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Bobingen

26.06.2017

70 Jahre Hilfe für andere

Auf beinahe ein halbes Jahrhundert im Sozialverband können die Geehrten zurückblicken, hinten links Ortsvorsitzender Robert Schlund.
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Auf beinahe ein halbes Jahrhundert im Sozialverband können die Geehrten zurückblicken, hinten links Ortsvorsitzender Robert Schlund.
Bild: Ingeborg Anderson

Den Bobinger Ortsverband des VdK gibt es schon länger als seine Dachorganisation auf Bundesebene. Was der Verein neben der Unterstützung für Bedürftige noch für Ziele hat

Auf 70 erfolgreiche Jahre im Dienste der Gemeinschaft kann der Ortsverband Bobingen des VdK zurückblicken. Ein willkommener Anlass für die Mitglieder, das Jubiläum mit einem Fest in der Mittleren Mühle zu feiern.

Mit der Gründung des Ortverbandes hatten die Bobinger sich als Vorreiter erwiesen, denn ihr Zusammenschluss erfolgte nur wenige Monate nach der Gründung des bayerischen Verbandes und damit sogar drei Jahre vor seiner bundesweiten Installierung. Robert Schlund, der Vorsitzende des Ortverbandes, erklärt die Ziele: „Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Werte soziale Gerechtigkeit und Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und der Erhalt der sozialen Sicherungssysteme. Er setzt sich konfessionell und politisch unabhängig für soziale Gerechtigkeit und die Interessenvertretung sozial Schwacher und Menschen mit Behinderung ein.“

Gegründet wurde der Ortverband des VdK (Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands) am 10. Juli 1947 im Gasthaus zum Ochsen. Die zehn Gründer waren zwei Kriegerwitwen und acht kriegsbeschädigte Männer. Ziel des Verbands war es zunächst, den Menschen zu helfen, die an den Folgen des Krieges litten. Schon bald aber entwickelte sich der Verband zur Anlaufstelle für allgemeine soziale Belange. So hilft er beispielsweise bei Rentenanträgen oder anderen behördlichen Angelegenheiten. Gemeinsame Ausflüge werden unternommen und der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern durch Geburtstags- und Krankenbesuche gehalten.

Seit 1994 heißt er offiziell „Sozialverband VdK“. Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Bernd Müller, brachte es auf den Punkt: Der VdK hat sich der Menschen angenommen, die keine Lobby haben, die Hilfe, aber auch Mut und Kraft brauchen, ihre Ansprüche geltend zu machen. Er schafft den Spagat für Jung und Alt, für Gesunde und Behinderte ein wichtiges Bindeglied in unserer Gesellschaft zu sein“, sagte er in seinem Grußwort.

Wichtig ist dem Verband aber auch die Stärkung der Gemeinschaft im geselligen Miteinander. Legendär sind etwa die bunten Abende, die Muttertags- und Weihnachtsfeiern, zu denen der Andrang so groß war, dass man die Teilnehmerzahl auf 1200 Personen beschränken musste.

Geselligkeit war auch angesagt bei dem bunten, abwechslungsreichen Programm, das auf die etwa 70 Gäste zur Jubiläumsfeier wartete. Das bewährte Duo Staubwedel sorgte für die musikalische Begleitung. Dann war es Zauberer Phil Rice, der den Bürgermeister und Otto Schurr als Assistenten rekrutierte und mit viel Witz und Charme die Gäste zum Staunen und zum Lachen brachte. Außerdem trug eine Kinderchor-Gruppe des Musikinstitutes Piano & Voice sommerliche Lieder vor.

Und es wurden langjährige Mitglieder geehrt: Felix Schachtschabel für 49 Jahr, Hans Mayer für 48 Jahre, Klaus Schuster für 46 Jahre sowie Horst Wessels für 45 Jahre beim VdK. Außerdem Christine Willutzki, die zwar erst seit fünf Jahren offiziell dabei ist, die aber ihrem Mann bei seiner Tätigkeit im Verband viele Jahre aktiv unterstützte.

Ganz neu als Mitglied ist Verena Tagwerker aus Wehringen: „Man wird älter und fragt sich, welche Hilfe man mal benötigt. Vielleicht braucht man mal rechtliche Beratung oder einfach nur Gesellschaft“, sagt sie.

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