Wer sich für Geschichte, Kultur und Religion interessiert, hat in der Türkei viele Anlaufstellen. Das Land vereint 22 UNESCO-Welterbestätten, deren Geschichten teils mehr als 10.000 Jahre zurückgehen. Eine der aufregendsten Stätten stellt die antike Stadt Ephesus dar. Immerhin beherbergt sie eines der sieben Weltwunder. Was Türkei-Urlauberinnen und -Urlauber in Ephesus entdecken und lernen können, erfahren Sie hier.
Wo liegt Ephesus – und wie können es Touristen erreichen?
Die Siedlungsgeschichte in der Region des späteren Ephesus begann laut der UNESCO World Heritage Convention im 7. Jahrtausend vor Christus. Der Ort lag in der Antike demnach direkt am Mittelmeer und dem ehemaligen Mündungsgebiet des Flusses Kaystros. Heute trennen die Ruinen von Ephesus, die an der türkischen Westküste (Ägäis) etwa 70 Kilometer südlich der Stadt Izmir liegen, und das Meer rund fünf Kilometer.
Touristen können Ephesus, das im Altgriechischen Ephesos und im Türkischen Efes heißt, laut der Plattform urlaubsguide.de gut von Izmir aus erreichen – am besten mit dem Bus oder Zug. Von der Metropole mit mehr als vier Millionen Einwohnern werden auch viele geführte Touren angeboten. Alternativ kann ein Ausflug nach Ephesus von Selcuk aus geplant werden. Der kleine Badeort liegt nur wenige Kilometer von den Ruinen entfernt. Auch von Istanbul aus werden Bustouren angeboten. Die einfache Fahrzeit beträgt allerdings rund acht Stunden. Auf der offiziellen Ephesus-Website werden Touren von Izmir, Istanbul, Bodrum und Kusadasi angeboten.
Wofür ist Ephesus bekannt?
Ephesus setzt sich laut UNESCO aus hellenistischen und römischen Siedlungen zusammen. Die antike Stadt soll eine der bedeutendsten und größten Metropolen Kleinasiens gewesen sein. Ein Status, den Ephesus vor allem als römische Hafenstadt und Handelsmetropole mit Seekanal und Hafenbecken erreichte. Bei Ausgrabungen wurden bedeutende Monumente aus der Zeit des Römischen Reichs zutage gefördert. Die UNESCO zählt als Highlights das Große Theater, in dem bis zu 25.000 Menschen Platz hatten, und die Celsus-Bibliothek auf – beide sind noch gut erhalten.
Weniger gut erhalten ist der Artemis-Tempel, der in der Antike als größter Tempelbau eines der sieben Weltwunder darstellte. Laut dem ARD-Format Planet Wissen wurde das Bauwerk im Jahr 440 vor Christus fertiggestellt. Die Bauzeit soll rund 120 Jahre betragen haben. Im Jahr 356 vor Christus wurde der Tempel größtenteils zerstört, danach aber noch größer aufgebaut als zuvor.
Planet Wissen gibt an, dass die Grundlage des Artemis-Tempel eine 125 mal 65 Meter große Plattform aus Marmor darstellte. Die Dachkonstruktion soll von 127 Säulen, je 18 Meter hoch, gehalten worden sein. Gewidmet war das Bauwerk einer Abwandlung der griechischen Göttin Artemis. Die endgültige Zerstörung der Tempelanlage wird Konstantin dem Großen zugeschrieben. Sie soll zwischen 280 und 337 nach Christus stattgefunden haben. Heute können die Überreste besichtigt werden – und Besucherinnen und Besucher können alles über die Erbauung und die Bedeutung des Tempels lernen.
Rund sieben Kilometer von Ephesus entfernt befindet sich laut UNESCO das Haus der Mutter Maria. Die Kuppelkapelle wurde restauriert und stellt seit dem 5. Jahrhundert eine bedeutende Pilgerstätte für Christen dar.
Ephesus in der Türkei: Eintritt und Öffnungszeiten
Wer den Artemis-Tempel sehen möchte, kann dies tun, ohne Eintritt bezahlen zu müssen. Allerdings ist der Zutritt zur archäologischen Stätte und dem Museum kostenpflichtig. Anfang 2026 lag der Eintrittspreis laut der offiziellen Website bei 40 Euro pro Person. Wer neben den Ruinen und dem Museum auch noch die Johannes-Basilika und die Terrassenhäuser sehen möchte, muss 65 Euro bezahlen.
Ephesus, das seit 2015 ein UNESCO-Welterbe darstellt, kann 365 Tage im Jahr besichtigt werden. Die Ruinen und das Museum stehen Türkei-Touristen laut der Website der Stätte jeden Tag zwischen 8.00 Uhr morgens und 18.00 Uhr abends offen. Tickets gibt es bis 17.30 Uhr.
Auch interessant: In der Türkei wurden zuletzt strenge Regelungen beschlossen. Neben einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche soll es ein allgemeines Rauchverbot geben.
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