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19.07.2010

15 Stationen für den neuen Behördenfunk

15 Stationen für den neuen Behördenfunk

Landkreis Augsburg 15 Stationen für den neuen digitalen Funk für Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr wird es im Landkreis Augsburg geben. Der TÜV Rheinland hat den Kreis nach Standorten im Auftrag des bayerischen Innenministeriums untersucht. Inzwischen stehen die Gemeinden fest, auf deren Gebiet die rund 45 Meter hohen Masten errichtet werden sollen.

"Die Bürgermeister stehen in der Pflicht", hatte Susanna Bredemeier, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Projektgruppe DigiNet im Innenministerium, bereits im November betont. Es geht um die Installation eines neuen, abhörsicheren Digitalfunks für Polizei und Rettungsdienst. Bis 2013 soll der störanfällige und in der Reichweite begrenzte Analogfunk ersetzt werden. 945 Standorte für Digitalfunk werden in Bayern aufgebaut, hingegen 3500 Analogfunkanlagen abgebaut. Analogfunk gilt als störanfällig und technisch veraltet. Der moderne Digitalfunk ist geräuscharm. Er ermöglicht den Einsatzkräften auch, medizinische Daten schnell ans Krankenhaus zu übermitteln.

Nachdem anfangs Kritik wegen "Geheimniskrämerei" am bayerischen Innenministerium laut geworden war, geht man dort inzwischen in die Offensive. Bereitwillig nennt die Projektgruppe DigiNet die für die Masten auserkorenen Suchkreise, sprich Gemeindegebiete. Konkrete Angaben zu den Standorten werden mit Hinweis auf den Schutz vor Sabotage nicht gemacht.

Wo genau die Funkmasten hinkommen, solle in Absprache mit den Gemeinden geregelt werden, erklärt Sprecherin Susanna Bredemeier. Sie vergleicht das neue digitale Funknetz mit einem Bienenwabennetz: jede Wabe steht für eine sechseckige Funkzelle. Bei der Wahl der Standorte werde auf Kriterien wie die Nähe zur Autobahn oder einer Klinik geachtet. Oberstes Ziel ist es laut Susanna Bredemeier, den Funk auf bereits bestehende Masten, zum Beispiel von Mobilfunkbetreibern, draufzusetzen. Antennenstandorte, zum Beispiel von Polizei oder Feuerwehr, sollen ebenso vorrangig genutzt werden.

15 Stationen für den neuen Behördenfunk

Abstimmung mit den Kommunen läuft

Einen Unterschied gibt es zum Handynetz: Während Mobilfunkfirmen vor allem Standorte suchen, an denen sie die meisten Kunden erreichen, geht es beim Behördenfunk um eine flächendeckende Abdeckung. Susanna Bredemeier: "Wir müssen das Optimale rausholen, um auch jeden Einödhof zu versorgen."

Folgende 15 Gemeinden im Landkreis Augsburg stehen nach derzeitigem Stand auf der Liste für Basisstationen: Thierhaupten, Meitingen, Lützelburg, Aystetten, Bonstetten, Wörleschwang, Lindach, Diedorf, Fischach, Walkertshofen, Waldberg, Straßberg, Oberottmarshausen, Schwabegg und Graben.

TÜV Rheinland macht für jedes Gemeindegebiet drei bis vier Vorschläge auf kommunalen oder privatem Grund. "Zurzeit stecken wir in der Feinabstimmung mit den Kommunen", so Susanna Bredemeier. Die Standortfrage werde öffentlich in den Gemeinderatssitzungen behandelt. In Gablingen zum Beispiel war dies schon der Fall: Hier wurde im Mai die Anfrage besprochen, ob die Antenne für den Digitalfunk auf den Wasser-Hochbehälter zwischen Gablingen und Lützelburg errichtet werden darf. Bürgermeister Karl Hörmann nannte den Standort "ideal". Der Mast liege dann nicht in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern und könnte von Mobilfunkanbietern mitgenutzt werden.

Offen ist die Standortfrage zum Beispiel noch zwischen den zwei Landkreisen im Raum Baar und Thierhaupten. Eine Möglichkeit ist der Staatsforst. Dort stünde der Mast auf Thierhauptener Flur.

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