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Königsbrunn

24.07.2015

42 Jahre im Stadtrat sind für ihn genug

Für die Mitwirkung in sieben Amtsperioden (42 Jahre) des Stadtrats erhielt Walther Engelhardt den Bürgerring mit vier Edelsteinen und zum Ausscheiden den Titel Altstadtrat.Die Amtsperiode 2008 - 2014 des Königsbrunner Stadtrats wurde am 29. April 2014 mit einer Abschlusssitzung beendet. Dabei wurden alle Stadträte entsprechend ihrer zeiltichen Angehörigkeit im Rat ausgezeichnet.
Bild: Hermann Schmid

Walther Engelhardt will nicht für den verstorbenen Erwin Oppenländer in die Fraktion der Freien Wähler nachrücken. Doch wer dann? Am Dienstag ist dies ein Thema im Stadtrat.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause wird der Rat am kommenden Dienstag unter anderem den Nachfolger des vergangene Woche verstorbenen Stadtrats Erwin Oppenländer feststellen. Von der Liste der Freien Wähler (FW) müsste eigentlich Walther Engelhardt nachrücken. Doch der hat die Übernahme des Amtes gegenüber dem Verwaltungsdirektor der Stadt, Albert Teichner, bereits abgelehnt.

Feigl nennt gesetzliche Regelungen

Nach Artikel 48 des Gemeinde- und Landkreiswahlgesetzes, so informiert Bürgermeister Franz Feigl auf Nachfrage unserer Zeitung, wäre Nachrücker der sogenannte Listennachfolger, also der Kandidat oder die Kandidatin auf der jeweiligen Liste, die es bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 gerade nicht mehr in den Stadtrat geschafft haben. Nach Beginn der Wahlzeit muss der Stadtrat das Nachrücken eines Listennachfolgers feststellen. Der kann aber das Amt ablehnen, seit einigen Jahren sogar ohne Begründung.

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Walther Engelhardt hat am 16. März 2014 den Einzug in den Stadtrat nur um 13 Stimmen verpasst. Er war darüber sicher nicht gram. Engelhardt, der dem Königsbrunner Stadtrat seit 1972, also über sieben Wahlperioden hinweg, angehörte, wollte 2014 seinen Einsatz in der Kommunalpolitik beenden. Mit 80 Jahren, so seine Einschätzung, müssten die Freien Wähler und auch die Bürger dafür Verständnis haben. Er habe damals lediglich auf dem vorletzten Platz der Liste kandidiert, um eine Lücke aufzufüllen, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass ihn die Bürger nochmals auf Platz sieben nach vorne wählten, habe ihn sehr überrascht.

Die Entscheidung hat sich Engelhardt nicht leicht gemacht

Die Entscheidung, jetzt das Amt nicht mehr anzutreten, habe er sich nicht leicht gemacht. „Auf der einen Seite schätze ich sehr die Leute, die mich gewählt haben“, betont Engelhardt. „Aber auf der anderen Seite kenne ich auch niemanden, der mit 82 Jahren noch im Gemeinderat oder in einem Kreistag sitzt.“ Er habe sich darüber mit alten Weggefährten bei den Freien Wählern beraten. Den Ausschlag gab schließlich, dass er in den vergangenen Monaten doch deutliche gesundheitliche Beeinträchtigungen gespürt habe. Deshalb habe er die Übernahme des Amtes abgelehnt.

Der nächste in der Stimmenzahl auf der Liste der Freien Wähler hinter Walther Engelhardt ist Jürgen Göttle. Der Unternehmer aus dem Königsbrunner Süden wäre dann der 2. Listennachfolger. „Über das Nachrücken des 2. Listennachfolgers muss der Stadtrat entscheiden“, teilt Bürgermeister Feigl mit. „Diese Entscheidung ist Gegenstand der Stadtratsitzung am 28. Juli 2015.“

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