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Ukraine-Krieg
04.05.2022

Steinmeier hofft weiter auf Gespräch mit Selenskyj

Viel unterwegs: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bemüht sich um Zusammenhalt zwischen den europäischen Staaten.
Foto: Britta Pedersen, dpa

Frank-Walter Steinmeier bereist im Angesicht des Ukraine-Kriegs weiter viele osteuropäische Staaten. Auch mit Kiew sucht der Bundespräsident weiter den Kontakt.

Wolodymyr Selenskyj wollte Frank Walter Steinmeier vor wenigen Wochen nicht in Kiew begrüßen, weshalb der Bundespräsident eine geplante Reise im Zuge des Ukraine-Kriegs absagen musste. Nun bekräftigt der SPD-Politiker aber noch einmal seine Gesprächsbereitschaft mit dem ukrainischen Präsidenten.

Nach einem Treffen mit dem rumänischen Staatschef Klaus Iohannis erklärte Steinmeier in Bukarest: "Wir Deutsche unterstützen die Ukraine aus vollem Herzen." Zugleich sicherte er weitere deutsche Hilfen zu. Die deutsche Unterstützung bringe er bei Besuchen wie in Rumänien zum Ausdruck - "und natürlich auch im Austausch mit meinem ukrainischen Amtskollegen, wenn das möglich ist".

Mitte April wollte Steinmeier gemeinsam mit den Staatschefs aus Polen und den baltischen Staaten zu Selenskjy reisen. Letztlich mussten die vier osteuropäischen Politiker den Weg ohne das deutsche Staatsoberhaupt antreten. Bundeskanzler Olaf Scholz erklärte zuletzt, wegen dieser Ausladung des Parteifreundes reise er trotz einer mehrfach ausgesprochenen Einladung nicht nach Kiew.

Video: dpa

Steinmeier sichert Rumänien deutschen Beistand zu

Steinmeier soll mehrfach versucht haben, telefonisch Kontakt zu Selenskyj aufzunehmen, doch das gelang nicht. Die ablehnende Haltung des Ukrainers wird mit der Russland-freundlichen Politik des ehemaligen Außenministers unter Kanzlerin Angela Merkel erklärt. Am Dienstag hatte Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU) die ukrainische Hauptstadt besucht und war dabei auch auf den ukrainischen Präsidenten getroffen.

Bei seinem eintägigen Arbeitsbesuch in Bukarest sicherte Steinmeier Rumänien deutschen Beistand im Fall einer russischen Aggression zu: "Unsere Bündnissolidarität gilt ohne Wenn und Aber." Im Gegensatz zu der Ukraine ist Rumänien Mitglied der EU und des transatlantischen Bündnisses Nato.

Iohannis dankte für Unterstützung bei der Sicherung des rumänischen Luftraums durch Eurofighter-Kampfflugzeuge der Luftwaffe. Rumänien hat im Norden und Südosten eine gemeinsame Grenze mit der Ukraine. (mit dpa)

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