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Katholiken

21.02.2015

Aktiv im Büro, im Stall – und in der weiten Welt

Ausgleich zur Schreibtischtätigkeit: freiwillig mistet Pater Maurus Blommer den Kuhstall der Jungkühe und Kälber aus.
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Ausgleich zur Schreibtischtätigkeit: freiwillig mistet Pater Maurus Blommer den Kuhstall der Jungkühe und Kälber aus.

Pater Maurus Blommer ist in Afrika, Amerika und Europa unterwegs – hilft aber gerne in Königsbrunn aus

Im Seelsorgeteam der katholischen Pfarreiengemeinschaft Königsbrunn fehlt Pater Maurus Blommer schon einige Zeit. Bereits im Dezember hatte er nach einem Pastoraljahr und seiner Priesterweihe in München Königsbrunn wieder verlassen.

Jetzt ist er wieder für den Orden der Missionsbenediktiner tätig. Doch zur Aushilfe, wenn Not am Mann ist, oder wenn ihn Stadtpfarrer Bernd Weidner sonst einmal benötigt und es vom Klosterleben machbar ist, kommt er gern nach Königsbrunn zurück, wie er betont.

Ihm habe dieses Jahr in der katholischen Pfarreiengemeinschaft sehr gut gefallen, er hat auch noch den ein oder anderen Kontakt. Nun ist seine Aufgabe in der Erzabtei St. Ottilien – oder auch in der ganzen Welt. Pater Maurus besucht als Missionsprokurator immer wieder die Klöster des Ordens, die auf vier Kontinente verteilt sind.

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Diese neuen Aufgaben erhielt er nach seiner Rückkehr aus Königsbrunn von Erzabt Wolfgang übertragen. Während er früher im Tagesheim des Internates Jugendliche bei den Schulaufgaben unterstützte und sich im Missionsmuseum engagierte, ist er jetzt in der Prokura, der Ordensverwaltung, tätig: „Meine Aufgabe ist neben den rein bürokratischen Aufgaben, wie etwa den Spenderkreis zu betreuen, Informationen herauszugeben oder Veranstaltungen mit zu organisieren, vor allem Bindeglied zu sein zwischen der Erzabtei und den Klöstern, die auf der ganzen Welt verteilt sind.“ Kürzlich war er in Togo, vor Weihnachten war er in Tansania. Demnächst fliegt er in die USA.

Es mache ihm viel Freude, erzählt er. Man erlebe viel Liebenswürdigkeit und Begeisterung der Menschen, Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit, wie man es selten hier in Europa erfahre, berichtet er, aber es gebe auch die andere Seite, etwa fehlenden Realitätssinn, was ihn auch manches Mal frustriere.

Es sei spannend und anstrengend zugleich, so räumt er ein, sich vor Ort immer wieder an die unterschiedlichen Mentalitäten der Menschen und andere Umstände gewöhnen zu müssen.

Zukunft schaffen, heiße aber auch Strukturen schaffen und diese dem jeweiligen Land anzupassen. Das sei die große Herausforderung. Schon lange sei man abgekommen von der Wohltäter-Mentalität früherer Jahre. Da müsse man auch umdenken in der Kirche, erwähnt Maurus.

Als Ausgleich zu diesen Herausforderungen beschäftigt sich Pater Maurus in seiner Freizeit mit den Jungkühen und Kälbern in der Landwirtschaft von St. Ottilien. Früher war er täglich in ihrem Stall. Das kann er jetzt nicht mehr, aber zwei bis dreimal in der Woche mistet er aus. „Ich bin jetzt nicht der typische Jogger, ich arbeite lieber bei den Tieren“, sagt er, „und wenn sie dir, weil sie dich inzwischen gut kennen, die Hand abschlecken – das ist einfach schön“.

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