Umwelt

12.04.2019

Alle für die Bienen

Die Klasse 3c der Grundschule Süd präsentiert mit Klassenlehrerin Laura Grabowski und Direktorin Elisabeth Gaigl (links) ihr Wildbienen-Projekt. Foto: Teresa Reindl

Grundschullehrerin Laura Grabowski erklärt, wie sie sich mit ihrer Klasse für Artenschutz von Wildbienen einsetzt

„Rettet die Bienen“ – diese Losung liegt voll im Trend. Auch die Grundschule Süd in Königsbrunn beschäftigt sich damit: In Zusammenarbeit mit Alztal Honig hat die Klasse 3c ein Wildbienenhotel inklusive 40 Kokons gesponsort bekommen. Das Projekt rief die 28-jährige Referendarin Laura Grabowski ins Leben. Nachdem sie bei ihrer Mutter gesehen hatte, dass dies relativ einfach zu handhaben ist, fing sie selbst an, sich mit dem Thema Wildbienenzucht auseinanderzusetzen. Das Projekt in der Klasse startete dann im Februar. „Diese Thematik lässt sich in der ersten und zweiten Klasse gut in den Lehrplan integrieren, da hier Insekten durchgenommen werden“, sagt die Lehrerin. Ende März setzten die Schüler die Kokons in die Unterkunft ein. Aus diesen werden 20 Männchen und 20 Weibchen schlüpfen, die sich in den Gängen des Wildbienenhotels einnisten können. Es werden rote und gehörnte Mauerbienen gezüchtet. „Sie können eine Bestäubungsleistung von bis zu 300 Honigbienen erfüllen“, sagt Grabowski. Allerdings produzieren sie keinen Honig. „Mauerbienen sind äußerst friedliebend, sie greifen von sich aus keinen Menschen an und haben kein Gift. Somit sind sie gut zum Einsatz an der Schule geeignet“, sagt die Lehrerin. Da Mauerbienen ein wichtiger Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen sind, setzt sich die Grundschulklasse nicht nur für Artenschutz, sondern auch für die Umwelt ein. Je häufiger eine Blüte bestäubt wird, desto größer wird die Frucht.

Jetzt im Frühjahr müssen zur Unterstützung der Insekten bienenfreundliche Frühblüher als Futterpflanzen eingesetzt werden, im Sommer findet die Futtersuche dann selbstständig statt. Futterpflanzen, Blumenkästen und Erde stiftete ein Gartencenter. Im Herbst werden dann neue Kokons in das Wildbienenhotel eingesetzt, die entweder draußen oder im Kühlschrank überwintern.

„Ich finde euer Projekt ganz großartig, wie ihr dadurch im Kleinen Artenschutz betreibt und so die Umwelt unterstützt“, sagt Direktorin Elisabeth Gaigl zu ihren Schülern. Diese sind auch begeistert. „Mir hat es gut gefallen, man hilft der Natur und es macht Spaß“, sagt Anton, dessen Papa Imker ist. „Man verbessert die Welt ein kleines Stück“, sagt Viktoria.

Einige Familien haben jetzt auch zuhause ein Wildbienenhotel. „Es ist ganz einfach, sich selbst ein Hotel zuzulegen, man kann es aus Dosen bauen“, sagt Grabowski. Die Hilfsbereitschaft unter den Eltern ist groß, die das Projekt zum Teil mit Blumenspenden unterstützt haben. „Es ist schön, dass wir mit unserem Vorhaben etwas beitragen und auch andere auf dieses Thema aufmerksam machen können“, sagt die 28-Jährige. (trein)

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