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Nato
29.06.2022

Diese Länder sind Nato-Mitglieder im Jahr 2022

Die Fahnen der Nato und ihrer 30 Mitglieder wehen vor dem Nato-Hauptquartier.
Foto: Olivier Matthys, AP/dpa

Die Nato ist ein militärisches Verteidigungsbündnis. Ursprünglich gründeten sie zwölf Staaten, mittlerweile ist sie auf 30 Mitglieder gewachsen.

Die Nato ist ein Verteidigungsbündnis nordamerikanischer und europäischer Staaten. Nato ist eine Abkürzung für "North Atlantic Treaty Organization", was auf deutsch "Nordatlantische Vertragsorganisation" bedeutet. Das Ziel der Nato ist nach eigenen Angaben, "die Freiheit und Sicherheit ihrer Mitglieder mit politischen und militärischen Mitteln zu gewährleisten".

Anzahl der Nato-Mitglieder 2022: Wie viele gibt es?

Die zwölf Gründungsmitglieder der Nato waren Belgien, Dänemark, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal und die USA. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Länder Nato-Mitglieder. Deutschland trat der Organisation beispielsweise am 6. Mai 1955 bei, sechs Jahre nach ihrer Gründung. Mittlerweile hat das nordatlantische Bündnis im Jahr 2022 30 Mitglieder.

Diese Länder sind Nato-Mitglieder 2022:

  • Vereinigtes Königreich (1949)
  • USA (1949)
  • Belgien (1949)
  • Kanada (1949)
  • Dänemark (1949)
  • Frankreich (1949)
  • Island (1949)
  • Luxemburg (1949)
  • Niederlande (1949)
  • Italien (1949)
  • Norwegen (1949)
  • Portugal (1949)
  • Griechenland (1952)
  • Türkei (1952)
  • Deutschland (1955)
  • Spanien (1982)
  • Ungarn (1999)
  • Polen (1999)
  • Tschechien (1999)
  • Rumänien (2004)
  • Slowakei (2004)
  • Slowenien (2004)
  • Bulgarien (2004)
  • Estland (2004)
  • Lettland (2004)
  • Litauen (2004)
  • Albanien (2009)
  • Kroatien (2009)
  • Montenegro (2017)
  • Nordmazedonien (2020)

Nato-Gründung: Wann und warum ist die NATO entstanden?

Die Nato wurde am 4. April 1949 gegründet. Die Gründungsländer verfolgten damals vor allem das Ziel, militärisch und politisch zusammenzuarbeiten, falls es zum Konflikt mit der Sowjetunion kommen würde.

Video: AFP

Artikel 5 des Nordatlantikvertrages regelt bis heute den Nato-Bündnisfall. Dieser besagt, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland als Angriff auf die gesamte Nato zu werten ist. Die anderen Mitglieder sind dann verpflichtet, dass angegriffene Land zu unterstützen und zu verteidigen.

Russland kritisierte Aufnahme neuer Nato-Mitglieder

Russland hatte im Vorfeld des Kriegs in der Ukraine immer wieder die Osterweiterung der Nato durch die Aufnahme neuer Mitglieder kritisiert und auf eigene Sicherheitsinteressen verwiesen. Die Nato-Verbündeten wiesen diese Kritik an der Aufnahme neuer Mitglieder mit dem Argument zurück, jedes Land könne kraft seiner Selbstbestimmung selbst entscheiden, mit welchen Ländern es sich verbünde und ob es einem Verteidigungsbündnis wie der Nato beitrete.

 

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Ist ein Nato-Beitritt der Ukraine geplant?

Nein, ein Nato-Beitritt der Ukraine ist aktuell nicht in Sicht - obwohl das Land die Mitgliedschaft zur Nato und zur EU sogar zum Staatsziel erhoben hat. Die Nato und die Ukraine sind schon seit 1997 Partner. Auf einem Nato-Gipfel im Jahr 2008 wurde dem Land ein Beitritt in Aussicht gestellt. Allerdings ist das bislang vor allem an den Bedenken einiger Mitglieder gescheitert, Russland damit zu provozieren.

Diese Argumente kamen und kommen auch aus Deutschland. Angela Merkel sah den Nato-Beitritt der Ukraine als Bundeskanzlerin immer skeptisch. Und auch der heutige Bundeskanzler Olaf Scholz teilte mit, dass es in der Frage wohl keine Fortschritte geben werde, solange Wladimir Putin Präsident von Russland sei.

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