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Klosterlechfeld

10.07.2020

80-jähriger Kunstmaler verpasst alten Gemälden einen neuen Anstrich

Heinz Haberland (hinten) mit Karl-Heinz Weinzierl bei Restaurationsarbeiten im Creszentia-Kloster in Kaufbeuren vor drei Jahren.
Bild: Hieronymus Schneider (Repro)

Plus Kunstmaler Heinz Haberland hat schon bei der Restaurierung des Ottobeurer Klosters mitgeholfen. Mit 80 Jahren denkt er noch lange nicht an den Ruhestand.

An zahlreichen Gebäuden in seiner Heimat Klosterlechfeld hat Kunstmaler Heinz Haberland Spuren hinterlassen. Die Fassade der Wallfahrtskirche Maria Hilf ist wohl eines seiner bekanntesten Werke. Aber auch dem Rathaus, der Gaststätte „Grüner Baum“ und der Schule gab Haberland ein neues Gesicht. Nun hat der bekannte Fassadendesigner seinen 80. Geburtstag gefeiert.

Jahrzehntelang führte er als Selbstständiger einen Malerbetrieb in Klosterlechfeld. Seit dem Rentenalter hat er sich ganz der freien Malerei verschrieben. Von Ruhestand kann noch keine Rede sein. Denn bis heute ist der 80-Jährige vier Tage in der Woche unterwegs, um historische Gebäude und Villen mit Edeltechniken, Kunstmaler- und Restaurationsarbeiten zu verschönern. Derzeit ist er dafür im Allgäu unterwegs.

Haberlands Kunsthandwerk hat ihm schon Auftritte im Fernsehen eingebracht

Fünf Jahre war Haberland als freier Mitarbeiter beim Restaurator und Kirchenmaler Karl-Heinz Weinzierl beschäftigt. Ein ganzes Jahr arbeitete er auf einem Gerüst an den Deckengemälden im Ottobeurer Kloster.

Das brachte Haberland sogar einige Fernsehauftritte ein. Denn regionale Sender berichteten über die aufwenigen Arbeiten.

Auch in diesem Jahr ist Haberland mit Aufträgen voll eingedeckt – wie bei der Villa Rothenfels oder dem Hotel „Dreikönig“ und dem Café Kohlhund in Immenstadt. In Oberstaufen hat er ein 25 Quadratmeter großes Erkerdach vergoldet. „Ein Angebot, in Abu Dhabi zu arbeiten, habe ich aber dann doch aus Altersgründen abgelehnt“, sagt der Künstler.

Heinz Haberland

Seine Kraft schöpft er aus der Liebe zur Arbeit, wie er sagt. Die Wochenenden verbringt Haberland in seinem Haus in Klosterlechfeld, das der Witwer alleine bewohnt. Seine jüngste Tochter wohnt mit den beiden Enkelkindern gleich nebenan. So wird es dem 80-Jährigen auch daheim nicht langweilig.

Im Winter widmet er seine Arbeitszeit dem Kloster in seiner Heimatgemeinde

Im Keller hat er außerdem noch einen Arbeitsraum, in dem er Bilderrahmen und andere Ziergegenstände vergoldet oder restauriert. In seiner knappen Freizeit greift Haberland auch gern zur Gitarre, denn die Jazzmusik fasziniert ihn als ehemaligem Mitglied einer Jazz- und Swing-Band bis heute.

Freude und Entspannung findet er auch bei seiner großen Modelleisenbahn. Seiner Heimatgemeinde Klosterlechfeld, in die er als Fünfjähriger von Langengeisling bei Erding kam, fühlt sich der Künstler sehr verbunden. In den Wintermonaten widmet er seine Arbeitszeit dem Kloster, hilft bei der Restaurierung oder der Vergoldung des Franziskanerkreuzes.

Für Vereinstätigkeiten im Ort hat er aber noch keine Zeit. „Das kommt erst, wenn ich in Rente bin“, sagt der 80-Jährige mit einem Lachen. Seinen Geburtstag feierte Haberland mit seinen vier Kindern, sieben Enkeln sowie engen Freunden im Schloss Igling.

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