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Königsbrunn

23.05.2019

150.000 Euro Schaden bei Industriemüll-Brand an der B17

130 Rettungs- und Hilfskräfte waren bei dem Brand eines Müll-Lagers in Königsbrunn im Einsatz.
Bild: Feuerwehr Königsbrunn

Plus Bei dem Brand in einem Müll-Lager bei Königsbrunn entstand ein Schaden in Höhe von 150.000 Euro. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

Der Geruch von verbranntem Plastikmüll liegt auch am Donnerstagmorgen noch über dem Gelände der Firma Remondis in Königsbrunn. Die offenen Lagerhallen sind nach dem Feuer vom Mittwochabend (wir berichteten) vom Rauch verrußt. Doch ansonsten sieht es hier aus wie in einem normalen Abfallentsorgungsunternehmen: Bagger räumen den Müll zur Seite, Laster liefern ihn an und ab. „Wir sind fast wieder im Regelbetrieb“, sagt ein Mitarbeiter.

150.000 Euro Schaden sind nach Schätzung der Polizei bei dem Feuer entstanden. Die enorme Hitze hatte dazu geführt, dass sich Teile der Stahlkonstruktion verformt haben. Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt. Er war bei der Bekämpfung des Brandes umgeknickt und erlitt eine Verletzung am Fuß. Weitere Menschen kamen bei dem Feuer in Königsbrunn nicht zu Schaden. Zur Brandursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Gegen 18.45 Uhr war das Feuer am Mittwoch auf dem Gelände an der Bobinger Straße bei der B 17-Abfahrt Königsbrunn Süd ausgebrochen. In einem Nebengebäude war Industriemüll in Brand geraten. Der Müll war zu Ballen gepresst und in dem offenen Lager untergebracht.

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Feuer bei Remondis in Königsbrunn: Rauchwolke kilometerweit zu sehen

Die dunkle Rauchwolke, die zunächst Richtung Osten und dann in Richtung Südosten zog, war kilometerweit zu sehen. Die Freiwilligen Feuerwehren Königsbrunn und Bobingen waren im Einsatz, mehrere Rettungssanitäter wurden vorsorglich zur Brandstelle beordert. Die Polizei kümmerte sich mit mehreren Streifenbesatzungen um die Verkehrsregelung. Insgesamt waren etwa 130 Rettungs- und Hilfskräfte eingesetzt.

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Riesige Rauchwolke nach Brand in Müll-Lager
Bild: Pitt Schurian, Norbert Staub, Christian Kruppe, Elmar Knöchel, Jürgen Göttle, Fritz Schwaninger, Feuerwehr Königsbrunn

Die Bobinger Straße und die Kreisverkehre waren für die Dauer des Einsatzes bis gegen 22.40 Uhr komplett gesperrt. Bis 20.40 Uhr war auch die Ausfahrt Königsbrunn-Süd an der B 17 gesperrt. Gegen 23 Uhr waren laut Polizei dann alle Glutnester gelöscht.

Anwohner während Brand per Lautsprechen gewarnt

Die Anwohner wurden über Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen, auf der Katastrophen-App „NINA“ und auch auf unserer Internet-Seite gewarnt und aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen.

Karin Frisch, die etwa einen Kilometer von dem Brand entfernt wohnt, sagt: „Es hat massiv nach verbranntem Plastik gerochen, so dass wir sofort alle Fenster und Türen geschlossen haben.“ Ernsthafte Sorgen habe sie sich aber nicht gemacht. Auf der Internet-Seite unserer Zeitung hat sie sich dann informiert, was passiert ist.

Aufräumarbeiten in Königsbrunn: Hier ist am Mittwochabend ein Müll-Lager in Brand geraten.
Bild: Norbert Staub

Wie Michael Schneider, Pressesprecher in der Remondis-Zentrale in Lünen (Nordrhein-Westfalen), berichtet, lief der Regelbetrieb in Königsbrunn am Donnerstag wieder fast normal: „Wir sind noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt, aber ansonsten geht alles seinen gewohnten Gang.“ Auch er konnte noch nichts zur möglichen Brandursache sagen: „So etwas kann in einem solchen Betrieb immer passieren, wenn Dinge in den Müll geworfen werden, die dort nicht hingehören und sich dann entzünden. Aber was in Königsbrunn genau passiert ist, müssen die Ermittler klären, und das dauert erfahrungsgemäß noch ein paar Tage. Es gibt natürlich die notwendigen Brandschutzmaßnahmen und wir achten darauf, dass die Flächen so gebaut sind, dass möglichst wenig passiert.“

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Bilder: Diese Brände bewegten Augsburg und die Region
 
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