Newsticker
Rund 260 ukrainische Soldaten können Asow-Stahlwerk verlassen
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Private Heli-Nutzung: Lambrecht bestätigt alle Vorurteile

Mit ihrer Heli-Nutzung bestätigt Lambrecht alle Vorurteile über abgehobene Politiker

Kommentar Von Christian Grimm
11.05.2022

Verteidigungsministerin Lambrecht steht wegen einer Dienstreise mit Erholungscharakter in der Kritik. Bei diesem Helikopter-Einsatz hätten alle Alarmglocken läuten müssen.

Es gibt Dinge, die sind erlaubt, aber die tut man nicht – schon gar nicht als Politikerin oder Politiker. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat diesen simplen Grundsatz missachtet.

Sie buchte bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr einen Helikopter für einen Truppenbesuch in Nordfriesland, um sich anschließend über Ostern in den Kurzurlaub auf die nahe gelegene Insel Sylt zu begeben. Im Hubschrauber nahm auch noch ihr Sohn Platz. Die SPD-Ministerin tat das trotz all ihrer Erfahrung in der Spitzenpolitik. Bei der Urlaubsreise sind ihr Instinkt und Gespür völlig abhandengekommen. Eigentlich hätten bei ihr alle Alarmglocken läuten müssen, als sie den Hubschrauber bestellte.

Lambrecht bestätigt alle Vorurteile über Politikerinnen und Politiker

  1. Sich per Heli zu einem beruflichen Termin bringen zu lassen, um damit eigentlich in die Ferien zu düsen, ist von der Wirklichkeit der Wählerinnen und Wähler derart weit entfernt wie die Bundeswehr von der Einsatzbereitschaft.
  2. Und dann ausgerechnet Sylt auszusuchen, das Reichen-Eiland in der Nordsee, ist der zierende Goldrand um dieses Skandälchen. Christine Lambrecht hat es geschafft, wirklich alle Vorurteile über Politikerinnen und Politiker als Angehörige einer – Achtung – abgehobenen Kaste zu bestätigen.
  3. Zusätzlich kam die Dienstreise mit Erholungscharakter nur heraus, weil Lambrechts Sohn ein Foto aus dem Hubschrauber auf das soziale Netzwerk Instagram stellte. Zum mangelnden Gespür seiner Mutter kam auch noch Unvorsichtigkeit dazu.

Christine Lambrecht wird den Mitflug ihres Sohnes aus eigener Tasche bezahlen, wie es in den Statuten geregelt ist. Viel teurer zu stehen kommt ihr aber der Preis, den sie nun begleichen muss. Nachdem direkt nach der Amtsübernahme schwere Kritik aufkam, sie der Vorwurf der Inkompetenz begleitete und sie wegen der 5000 Helme für die Ukraine verspottet wurde, hatte sich die 56-Jährige zuletzt ein wenig gefangen. Nun kratzt der Heli-Flug an ihrem Ruf. Ihren neuen Spitznamen als Helikopter-Mutter hat sie schon weg.

Lesen Sie dazu auch
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

12.05.2022

Es ist wirklich erstaunlich, dass es hier die üblichen Verdächtigen auch noch zur Verteidigung dieser Politikerin ansetzt.
Nur ein paar Fragen dazu. Soweit ich das verstanden habe, hat der Flug des Filius ca. 270 € gekostet. Wo bekommt der Normalbürger einen Heli-Flug aus Berlin-Mitte nach Sylt zu diesem Preis?
Wer macht die Regeln, wonach so-etwas „legal“ ist?
Fällt es wirklich keinen auf, dass der Truppenbesuch vor Ostern direkt neben dem Urlaubsort liegt? Welchen Mehrwert hatte der Truppenbesuch für wen? Oder musste er nur zur Senkung der privaten Reisekosten umgesetzt werden?

Herr Grimm führt ganz richtig aus: „Lambrecht bestätigt alle Vorurteile über Politikerinnen und Politiker“
Ahnungslos was die Funktion anbetrifft, aber äußerst geschickt darin, diese für sich selbst zu versilbern.

Permalink
12.05.2022

Ebenso, wie die im Übrigen lächerliche Entrüstung von den üblichen Verdächtigen stammt :)

Permalink
12.05.2022

Wenn man bedenkt, was die Verteidigungsminister von Guttenberg (CSU), von der Leyen (CDU) und Verkehrsminister Scheuer (CSU,
allein 560 Millionen an Steuergeldern verbrannt ) alles verbockt haben, so hat das Verhalten von Lambrecht wohl keinerlei finanziel-
len Schaden angerichtet, zumal das Thema Verteidigung vom Bundeskanzler zur Chefsache erklärt wurde ebenso wie das Thema
Finanzen, weil er offenbar wenig hält von Lambrecht und Lindner, was nachvollziehbar ist. Im Übrigen ist die Nervosität so direkt
vor der wichtigsten Wahl in NRW auf Seiten von CDU und FDP ziemlich hoch, weil durch den steilen Aufstieg der Grünen die CDU/FDP-
Regierung abgewählt werden könnte.

Permalink
11.05.2022

Im Westen nichts Neus, leider hat Frau Lambrecht keinen Akademischen Titel an dem man rumschrauben könnte. Neid und Denunzierung sind Deutschlands liebste Kinder. Wenn es legal war, dass Frau Lambrecht ihren Sohn im Heli mitgenommen hat, wo ist da das Problem?
Wer ohne Sünde, der werfe den ersten Stein, vor allem die abzockenden Politiker bei der Maskenbeschaffung. Ekelhaft.

Permalink
10.05.2022

Es ist immer wieder schön, wenn man sich über andere Menschen aufregen kann, nicht wahr? Eine Ministerin in Stöckelschuhen? Wären da nicht besser Kampfstiefel angesagt? Dann wagt es die Dame doch tatsächlich, einen beruflichen Termin mit einem Kurzurlaub auf Sylt zu verbinden! Und nimmt dazu noch auf eigene Kosten ihren Sohn im Regierungshubschrauber mit! Mich würde mal interessieren, was die ganzen Kritiker in einer vergleichbaren Situation selber machen würden.

Denn ein Minister hat nun mal keine 35-Stundenwoche, bei der am Freitag Mittag Schluss ist bis zum Montag. Auch die Termine sucht sie sich nicht selber aus, die werden von der Administration des Ministeriums vereinbart. Wenn sich dann die Möglichkeit anbietet, im Anschluss an einen Termin noch ein paar Tage Entspannung anzuhängen, dann würden alle Kritiker hier natürlich zuerst zurück nach Berlin fliegen, um dann mit anderen Verkehrsmitteln in den Kurzurlaub zu kommen. Blöde ist an der Situation in diesem Fall nur, dass einem Minister rund um die Uhr Personenschutz zusteht und dieser Personenkreis dann natürlich auch die - sinnlose - Rundfahrt mitmachen "darf". Da ist mir jemand durchaus sympathischer, der pragmatisch mitdenkt, und der Staatskasse letztlich Geld sparen hilft.

Neid lässt sich in vielen Worten ausdrücken, wie sowohl der Artikel wie auch die Kommentare dazu zeigen. Regierungsmitglieder haben gefälligst sich so zu verhalten, wie es sich der gemeine Bürger wünscht, nicht wahr? Urlaub ist allenfalls mal im Dorfgasthaus erlaubt, aber doch nicht bei den Großkopferten in Sylt! Auch wenn man selbst ganz andere Reiseziele hat, die oft teurer sind als ein Urlaub auf Sylt - ein Minister hat sich gefälligst dort fern zu halten, gell?

Permalink
10.05.2022

BRAVO!

Der Kommentar von Herrn Grimm ist genauso unerträglich wie die Lesermeinungen darunter.

Permalink
10.05.2022

.
Dem Kommentar von Herrn Grimm haftet ein "unguter Geruch" an
(Dank an Herrn Krog für diese schöne Wortvorlage aus einem
seiner Kommentare zu Herrn Merkle)

Denn:

Wie kann Herr Grimm belegen, dass Frau Lambrecht sich "per Heli
zu einem beruflichen Termin bringen" ließ, "um damit eigentlich in
die Ferien zu düsen"

Erbitte Aufklärung hier oder in einem ergänzenden Artikel - kann
nichts "geliefert" werden, empfinde ich diese Behauptung als üble
Nachrede, nicht als "Orientierung durch fundierte Meinungen"
("Unternehmensgrundsätze")

"Und dann ausgerechnet Sylt auszusuchen, das Reichen-Eiland in der
Nordsee, ist der zierende Goldrand um dieses Skandälchen"

"Sylt" und "der zierende Goldrand" - gefundenes Fressen für Neid-
hammel in unserer Gesellschaft ......
.
Für mich unverständlich bei dem "Profil" des Herrn Grimm (abzu-
rufen unter "Alle Autoren")
.

Permalink
11.05.2022

.
Eine Lehre für mich:

Besondere Vorsicht bei Artikeln / Kommentaren des Herrn Grimm ….
.

Permalink
10.05.2022

Komplett legal. Interessant wäre noch, was sie denn tatsächlich als private Kosten musste. Außerdem ist das ja nicht das erste Mal .....die Bildzeitung berichtet von insgesamt 7 Auslandsreisen...... Slowenien, Helsinki, Liechtenstein, Lissabon, Luxemburg, Paris und Prag

Alles zum Wohl des deutschen Volkes :-)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Permalink
10.05.2022

Die Frau ist einfach untragbar als Verteidigungsministerin. Braucht man eigentlich als Minister keinerlei Sachkenntnis? Kommt es bei dem Job nur darauf an, dass man ihn mit guten Beziehungen "ergattert" und dann finanziell ausgesorgt hat? Da kommt sich doch jeder Normalbürger total verarscht vor, der für seinen Beruf jede Menge Ausbildung und bestandene Prüfungen braucht.

Permalink
10.05.2022

Jeder Bäckereiverkäufer, der ungefragt etwas vom alten Brot mit nach Hause nimmt, wird fristlos entlassen. Als Politiker darf man auch nicht über öffentliches Eigentum verfügen, um sich dadurch private Vorteile zu verschaffen. Betrug ist eine Straftat, den Vermögensschaden trägt in diesem Fall der Steuerzahler.

Permalink
10.05.2022

Fast jede Nation hat einen ehemaligen General, Major oder ähnliches an Verteidigungsminister. Nur wir haben eine Strickliesl, welche maximal Ahnung von Töpferkursen hat, an oberster Stelle. Noch dazu nutzt sie diese Position zu ihrem Vorteil schamlos aus.
Wir brauchen wirklich nicht mit den Finger auf andere Nationen zeigen.

Permalink
10.05.2022

Tja mit Mutti als Verteidigungsministerin kann man schon mal einen auf "dicke Hose" machen.

Permalink
10.05.2022

Was will man von der Frau erwarten, die mit Stöckelschuhen zu "Ihrer" Truppe fliegt?

Permalink
10.05.2022

Ergeben sich für mich zwei Fragen:
1. Wann werdem Ministerposten, hier der des Verteidigungsministers, endlich wieder mit Personen mit Fach- und Sachkenntnis besetzt?
2. Spielt hier die gewollte paritätische Besetzung - Frauen auf Ministerposten - auch eine negative Rolle? Nach dem Motto, Geschlecht vor Sachkenntnis?

Permalink
10.05.2022

Ich gebe Ihnen 1 Antwort auf Punkt 1:
Ein Minister ist primär ein Verwalter und Sprecher. Den Job mit der Fachkompetenz machen dann die Staatssekretäre. (sollten sie zumindest)
Zu Punkt 2:
Weibchen vor Männchen, war die Devise, und eigentlich wollte sie ja gar nicht.
Ich glaube die beißt sich inzwischen ganz arg in den H... dass sie dem Ruf doch gefolgt ist. - aber was hätten wir dann bekommen, musste ja aus proporzgründen weiblich und SPD sein.... ich möchte das nicht weiter ausführen

Permalink
10.05.2022

Nicht nur Missbrauch von Staatseigentum sondern auch Dummheit.
Wenn das alles so stimmt, dann soll sie ihre Koffer packen und gehen!

Permalink
10.05.2022

Das kleinere Problem ist halt, dass es eben kein Missbrauch ist, weil es explizit erlaubt ist, muss Sie halt selbst bezahlen.
Das größere ist wohl, das, wie im Artikel beschrieben, nicht alles was erlaubt ist auch clever oder gut ist. In diesem Fall halt, sorry für den Ausdruck, selten bescheuert und instinktlos, aber vollkommen legal.

Permalink