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18.02.2016

Ärztehaus als Blickfang

Dieses Ärztehaus plant ein Investor in der „Grünen Mitte“ von Untermeitingen. Im Hintergrund ist der zweite Baukörper zu sehen, der eine Kurzzeitpflege und möglicherweise auch Betreutes Wohnen aufnehmen soll.

Geplanter Neubau für die „Grüne Mitte“ in Untermeitingen. Neben drei Fachärzten sind weitere Publikumsmagneten vorgesehen – und Angebote für Senioren

Vor zwei Jahren, als der Gemeinderat die Rahmenplanung für die neue „Grüne Mitte“ in Untermeitingen verabschiedete, waren sich alle einig: An die exponierte Stelle beim Kreisverkehr gehört etwas besonders Schönes. Daran erinnerte jetzt Stadtplaner Werner Dehm vom Büro OPLA, als er dem Rat die angestrebte 5. Änderung des Bebauungsplans Nr. 42 „Westlich des Lechrings I“ vorstellte. Ein Bauträger aus Langerringen plant hier, westlich des Edeka-Marktes, ein umfassendes Objekt mit zwei Baukörpern, in dem unter anderem mehrere Arztpraxen und eine Apotheke, aber auch Gastronomie vorgesehen sind.

„Das ist etwas ganz Neues auf dem Lechfeld“, schwärmte Bürgermeister Simon Schropp, „ein richtiger Eyecatcher!“, also ein Blickfang. Er präsentierte dazu eine Computergrafik, die das markante, drei- bis viergeschossige Bauwerk direkt am Kreisverkehr zeigt.

Gut 50 Meter lang und bis zu 16,5 Meter hoch soll es werden. Im Erdgeschoss ist laut Bauherr ein Gastronomiebereich mit einer Bäckerei samt Café mit Außenbewirtung und integrierter Metzgerei geplant. Ein Arzt und ein Apotheker hätten bereits zugesagt, so Schropp, mit weiteren Ärzten und Physiotherapeuten werde verhandelt.

In einem zweiten Baukörper, der direkt nördlich angrenzt, ist Betreutes Wohnen sowie eine Tagespflege mit ambulanten Wohneinheiten vorgesehen. Auch der Bauherr, die HELU Wohnbau und Immobilien GmbH aus Langerringen, wird hier Büros einrichten. Notarverträge seien in Vorbereitung, sagte Werner Dehm, ein Bauantrag liege allerdings noch nicht vor. Jetzt gehe es darum, die im Bebauungsplan festgeschriebenen Rahmenbedingungen für die bauliche Nutzung an das Projekt anzupassen.

Dazu müsse die Gemeinde unter anderem die zulässige Geschossflächenzahl erhöhen und für die beiden Baukörper Mischgebiete mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen festschreiben. Der Bauherr sei der Kommune bei der Planung von Geh- und Radwegen entgegengekommen, teilte Schropp mit. Wie diese und der Lechring dort gestaltet werden können, das solle der Rat am besten in Verbindung mit dem Bauantrag diskutieren. Das müsse man dann auch mit dem Nachbarn Edeka abstimmen, der ohnehin die Lkw-Zufahrt neu gestalten werde.

Der Rat war schon vor einem halben Jahr in nicht öffentlicher Sitzung über das Projekt informiert worden, deshalb kamen jetzt nur sporadisch Anmerkungen. Karl Strass (CSU) hielt es nicht für ratsam, für beide Bauteile unterschiedliche Mischgebiete auszuweisen. Herbert Riess (FWV) sorgte sich, dass es nur wenige Einschränkungen für die Fassadengestaltung gebe. Das könne man bei der Beratung über den Bauantrag klären, so Dehm. Keine Kompromisse wollte Bernd Früchtl (SPD) bei der Zahl der Stellplätze zulassen, „an dieser Ecke haben wir nicht einen Parkplatz zu viel!“ Letztlich stimmten alle Gemeinderäte für die vorgeschlagenen Änderungen im Bebauungsplan.

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