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Porträt
14.04.2022

Sarah Palin: Die Mutter des US-Populismus plant ihr Comeback

Sarah Palin zieht es zurück auf die große politische Bühne.
Foto: Imago Images

Lange bevor Donald Trump US-Präsident wurde, hatte Sarah Palin eine Politik hoffähig gemacht, die von Spaltung und Provokation lebt. Nun greift sie noch einmal an.

Bevor Donald Trump auf die Bildfläche trat, gab es Sarah Palin. Als Vizepräsidentschaftskandidatin John McCains stahl sie dem Urgestein der Republikaner im Wahlkampf gegen Barack Obama 2008 die Show. Die frühere Gouverneurin von Alaska und Mutter von fünf Kindern machte mit ihren schrillen Auftritten den Rechtspopulismus erst hoffähig in der „Grand Old Party“.

Sie zelebrierte ihre hinterwäldlerische Weltsicht als Tugend. Gefragt nach ihrer außenpolitischen Erfahrung sagte die Frau, die erst im Jahr 2007 ihren ersten Reisepass beantragt hatte, sie könne Russland von ihrem Haus in Alaska aus sehen.

Was Sarah Palin am besten kann: Selbstinszenierung

Das Partei-Establishment war seinerzeit entsetzt über die Entscheidung McCains, der grellen Gouverneurin auf dem Motorschlitten eine nationale Bühne aufzubauen. Statt den angeschlagenen Kandidaten der Republikaner zu unterstützen, tat Palin das, was seit Highschool-Tagen in dem 8000-Seelen-Nest Wasilla ihr Markenzeichen war: Sie inszenierte sich selber. „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“, pflegt die feurige Populistin aus dem eisigen Alaska ihren provokanten Stil zu beschreiben.

Gewiss verstand sie es besser als viele andere in ihrer Partei, wo sie ihre Netze auswerfen musste. Palin fischte im trüben Becken der „America-First“-Nationalisten, rechtskonservativen Kulturkrieger und libertären Cowboy-Republikaner.

Die Regelbrüche von „Mama Grizzly“ spiegeln sich bis in ihren Sprachgebrauch wider. Ihre Hitliste an Wortschöpfungen ist so eigen, dass sie sich nicht in andere Sprachen übersetzen lässt. Auch das vereint sie mit dem anderen Provokateur, der sich 2015 auf einer goldenen Rolltreppe in die Niederungen der amerikanischen Politik herabließ.

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Donald Trump unterstützt Sarah Palin "total und komplett"

Trumps Rhetorik ist so eigen wie die seiner Seelenverwandten. Und auch sonst hat der Ex-Präsident vieles mit Palin gemeinsam. Inklusive der jeweiligen Karriere als Reality-TV-Star, die von ein und demselben Produzenten befördert worden war. Kein Wunder, dass Trump zu den ersten gehörte, die jetzt den Comeback-Versuch der über Jahre von der Bildfläche verschwundenen Wegbereiterin des Rechtspopulismus „total und komplett“ unterstützen.

Überraschend hat Palin ihren Hut für die Nachfolge des kürzlich gestorbenen Kongressabgeordneten Don Young in den Ring geworfen, der Alaska fast fünf Jahrzehnte in Washington repräsentiert hatte. Ihre Bekanntheit dürfte ihr bei den Vorwahlen mit 51 Bewerbern aus allen Parteien helfen, zumindest unter die letzten vier zu kommen.

Im November will sie für Alaska ins Parlament einziehen

Ob sie im November den einzigen Sitz Alaskas im Repräsentantenhaus tatsächlich gewinnen kann, ist nicht so sicher. 13 Jahre nach ihrer furiosen Premiere glauben viele, dass der Lack ab ist. Ihr abrupter Rücktritt aus dem Gouverneursamt, die Seifenoper um ihre Familie inklusive Scheidung und peinliche Auftritte in Hollywood sind nicht vergessen.

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