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Gemeinderat

14.08.2019

3,6 Millionen Euro für Erweiterung des Kindergartens

Diese Ansicht zeigt den geplanten Erweiterungsbau des Kinderhauses St. Martin in Langenneufnach. Links ist der Neubau zu sehen, rechts das Bestandsgebäude.
Bild: Architekturbüro Roland Rieger

Langenneufnach investiert, damit 176 Betreuungsplätze im Kinderhaus St. Martin zur Verfügung stehen

Schnell und einstimmig segneten die Gemeinderäte die Pläne für den Erweiterungsbau des Kinderhauses St. Martin in Langenneufnach ab, die Architekt Roland Rieger während der jüngsten Sitzung vorstellte. Schon seit Längerem wird im Gemeinderat über die starke Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Kinderhaus und dem daraus resultierenden Platzmangel diskutiert. Als sinnvollste Lösung sah das Gremium daher eine Erweiterung des Gebäudes an und stimmte daher der stattlichen Investitionssumme von circa 3,6 Millionen Euro ohne Zögern zu.

Denn durch diese Investition erhöhen sich die Betreuungsplätze enorm, nämlich von derzeit 60 auf 176 Plätze. Erarbeitet wurden die Pläne zusammen mit dem Architekten durch den Träger und den Mitarbeitern des Kinderhauses, der Gemeinde, dem örtlichen Arbeitskreis, dem St. Ulrichswerk und dem Kita-Zentrum St. Simpert des Bistums Augsburg.

Gemäß den Planungen schließt sich westlich ein Erweiterungsbau ebenerdig an das bestehende Untergeschoss an. Im Neubau sollen dann drei und im Bestandsgebäude eine Kindergartengruppe untergebracht werden, sodass alle vier Kindergartengruppen auf einem Geschoss um einen Innenhof angeordnet sind. Zusätzlich sollen im Neubau Küche, Speise-, Personal-, und Mehrzweckraum sowie Sanitär-, Technik- und Lagerräumlichkeiten entstehen. Durch ein Dachoberlicht soll das Foyer beleuchtet werden. Speise- und Mehrzweckraum sowie das Foyer können durch mobile Trennwände zueinander bei Bedarf geöffnet werden.

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Lediglich kleinere Umbaumaßnahmen sind im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes nötig, damit dort dann zwei Krippengruppen sowie zwei Hortgruppen eingerichtet werden können. Der Mehrzweckraum sowie die Küche bleiben unverändert. Noch abzuklären sei, so Architekt Rieger, ob für eine behindertengerechte Erschließung der Einbau eines Aufzuges nötig sei, da bereits ein behindertengerechter Zugang auf jeder Etage vorhanden ist.

Keine Änderungen sind für den Gartenbereich im Osten für die Krippenkinder nötig. Der Garten im Süden und Westen soll durch altersgerechte Bereiche für die Kindergarten- und Hortkinder eingerichtet werden. Da dieser Gartenbereich auf verschiedenen Höhenniveaus liegt, soll dieser durch einen behindertengerechten Weg miteinander verbunden werden und auch gleichzeitig als Zufahrtsmöglichkeit für Gartenarbeiten dienen.

Noch nicht fest steht, wie genau die neue Fassade gestaltet werden solle, da die Fassadenfarbe des zehn Jahre alten Bestandsgebäudes nicht mehr lieferbar sei. Rieger regte zudem an, das Blechdach des Neubaus zu begrünen. Dies biete neben optischen Vorteilen auch eine bessere Versickerung von Regenwasser und müsse nicht gemäht werden. Bürgermeister Josef Böck erklärte, dass nun noch bei der Regierung von Schwaben wegen Fördermöglichkeiten angefragt werden solle. Ob die geplante Fertigstellung des Erweiterungsbaus bereits zum Herbst 2021 umsetzbar sei, ist jedoch fraglich, so Böck.

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