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Fernweh-Rezepte
17.03.2022

Vietnam an den Küchentisch geholt

Der Literatur-Tempel in Hanoi.
Foto: Roman Babakin, Adobe Stock

Vorfreude auf Vietnam: Das Ingwer-Hühnchen hat ein kleines Geheimnis. Mit diesem Rezept schmeckt es wie im Urlaub.

Wenn man schon nicht ohne Weiteres in die Welt reisen kann, dann holen wir sie uns nach Hause. In unserer Serie „Hungrig auf die Welt“ wollen wir Ihr Fernweh füttern. Jede Woche ein schöner Reisemoment und ein Rezept – für einen schönen Abend. Oder eine etwas andere Pause im Homeoffice. Aber kosten Sie selbst …

Die Vorfreude auf Vietnam

Das tun wir, wenn wir wieder hinkommen: Irgendwie kommt daran in Hanoi ja nicht vorbei. Dementsprechend lang ist die Warteschlange vor dem Eingang des Ho-Chi-Minh-Mausoleums. Ruhiger geht’s im Literaturtempel (unser Foto) zu, der einer der wichtigsten im Land und zugleich Hanois erste Universität ist. Aber kein Hanoi-Aufenthalt ohne einen Spaziergang um den Hoan Kiem-See. Und am besten warten man damit auf die Dunkelheit, denn dann sind die geschwungene The Huc-Brücke zur Insel und der Jadeberg-Tempel wunderschön beleuchtet.

IngwerHühnchen aus Vietnam
Foto: Uyen Luu


Das Rezept für Ingwer-Hähnchen

Zutaten für 2 Personen: 1½ EL Pflanzen- oder Kokosöl, 2 Schalotten, grob in Ringe geschnitten, 4 Knoblauchzehen, fein gehackt, 3 TL brauner Zucker, 400 g entbeinte Hähnchenschenkel mit Haut, in mundgerechte Stücke geschnitten, 70 g Ingwer, in Juliennestreifen geschnitten, 150 ml Kokoswasser, 2–4 Vogelaugen-Chilischoten, 2 EL Fischsauce, 1 geh. TL schwarzer Pfeffer, Zum Servieren: Frühlingszwiebeln, längs in schmale Streifen geschnitten und in kaltes Wasser gelegt, bis die Streifen sich kringeln (nach Belieben), gedämpfter Reis oder Klebreis.

So geht’s: In einer großen Pfanne ½ EL Öl erhitzen. Die Schalotten darin bei schwacher Hitze goldgelb anbraten, dann den Knoblauch zugeben und mitbraten. Sobald er zu bräunen beginnt, mit den Schalotten aus der Pfanne heben und in eine Schüssel geben. Das Öl in der Pfanne lassen. Das restliche Öl (1 EL) hinzugeben und die Temperatur auf mittlere Hitze erhöhen. Den Zucker gleichmäßig in die Pfanne streuen und etwa 3½–4 Minuten karamellisieren. Dabei die Pfanne nicht aus den Augen lassen, aber nicht rühren. Sobald der Zucker eine dunklere Farbe annimmt (Vorsicht: Er verbrennt sehr schnell), die Hähnchenstücke zugeben, einige Minuten in dem Karamell anbraten und wenden.

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Den Ingwer zugeben, 2 Minuten anbraten, dann mit Kokoswasser ablöschen. Die Knoblauch-Schalotten-Mischung wieder in die Pfanne geben, Chilis, Fischsauce und Pfeffer unterrühren. Den Deckel auflegen und alles bei schwacher Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 10–15 Minuten einkochen, bis die Flüssigkeit reduziert, das Gericht aber noch saftig und klebrig ist.

Übrigens: Das Rezept lässt sich gut im Voraus zubereiten. Der Ingwer kann durch zwei Stängel fein gehacktes Zitronengras oder Limettenblätter ersetzt werden. Das Gericht sollte einkochen, bis es klebrig und karamellisiert ist.

Dazu passt gedämpfter Reis oder Klebreis. Die Hähnchenschenkel können bei längerer Kochzeit auch am Stück und mit Knochen gegart werden. Doris Wegner

Das Rezept stammt aus dem Buch: Uyen Luu: Vietnameasy. So einfach ist die vietnamesische Küche. Dorling & Kindersley. 224 Seiten, 24,95 Euro,

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