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Überblick für 2022
11.01.2022

Nicht verpassen! Diese Jubiläen sind 2022 eine Reise wert

Auch ein Grand Canyon: der Yellowstone-Nationalpark.
Foto: Peter Endig, dpa

Das bringt 2022: Der Yellowstone Nationalpark wird gefeiert, in Ägypten steht Großes bevor – und auch in Deutschland gibt es viele Anlässe für spannende Reisen.

  • 500 Jahre Bibelübersetzung: In nur wenigen Monaten übersetzte Martin Luther 1521/22 das Neue Testament aus dem Altgriechischen ins Deutsche. Diesen Meilenstein feiert Thüringen 2022 mit dem Themenjahr „Welt übersetzen“. Zentrale Orte sind das Lutherhaus in Eisenach mit seiner Dauerausstellung „Luther und die Bibel“ und die Schreibstube Luthers auf der Wartburg. Dort erläutert die Sonderschau „Luther übersetzt“ von 4. Mai bis 6. November die theologische Dimension wie die eingesetzten sprachlichen Mittel. Die „Thüringer Bachwochen“ von 8. April bis 1. Mai gehen ebenfalls auf das Jubiläum ein – schließlich hatte Luthers Werk nicht nur grundlegenden Einfluss auf Sprache und Literatur, sondern auch auf die Kompositionen Johann Sebastian Bachs. Weitere Infos: Thüringer Tourismus GmbH, Willy-Brandt-Platz 1, 99084 Erfurt, Tel. 0361/37420, weltkultur.thueringen-entdecken.de, www.thueringer-bachwochen.de
  • Molière: Großes Theater zum 400. Geburtstag: Ob „Der eingebildete Kranke“, „Die Schule der Frauen“, oder „Der Menschenfeind“ – die Stücke des 1622 in Paris geborenen Schauspielers, Theaterdirektors und Dramatikers Molière revolutionierten die französische Theaterszene. Anlässlich des 400. Geburtstags von Jean-Baptiste Poquelin, so sein bürgerlicher Name, werden 2022 besonders viele seiner zeitlosen Dramen und Komödien weltweit auf den Spielplänen stehen. So ist beispielsweise die (unzensierte) Originalfassung des „Tartuffe“, die am 15. Januar in Paris uraufgeführt wird, am 7. und 8. Mai im Thalia-Theater in Hamburg zu sehen. Übersicht über geplante Veranstaltungen unter www.moliere2020.org, www.thalia-theater.de

Frankreich feiert den Wissenschaftler Louis Pasteur

  • Novalis: "Blaue Blume" zum 250. Geburtstag: Wer gerade in Weißenfels an der Saale ist, kann dem Novalis-Museum einen Besuch abstatten. In dem barocken Wohnhaus in der Klosterstraße 24 lebte der frühromantische Dichter Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis, bis zu seinem frühen Tod mit nur 28 Jahren. Seinem Roman „Heinrich von Ofterdingen“ entstammt die blaue Blume, als Sinnbild für Sehnsucht und Liebe ein zentrales Motiv der Romantik. 2022 wird der 250. Geburtstag des Dichters, der auch ein Jura- und Bergbaustudium abschloss, vom 6. bis 8. Mai mit einem Festwochenende in der Weißenfelser Altstadt gefeiert. Ein weiteres Museum beherbergt Schloss Oberwiederstedt in Arnstein – dort laufen Modernisierungsmaßnahmen, die bis Mai abgeschlossen sein sollen. Weitere Infos: Stadt Weißenfels, Rathaus, Markt 1, 06667 Weißenfels, Tel. 03443/370-0, www.weissenfels.de, www.novalis-weissenfels.de, www.novalis-museum.de
  • Heinrich Schliemann: 200. Geburtstag des Troja-Entdeckers: Mit der Ausgrabung des „Schatzes des Priamos“ 1873 erlangte Heinrich Schliemann Weltruhm: Vor 200 Jahren, am 6. Januar 1822, wurde der Archäologe in mecklenburgischen Neubukow geboren. Das Schliemann-Museum in Ankershagen nähert sich in zehn Themenräumen der Persönlichkeit des Forschers. Erst spät widmete sich der erfolgreiche Kaufmann, der rund 20 Sprachen autodidaktisch erlernte, der Archäologie. Sein Leben „voller Tatkraft, Risikofreude und Abenteuer“, das ihn unter anderem nach Russland und Amerika führte, beleuchtet ab Mai auch die Schau „Schliemanns Welten“ im Museum für Vor- und Frühgeschichte auf der Museumsinsel in Berlin. Weitere Infos: Schliemann-Museum, Lindenallee 1, 17219 Ankershagen, Tel. 039921/3252, www.schliemann-museum.de, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Bodestr. 3, 10178 Berlin, Tel. 030/266424242, www.smb.museum, www.visitberlin.de.
Zu Hause in Bamberg: E.T.A. Hoffmann samt Kater Murr.
Foto: Peter Endig, dpa
  • E.T.A. Hoffmann: 200. Todestag eines Multitalents: Komponist, Zeichner, Dichter: Der 1776 in Königsberg geborene Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann war vielseitig begabt. Zunächst studierte er Jura, bevor er seinen dritten Vornamen – als Zeichen der Verehrung für Mozart – in Amadeus änderte und Künstler wurde. E.T.A Hoffmann trat 1808 in Bamberg die Stelle eines Musikdirektors am heutigen „E.T.A.-Hoffmann-Theater“ am Schillerplatz an. In seinem ehemaligen Wohnhaus ist ein Museum untergebracht, dem sich ein „Zaubergarten“ mit zahlreichen Bezügen und Anspielungen auf das Leben des Romantikers anschließt. Anlässlich seines 200. Todestags ist eine Wanderausstellung geplant, die Hoffmanns Einfluss auf Musik, Science-Fiction, Literatur und Kunst beleuchtet. Die Schau „Unheimlich Fantastisch“ ist ab dem Frühjahr zunächst in Berlin zu sehen, weitere Stationen sind Bamberg und Frankfurt. Weitere Infos: Bamberg Tourismus & Kongress Service, Geyerswörthstr. 5, 96047 Bamberg, Tel. 0951/2976-200, www.bamberg.info, www.etahg.de

Der Yellowstone ist der älteste Nationalpark der USA

  • Tschechien: 200. Geburtstag des "Vaters der Genetik": Die mährische Stadt Brünn bereitet sich auf den 200. Geburtstag des Naturwissenschaftlers und Ordensmanns Johann Gregor Mendel (1822–1884) vor: Für 2022 sind ein Festival und die Enthüllung einer neuen Statue geplant. Nach seinen Versuchen mit Erbsenpflanzen formulierte Mendel die „Mendelschen Vererbungsgesetze“, die Grundlage der modernen Genetik sind. Obwohl er in Olmütz und Wien studierte, verbrachte Mendel den größten Teil seines Lebens in Brünn. Einen Eindruck von seinen wissenschaftlichen Arbeiten vermitteln das Mendel-Museum und das „Mendelanium“, in dem jeder Besucher selbst zum Forscher werden kann. Ein Spazierweg führt zum Kloster, dem er als Abt vorstand, zu der nach ihm benannten Universität und schließlich zu seinem Grab auf dem Brünner Zentralfriedhof. Weitere Infos: TIC Brno, Radnická 2, CZ-60200 Brno, Tel. 00420/542/427150, www.gotobrno.cz, www.mendel22.cz, www.mendelanium.cz
  • Frankreich: 200. Geburtstag von Louis Pasteur: Der Name Robert Koch steht in Deutschland für Wissenschaft und Forschung – in Frankreich genießt sein Kollege und Konkurrent Louis Pasteur, nach dem ebenfalls ein renommiertes Institut benannt wurde, besondere Anerkennung. Vor 200 Jahren wurde Pasteur im Departement Jura im Osten Frankreichs geboren. Ein Museum in Arbois gibt Einblick in das Leben und Arbeiten des Wegbereiters der Mikrobiologie, der Bakteriologie und der Virologie. Auch dem Thema Wein widmete sich der Wissenschaftler, nach dem das Konservierungsverfahren für flüssige Lebensmittel „Pasteurisierung“ benannt wurde. Weitere Infos: Atout France– Französische Zentrale für Tourismus, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, de.france.fr/de, www.terredelouispasteur.fr
  • USA: 150 Jahre Yellowstone Nationalpark: Der am 1. März 1872 gegründete Yellowstone-Nationalpark ist der älteste und berühmteste Nationalpark der USA. Er erstreckt sich von der nordwestlichen Ecke Wyomings bis in die Bundesstaaten Idaho und Montana und begeistert auf fast 9000 Quadratkilometern mit kristallklaren Seen, imposanten Canyons, endlosen Graslandschaften und donnernden Wasserfällen. Ein Besuchermagnet ist der Geysir „Old Faithful“, der regelmäßig eine mehr als 30 Meter hohe Wassersäule ausstößt. Wer abseits der Besucherströme unterwegs ist, kann Bisons, Grizzlybären und Wölfen begegnen. Weitere Infos: www.visittheusa.de, www.nps.gov
Mal ohne Sarkophag: die Mumie Tutanchamuns in Ägypten.
Foto: Peter Endig, dpa
  • Schleswig Holstein: Gedenken an Johannes Brahms: Obwohl die Musikmetropole Wien seine Wahlheimat war, blieb er seinen norddeutschen Wurzeln stets verbunden: Der Komponist und Klaviervirtuose Johannes Brahms wurde 1833 in Hamburg geboren, in Heide ist das Stammhaus der Familie Brahms zu besichtigen. Zum 125. Todestag widmet das Schleswig-Holstein Musik Festival Brahms vom 2. Juli bis 28. August eine Retrospektive –zahlreiche Künstler werden sich mit seinem Werk auseinandersetzen, gilt es doch am Ende der Romantik als wegweisend für den Beginn der Moderne. Beim Brahms-Festival in Lübeck ist in der Musikhochschule, der Villa Brahms sowie in Kirchen und Museen vom 7. bis 15. Mai allerlei „Fantastisches“ des Komponisten zu hören. Weitere Infos: Lübeck und Travemünde Marketing, Holstentorplatz 1, 23552 Lübeck, Tel. 0451/8899700, www.luebeck-tourismus.de, www.brahms-sh.de, www.shmf.de

Das Design-Jubiläum wird in Italien nachgefeiert

  • Italien: 101 Jahre Moto Guzzi: Die Motorräder der italienischen Traditionsmarke mit dem Adler im Emblem lassen die Herzen der Fans höher schlagen. 1921 wurde die Kultmarke im norditalienischen Mandello del Lario gegründet – alle Feierlichkeiten wurden aber wegen Corona auf dieses Jahr verschoben. Geplant sind u.a. eine Centenario Motorrad Rallye und ein internationales Moto Guzzi-Treffen. Und das Moto Guzzi-Museum zeigt ab Februar mehr als 80 Exponate von Serienmotorrädern und Rennmaschinen bis hin zu Prototypen aus der Motorrad- und Motorenentwicklung. Wer mit dem Motorrad anreist, findet rund um den Comer See viele lohnende Touren. Weitere Infos: Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Schaumainkai 87, 60596 Frankfurt, www.enit.de, www.motoguzzi.com
  • Ägypten: 100 Jahre Tutanchamun: Es war eine Sensation: Im November 1922 entdeckte der Archäologe Howard Carter das nahezu unversehrte Grab des jungen Pharao Tutanchamun. Dessen goldene Maske und mehr als 1000 Grabbeigaben genießen heute Weltruhm. Anlässlich des Jubiläums hat der Reiseveranstalter FTI eine achttägige Rundreise konzipiert, die entlang des Nils durch Oberägypten und auch nach Kairo führt. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Grabung sollen die Original-Fundstücke ab November im neuen Grand Egyptian Museum präsentiert werden. In Deutschland ist noch bis 27. Februar die Ausstellung „Tutanchamun – sein Grab und seine Schätze“ mit einem maßstabsgetreuen Nachbau der Grabkammern in Mannheim zu sehen. Weitere Infos: Die Themenreise ab Luxor und bis Hurghada ist ab 1029 Euro pro Person im Reisebüro oder bei www.fti.de buchbar (Reisetermine 8. Januar, 12. Februar, 19. März und 16. April 2022), grandegyptianmuseum.org. Die Tutanchamun-Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim wird von SC Exhibitions veranstaltet, Tickethotline 069/1340 447, www.tut-ausstellung.com
Teuer, aber schon schön: die Elbphilharmonie in Hamburg.
Foto: Peter Endig, dpa
  • Hamburg: fünf Jahre Elbphilharmone: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen – und wenn es wie bei der Elbphilharmonie in Hamburg nur ein fünfter Geburtstag ist. Am 11. Januar 2017 wurde das spektakuläre Konzerthaus – nach 16 Jahren Bau- und Planungszeit – eröffnet. Das wird mit einer Konzertwoche vom 9. bis 17. Januar sowie mit einer Lichtinstallation des Künstlerduo DRIFT aus Amsterdam gefeiert. Parallel dazu zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg vom 7. Januar bis 8. Mai drei weitere raumfüllende Skulpturen unter dem Titel „DRIFT: Moments of Connection“. Weitere Infos: Hamburg Tourismus GmbH, Wexstr. 7, 20355 Hamburg, Tel. 040/30051701, www.hamburg-tourism.de.
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Die Diskussion ist geschlossen.

11.01.2022

Elbphilharmonie ein Fest? Eher ein Wachrütteln das uns daran erinnern sollte, was wir einst waren und was wir heutzutage noch fertig bringen! Nebst Berliner Flughafen und Stuttgarter Bahnhof ein weitere Meilenstein des Abstiegs!

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11.01.2022

"Elbphilharmonie ein Fest?"

Ja, definitiv! Die Elphi ist, trotz der aus dem Ruder gelaufenen Kosten und Bauzeit, ein absoluter Glücksfall für Hamburg!

Waren Sie überhaupt schon mal dort?

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11.01.2022

Herr B., kennen Sie Hamburg und die Elbphilharmonie?

Ich war zwei Jahre in Hamburg tätig und habe die Stadt liebgewonnen. Letztes Jahr bin ich meiner schönen Erinnerungen wegen zusammen mit meiner Frau nach Hamburg gefahren und auch meiner Frau hat Hamburg sehr gut gefallen. Sie hat erfreut zugegriffen, als sie bald darauf die Möglichkeit hatte, erneut nach Hamburg zu reisen.

Ja, ein bisschen Abstieg erkenne ich allerdings auch: Vor 20 Jahren konnte ich noch am frühen Montagmorgen vom Augsburger Flughafen Richtung Hamburg abfliegen und Freitagnacht mit der letzten Maschine wieder dort landen.

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