudi Wais denken müssen? :)

26.10.2023

Dieser nicht als Kommentar gekennzeichnete Artikel ist schon interessant aber der Herr Wais, dessen Kommentare ich normalerweise gerne lese vergallopiert sich vollkommen.

Herr Guterres hat alles richtig gemacht. Er hat den Hamas Terror verurteilt und nicht gerechtfertigt. Er hat aber richtigerweise auf die notwendige Rücksichtnahme auf Millionen unbeteiligte Zivilisten in Gaza hingewiesen.

Frau Baerbock muss ehrlich gesagt gar nichts dagegen sagen. Auch sie handelt korrekt.

Wer ernsthaft der Meinung ist, dass das Aushungern und bombardieren von Millionen unbeteiligter Zivilisten als Rache gerechtfertigt ist, der sollte ernsthaft den eigenen moralischen Kompass neu kalibrieren.

25.10.2023

Dieser Artikel ist mehr Kommentar denn Berichterstattung, das nur so vorab.
Die UN war immer gut und neutral, solange sie sich als verlängerter Arm Washington und Brtüssels verstand. Jetzt auf einmal wird sie wie ein sog. Schurkenstaat qualifiziert; scheinbar ist der Einfluß Israels durchaus gewaltig.
Und noch eines, Dirk Niebel hervorzuzaubern ist geradezu grotesk. Einen Totalversager als Minister und heutigen Rüstungslobbyisten.

25.10.2023

Grundsätzlich lese ich die israelfreundlichen Artikel von Ihnen, Herrn Wais mit großem Interesse (insbesondere den Kommentar: So tief sitzt der Judenhass). Allerdings halte ich diesen hier für journalistisch unterirdisch bzgl. der Niebel-Stelle.

Es fällt natürlich auf, dass sie bei Baerbock und Habeck sofort und ausschließlich rot (in ihrem Falle grün) sehen vor lauter Schnappatmung und das fällt selbst dem flüchtigen Leser unangenehm auf, soweit er nicht an den selben Aufwallungen leidet.

Dass sie jetzt einen Niebel brauchen um Baerbock wieder einen reinzuwürgen (sogar in der Überschrift, obwohl sie dort nicht klar machen, welchen erbärmlichen Zeugen sie sich ausgesucht haben) ist übel. Wieso erwähnen sie nicht zur Einordnung eines Dirk Niebel folgende Äußerung von ihm:
»Ich finde ja, der Gaza-Streifen gäbe einen suuuper Parkplatz am Mittelmeer«, schrieb Niebel am 9. Oktober (https://www.spiegel.de/panorama/dirk-niebel-empoerung-ueber-ex-minister-nach-facebook-post-ueber-zukunft-des-gaza-streifens-a-3eee5b7b-c2de-4b81-aeba-facd31229158). In der FDP sind einige Kollegen ganz "begeistert" über den Parteikollegen.
Parteikollegin Strack-Zimmermann lässt sich zitieren: »Das ist widerlich und zeigt, dass es einen Grund gibt, dass es eine FDP vor 2013 und nach 2013 gibt«, sagte die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann dem SPIEGEL. Die FDP war 2013 nach Regierungsbeteiligung aus dem Bundestag geflogen. Niebel sieht übrigens überhaupt nicht ein, seinen Facebook-Eintrag zu löschen.

Ich persönlich tue mir schwer die Guterres-Äußerungen zu werten. Es ist sehr delikat Guterres zum Rücktritt aufzufordern. Scholz und die Bundesregierung konnten wohl nicht anders als ihm das Vertrauen auszusprechen (https://www.n-tv.de/politik/Bundesregierung-stellt-sich-hinter-Guterres-article24488599.html). Vermutlich ist das etwas, was auch Merz nicht anders gemacht hätte. Eine Äußerung ist mir nicht bekannt. Guterres rudert klarstellend umher und zurück. Die hilflose UNO mit ihrem sinnlosen Sicherheitsrat unter heftiges Feuer zu nehmen, bringt sicher nur noch mehr Chaos.

25.10.2023

Da kann ich Ihrem Kommentar nur zustimmen.

25.10.2023

Es haben ja schon einige, leider zu wenige, festgestellt, daß Guterres nichts falsch gemacht hat. Israel erwartet hat, daß die gesamte Welt dieser Nation irgendwo hinkriecht. Wenn Russland, Nord-Korea o.a. Resolutionen nicht befolgen ist ein mords Aufstand, befolgt Israel UN-Resolutionen nicht ist das ungerecht und das Land wird unterstützt. Das nennt man Gerechtigkeit.