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Musikschule

06.12.2011

Adventskonzert bietet „Zeit der Entspannung“

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Stimmlich klar und ausgeglichen sang der Popchor die alte englische Hymne „Amazing Grace“.

Groß und Klein unternehmen eine musikalische Zeitreise durch 300 Jahre

Königsbrunn Mit Jeremiah Clarkes „Trumpet, Tune and March“ setzte das Blechbläserquintett des Jugendblasorchesters einen festlichen Akzent zum Auftakt des Adventskonzerts der städtischen Sing- und Musikschule in der Ulrichskirche. Kulturamtsleiter Franz Moritz begrüßte die Zuhörer in der vollen Kirche mit Gedanken über die Zeit.

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Er sinnierte über das von vielen Menschen beklagte Problem, kaum mehr Zeit zu haben. Entweder sei das, so Moritz, die allgemein beschriebene Beschleunigung oder aber fühlen sie sich überfordert, unter den vielen Angeboten das Passende auszuwählen.

Für den heutigen Nachmittag versprach er „eine Zeit der Entspannung“ in einer musikalischen Zeitreise durch die vergangenen 300 Jahre. Passend dazu zitierte er den Barockdichter Andreas Gryphius, der für sich erkannt habe: „Der Augenblick ist mein und nehm ich den in acht, so ist der mein, der Zeit und Ewigkeit gemacht“.

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Freude an der Musik spürbar

Tatsächlich boten dann Barockmusik, Klassik und zeitgenössische Kompositionen Besinnlichkeit und Vorfreude auf die nahe Weihnachtszeit. Das kurzweilige Programm umfasste verschiedenste Ensembles und Musikrichtungen. Von den Kleinsten des Kinderchores „Königsspatzen“ bis hin zu erwachsenen Musikschülern und den Dozenten schwappte Begeisterung und Freude an der Musik und am Zusammenspiel herüber.

Dabei stach das Orchester unter Leitung von Robert Weisser mit drei anspruchsvollen Programmpunkten von Vivaldi, Pachelbel und Pergolesi hervor – und mit jungen begabten Violinistinnen, dem Cembalospiel von Christoph Teichner und dem Hackbrettsolo von Monika Galkin. Auch die Bläserensembles, teils auch in Begleitung mit Harfe oder Gitarre, sowie die Chöre beeindruckten mit ihren Auftritten.

Akkordeons und Mundharmonika

Das Quartett klassischer Gitarren bewies bei einem Largo von Antonio Vivaldi höchste Konzentration und Können. Eindrucksvoll und vor allem ungewöhnlich war die „Sarabande“ von Georg Friedrich Händel, die das Akkordeon-Ensemble unter Leitung von Johannes Gretz zusammen mit dem jungen Mundharmonikaspieler Nicholas Prestel aufführte.

Das bekannte Gesangssolo „Panis Angelica“ von Cesar Franck interpretierte die junge Sopranistin Sandra Zwicknagel, begleitet von Daniel Böhm an der Orgel, klar und schön. Zum Ausklang sangen Zuhörer und Aufführende „Macht hoch die Tür“, für die Begleitung von Orchester und Bläsern hatte Christoph Teichner ein interessantes Arrangement geschrieben.

Anhaltender Applaus war der Lohn für die vielen Übungsstunden, die Voraussetzung sind für solch eine Leistung, wie Musikschulleiter Robert Weisser betonte. Sein Dank ging gleichermaßen an die Interpreten wie an die Lehrerkollegen.

Winfried Wehrle aus Heidelberg, der mit seiner Tochter das Konzert besuchte, freute sich über diese schöne Adventsstunde. „Sehr abwechslungsreich und eindrucksvoll in der Vielfalt“, fand er das Konzert, das er im nächsten Jahr nach Möglichkeit wieder besuchen will.

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