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Nato
11.07.2022

Diese Länder sind Nato-Mitglieder im Jahr 2022

Die Fahnen der Nato und ihrer 30 Mitglieder wehen vor dem Nato-Hauptquartier.
Foto: Olivier Matthys, AP/dpa (Archivbild)

Zwölf Länder hatten die Nato gegründet - seitdem ist sie stark gewachsen. Wer sind die Nato-Mitglieder im Jahr 2022? Hier finden Sie eine Liste samt Karte.

Die Nato ist ein Verteidigungsbündnis nordamerikanischer und europäischer Staaten. Nato ist eine Abkürzung für "North Atlantic Treaty Organization", was auf deutsch "Nordatlantische Vertragsorganisation" bedeutet. Das Ziel der Nato ist nach eigenen Angaben, "die Freiheit und Sicherheit ihrer Mitglieder mit politischen und militärischen Mitteln zu gewährleisten".

Anzahl der Nato-Mitglieder 2022: Wie viele gibt es?

Die zwölf Gründungsmitglieder der Nato waren Belgien, Dänemark, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal und die USA. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Länder Nato-Mitglieder. Deutschland trat der Organisation beispielsweise am 6. Mai 1955 bei, sechs Jahre nach ihrer Gründung. Mittlerweile hat das nordatlantische Bündnis im Jahr 2022 30 Mitglieder.

Diese Länder sind Nato-Mitglieder 2022

  • Vereinigtes Königreich (1949)
  • USA (1949)
  • Belgien (1949)
  • Kanada (1949)
  • Dänemark (1949)
  • Frankreich (1949)
  • Island (1949)
  • Luxemburg (1949)
  • Niederlande (1949)
  • Italien (1949)
  • Norwegen (1949)
  • Portugal (1949)
  • Griechenland (1952)
  • Türkei (1952)
  • Deutschland (1955)
  • Spanien (1982)
  • Ungarn (1999)
  • Polen (1999)
  • Tschechien (1999)
  • Rumänien (2004)
  • Slowakei (2004)
  • Slowenien (2004)
  • Bulgarien (2004)
  • Estland (2004)
  • Lettland (2004)
  • Litauen (2004)
  • Albanien (2009)
  • Kroatien (2009)
  • Montenegro (2017)
  • Nordmazedonien (2020)

Nato-Gründung: Wann und warum ist die NATO entstanden?

Die Nato wurde am 4. April 1949 gegründet. Die Gründungsländer verfolgten damals vor allem das Ziel, militärisch und politisch zusammenzuarbeiten, falls es zum Konflikt mit der Sowjetunion kommen würde.

Artikel 5 des Nordatlantikvertrages regelt bis heute den Nato-Bündnisfall. Dieser besagt, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland als Angriff auf die gesamte Nato zu werten ist. Die anderen Mitglieder sind dann verpflichtet, dass angegriffene Land zu unterstützen und zu verteidigen.

Schweden und Finnland sollen Nato-Mitglieder werden

Angesichts des Kriegs in der Ukraine möchten auch Finnland und Schweden Nato-Mitglieder werden. Aktuell läuft das Verfahren, um diese beiden Länder aufzunehmen. Alle aktuellen Nato-Mitglieder haben der Erweiterung zugestimmt.

Die Türkei hatte sich zunächst dagegen gewehrt und den beiden Ländern vorgeworfen, die kurdische Arbeiterpartei PKK und die Kurdenmiliz YPG in Syrien zu unterstützen. Beide Gruppen stuft die Türkei als terroristische Organisationen ein. Im Juni gab die Türkei den Widerstand aber auf, nachdem Kompromisse gefunden wurden.

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Schweden gibt mit dem Schritt zur Nato-Mitgliedschaft seine jahrhundertealte Neutralität auf. Auch für Finnland ist es eine Zeitenwende in der Sicherheitspolitik. Das besondere an diesem künftigen Nato-Mitglied ist, dass Finnland eine etwa 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland teilt.

Video: AFP

Russland kritisierte Aufnahme neuer Nato-Mitglieder

Russland hatte im Vorfeld des Kriegs in der Ukraine immer wieder die Osterweiterung der Nato durch die Aufnahme neuer Mitglieder kritisiert und auf eigene Sicherheitsinteressen verwiesen. Auch die geplanten Nato-Mitgliedschaften von Schweden und Finnland sieht Russland sehr kritisch.

Die Nato-Verbündeten wiesen diese Kritik an der Aufnahme neuer Mitglieder mit dem Argument zurück, jedes Land könne kraft seiner Selbstbestimmung selbst entscheiden, mit welchen Ländern es sich verbünde und ob es einem Verteidigungsbündnis wie der Nato beitrete.

 

Ist ein Nato-Beitritt der Ukraine geplant?

Nein, ein Nato-Beitritt der Ukraine ist aktuell nicht in Sicht - obwohl das Land die Mitgliedschaft zur Nato und zur EU sogar zum Staatsziel erhoben hat. Die Nato und die Ukraine sind schon seit 1997 Partner. Auf einem Nato-Gipfel im Jahr 2008 wurde dem Land ein Beitritt in Aussicht gestellt. Allerdings ist das bislang vor allem an den Bedenken einiger Mitglieder gescheitert, Russland damit zu provozieren.

Diese Argumente kamen und kommen auch aus Deutschland. Angela Merkel sah den Nato-Beitritt der Ukraine als Bundeskanzlerin immer skeptisch. Und auch der heutige Bundeskanzler Olaf Scholz teilte mit, dass es in der Frage wohl keine Fortschritte geben werde, solange Wladimir Putin Präsident von Russland sei.

Aktuelle News zum Ukraine-Konflikt lesen Sie im Live-Blog.