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Turnier

18.01.2020

100 Politiker schafkopfen um die Wette

Manche Teilnehmer bleiben beim Schwabmünchner Dreikönigs-Kartenspiel bis 7 Uhr früh

Nur gut 100 Kartler durften diesmal am Dreikönigs-Schafkopfturnier im Schwabmünchner Musikerheim teilnehmen – aus rechtlichen Gründen. Da gab es lange Gesichter bei einigen, die nicht geladen wurden.

Trotz dieses Umstands gelang den Veranstaltern, der Stadtmusikkapelle und dem ADAC-Ortsclub Schwabmünchen, ein sehr harmonischer, geselliger und langer Abend. Der Beweis dafür, dass die Gäste sich auf der Veranstaltung wohlfühlten: Die letzten von ihnen wurden erst morgens um 7 Uhr vom Fahrservice nach Hause chauffiert. Die beiden Chefs der Veranstaltung, Peter Schäfer und Erwin Joppich, freuten sich sehr darüber, dass die gesamte Veranstaltung so perfekt abgelaufen sei. Natürlich nicht für alle, denn manche mussten sich mit den hinteren Plätzen beim Turnier begnügen, oftmals ganz überraschend. Der Schwabmünchner Stadtrat Andreas Rest wurde beispielsweise Letzter, und Felix Rau sowie Hans Nebauer landeten nicht viel weiter vorne. Die anwesenden Politiker, unter anderem Europa-Abgeordneter Markus Ferber, Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz, Landrat Martin Sailer und Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller, landeten im breiten Mittelfeld. Sieger wurde Markus Hanisch (90 Punkte) vor Wolfgang Frank (86 Punkte) und Günther Hälbig (79 Punkte).

Es gab wieder einen neuen Kopf im von Felix Weinold gezeichneten und von der Raiffeisenbank gesponserten Kartenspiel: Hans Mülller aus Langerringen, der bei allen 14 Turnieren dabei war, wurde als Schell Ober verewigt. In seiner Laudatio würdigte der ehemalige Schwabmünchner Notar Manfred Rapp den Langerringer Bäckermeister als herausragenden Sponsor und als „einen der nettesten Menschen in ganz Bayern“. Dann ging es mit den Hunderten offiziell und danach inoffiziell gespielten Partien los.

Darunter wurden zwei „Tout“ (der Gegner macht keinen Stich) gespielt und auch gewonnen. Zum Kartenabend gehörte auch die Kulinarik mit gesponserten Speisen und Getränken. Unter anderem hatten die Damen der beiden veranstaltenden Vereine rund 1200 Canapees zubereitet.

Die gestifteten Preise waren zusammen über 4000 Euro wert; eine zusätzliche anonyme Spende erhöhte die Summe auf 14000 Euro. Insgesamt wurden bei den bisherigen 14 Turnieren rund 50000 Euro eingespielt, die hauptsächlich für den Kauf von Musikinstrumenten ausgegeben wurden. Diesmal ging die Spendensumme in einen neuen Topf, denn es soll ein Musikerzentrum für 260 größtenteils junge Musiker nahe der Grundschule Schwabmünchen für voraussichtlich 500000 Euro gebaut werden (wir berichteten).

Der Abend war einmal mehr ein so großer Erfolg, dass Peter Schäfer und Erwin Joppich versprachen, das Turnier im kommenden Jahr wieder durchzuführen, um Spaß am Karteln und am Geselligen zu haben sowie sozial Gutes umzusetzen.

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