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Königsbrunn

05.01.2019

Alles Geld soll in den Brunnenbau fließen

Solche stabilen, wartungsfreien Brunnen sollen mit dem gesammelten Geld gebaut werden.
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Solche stabilen, wartungsfreien Brunnen sollen mit dem gesammelten Geld gebaut werden.
Bild: Siegfried Hertlen

Ein neuer Verein aus Königsbrunn sammelt Spenden, damit Menschen in Afrika Trinkwasser bekommen. Wie die katholische Kirche dabei helfen kann.

Viele Menschen, die ihre Heimat Afrika verlassen, kommen aus der reinen Notsituation heraus, weil sie dort keine Existenzgrundlage finden. Noch viel zu viele Gebiete gibt es dort, denen die einfachsten Lebensgrundlagen fehlen. Eine davon ist frisches sauberes Wasser zu haben. Für uns hier kaum vorstellbar. Eine zwölfköpfige Gruppe Königsbrunner Bürger hat Anfang Oktober einen Verein gegründet, durch den sie eine Verbesserung dieser Notsituation in den Ländern Tansania, Kenia, Togo und Südafrika erwirken wollen.

Für ihren Verein wählten sie Namen KfBiA – Königsbrunn fördert Brunnenbau in Afrika. Bis Ende des Jahres haben die engagierten Mitglieder die stolze Summe von 7500 Euro gesammelt. Das Geld kommt vorwiegend aus Privatspenden und stammt bis auf ein paar wenige überregionale primär aus der Region. Eine kommunale großzügige Spende kam aus dem Landratsamt. „Darüber habe ich mich schon sehr gefreut, dass uns Landrat Martin Sailer 1000 Euro spendete“, sagt der Vorsitzende, Siegfried Hertlen: „Mein Ziel ist bis Ende des Monats die Summe von 10000 Euro zusammenbekommen zu haben. Damit wäre der Bau eines Brunnens finanziert und wir können dann Bundeszuschüsse beantragen, über die man in Refinanzierung den nächsten Brunnenbau angehen kann.“

Spendenaktion mit FCA-Tickets als Prämie

Dafür möchte Hertlen alle Firmen in Königsbrunn anschreiben und um deren Spenden bitten. Natürlich ist jeder Bürger herzlich eingeladen und der Verein bringt zusätzlich den Anreiz FCA. Auch durch eine Mitgliedschaft kann man den Verein unterstützen. Der Monatsbeitrag ist mit fünf Euro angesetzt.

Den eigentlichen Brunnenbau wird für den Verein zunächst das Kloster St. Ottilien organisieren. Die Missionsbenediktiner haben in diesen Ländern Klöster vor Ort und können so unkompliziert Standorte suchen, die Baukosten ermitteln und über Pater Maurus Blommer, OSB und Prokurist von St Ottilien. um Freigabe des Brunnenbaus bitten, erklärt Hertlen: „Wir kommen dann ins Spiel, wenn der Brunnen gebaut ist und wir die Rechnung des reinen Brunnenbaus bezahlen.“

Kein Cent soll für Verwaltung verschleudert werden

Wichtig ist ihm zu unterstreichen, dass die Vereinsmitglieder tatsächlich keinen Cent in Verwaltung und anderen Kosten verschleudert sehen wollen. Das wurde so in den Statuten festgelegt und soll konsequent durchgezogen werden. Kosten für ein Laptop, Druckerkosten oder Portoausgaben werden alle selbst umgelegt. „Was für den Brunnenbau gespendet wird, wird auch 100 Prozent dafür ausgegeben“, unterstreicht Siegfried Hertlen und ergänzt: „Ich glaube, das hat viele Menschen überzeugt, ich freue mich über das in uns gesetzte Vertrauen. Sicher hat auch dazu beigetragen, dass Pater Maurus Blommer hier in Königsbrunn nicht unbekannt.“ Er war vor einigen Jahren in der katholischen Pfarreiengemeinschaft in der Pastorale eingesetzt und hatte unter anderem auch bei der Königsbrunner Tafel geholfen.

Der Verein will künftig auch mit weiteren Klöstern, wie bei den Pallotinern, die in Afrika tätig sind, zusammenarbeiten. Für die konfessionelle Ausrichtung bei den Helfern hat Hertlen eine einfache Erklärung: Das seien die einzigen, die kein Geld für Verwaltung beanspruchen würden. Er habe zuvor auch andere Organisationen kontaktiert, es selbst beim Kinderhilfswerk probiert. Doch nirgends habe man sich nicht auf diese Bedingung des Vereins einlassen können.

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