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Stadtrat

28.06.2012

Abschied mit einigen Reflexionen

Im Stadtrat verabschiedeten die drei Bürgermeister der Stadt den bisherigen Kulturbüroleiter Franz Moritz (Zweiter von rechts) in den Ruhestand: (von links) Peter Henkel, Ludwig Fröhlich, Franz Moritz und Barbara Jaser.
Bild: H. Schmid

Kulturbüroleiter Franz Moritz geht Ende Juni offiziell in den Ruhestand. Er ist seit Anfang 1998 in Königsbrunn aktiv gewesen

Königsbrunn Mit abgewogenen, reflektierenden Sätzen hat sich der bisherige Leiter des Kulturbüros der Stadt, Franz Moritz, von Bürgermeister und Stadträten in den Ruhestand verabschiedet. Er drückte dabei seinen Dank „für die gute Zusammenarbeit in diesen 14 1/2 Jahren“ aus. Er habe in Königsbrunn „mit einem hohen Anteil an Selbstverwirklichung“ ein umfassendes Aufgabenfeld betreut, das ihn gefordert, aber auch sehr befriedigt habe.

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Franz Moritz war Anfang 1998 nach Königsbrunn gekommen und hatte hier das Kulturbüro der Stadt aufgebaut. Für die Stadt damals ein klarer Schritt, die Kulturarbeit von der bislang dominierenden Unterstützung ehrenamtlichen Engagements stärker auf eigene Veranstaltungen auszuweiten.

In der Folge hatte Moritz ein jährliches Ausstellungsprogramm im Foyer des Rathauses organisiert, ab dem Milleniumsjahr 2000 dann auch die Dreikönigskonzerte als alljährliche Höhepunkte im kulturellen Leben der Stadt. Als Kulturbüroleiter war Moritz auch für die Stadtbücherei zuständig.

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„Jeder hat seine eigene Definition von Kultur“, führte der Kulturbüroleiter aus, „aber im weitesten Sinne geht es darum: Wie soll man Zusammenleben organisieren? Welche Werte leiten dabei?“ Dies müsse man herunterbrechen auf viele Einrichtungen und Veranstaltungen. Er habe sich dabei an der Schnittstelle zwischen den Welten der Kultur und der Verwaltung gefühlt, sagte er, „die haben jeweils ganz eigene Regeln, aber sie müssen zusammengeführt werden, wenn man für die Bürger was erreichen will.“

Veranstaltungen zum Teil mit „schrillen Künstlern“

Bürgermeister Ludwig Fröhlich zählte stichpunktartig kulturelle Veranstaltungen in der Stadt auf, die Moritz organisiert und geprägt hatte – zum Teil mit „schrillen Künstlern“, so Fröhlich, die in ihm die Frage auslösten: „Sind wir in Königsbrunn schon so weit?“ Aber Kunst solle ja zu Widersprüchen anregen, bemerkte der Bürgermeister, „wenn es so weiter gelingt, dann sind wir auf einem guten Weg“.

Franz Moritz wünschte seiner Nachfolgerin – Ursula Off-Melcher wird Anfang Juli die Leitung des Kulturbüros übernehmen – eine glückliche Hand und verabschiedete sich mit den Worten: „Es war eine Ehre für mich, hier in Königsbrunn für Sie tätig zu sein“.

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